Donnerstag, 04.02.2016

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Belgien: Kühlwasser könnte marode Reaktoren sprengen

 
 
 
Marodes AKW Tihange
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

trotz tausender Haarrisse in den Reaktordruckbehältern sind zwei belgische Reaktoren Ende 2015 wieder in Betrieb genommen worden. Im Jahr 2012 wurden sie wegen der entdeckten Materialfehler abgeschaltet. Doel ist etwa 175 km von Düsseldorf, Tihange knapp 65 km von Aachen entfernt.

Die Haarrisse bergen noch eine weitere Gefahr: Das Wasser, das für eine Notkühlung bereit steht, muss auf mindestens 40 Grad vorgeheizt werden. Wenn bei Wasserverlust, etwa durch ein Leck, kaltes Kühlwasser eingepumpt würde, könnte durch den thermischen Schock der rissige Behälter bersten. Ab 50 Grad wäre jedoch laut Angaben der "tagesschau" das Wasser bereits zu warm und könnte die Kühlung nicht mehr gewährleisten. Eine sichere Kühlung im Notfall ist also mehr als fraglich.

WissenschaftlerInnen warnen angesichts der gravierenden Sicherheitsdefizite vor Störfällen. Auch Umweltministerin Hendricks setzt sich beim Nachbarland für eine Stilllegung der Reaktoren ein. Doch bislang ohne Erfolg: Energiepolitik ist Ländersache, und die belgische Atomaufsicht hat für die Schrott-Meiler grünes Licht gegeben. Derweil rüstet sich die Stadt Aachen für den Ernstfall: Oberbürgermeister Philipp fordert, vorsorglich Jod-Tabletten verteilen zu lassen, um für die Katastrophe gewappnet zu sein.

Wir fordern eine sofortige Stilllegung der gefährlichen belgischen Meiler! Die Risiken sind extrem hoch, es wären nicht nur die Menschen im dicht bevölkerten Nordrhein-Westfalen in höchster Gefahr, sondern in ganz Deutschland und Europa.

 
 
 

TTIP-Leseraum: Groteske Verhaltensregeln für Bundestagsabgeordnete

 
 
 
TTIP-Lesesaal © BMWi, http://www.bmwi.de/
 

Seit dieser Woche dürfen Bundestagsabgeordnete endlich die TTIP-Originaldokumente einsehen. Doch die Regeln unter denen sie die Dokumente lesen dürfen, sind eine Demütigung für das Parlament.

Die Abgeordneten

  • müssen extra einen Termin in einem speziell eingerichteten Leseraum im Wirtschaftsministerium vereinbaren
  • dürfen keine Handys oder andere elektronische Geräte mitnehmen
  • dürfen keine eigenen Stifte oder Blöcke benutzen
  • stehen im Leseraum durchgehend unter Beobachtung und müssen nach dem Verlassen ihre Notizen vorzeigen
  • erhalten die Dokumente nur in englischer Sprache
  • dürfen mit niemandem, nicht einmal mit den eigenen MitarbeiterInnen, über das Gelesene sprechen. Dringen Details aus dem Leseraum nach außen, wird dieser wieder geschlossen.

Unter diesen Umständen können die Abgeordneten unmöglich ihre Aufgabe erfüllen: in öffentlicher Diskussion Lösungen für das Gemeinwohl zu suchen. Wir vermuten, dass genau das auch nicht erwünscht ist: In einer demokratischen Diskussion hätte ein Abkommen keine Chance, das so eklatant gegen die Interessen der Bevölkerung verstößt.

Helfen Sie jetzt mit, die Öffentlichkeit über die gravierenden Auswirkungen von TTIP, CETA & Co. zu informieren und werden Sie Teil unserer Infokampagne! So können Sie die Kampagne unterstützen:

1.) Verteilen Sie Infomaterial

Bestellen Sie jetzt ein Infopaket und verteilen Sie die Flyer und Aufkleber in Geschäften, Kinos oder Gaststätten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber vergessen Sie bitte nicht zu fragen, bevor Sie auslegen oder Aufkleber anbringen.

 
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2.) Einen oder mehrere Kartons spenden

Der Druck und der Versand unserer Infomaterialien kostet viel Geld. Mit Ihrer Spende und Ihren Beiträgen ermöglichen Sie unsere Aufklärungsarbeit.

 
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Alternativ können Sie auch schnell und bequem per PayPal-Logospenden.

 

3.) Fördermitglied werden

Unsere bundesweit erfolgreichen Kampagnen und die kontinuierliche Arbeit des Umweltinstituts sind nur durch die regelmäßigen Beiträge unserer Mitglieder möglich. Jedes neue Fördermitglied erhält als Dankeschön eine Prämie aus unserem Programm.

 
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NRW verbietet Fracking – teilweise

 
 
 
Fracking

Nordrhein-Westfalen schreibt ein Teilverbot für Fracking in seinen Landesentwicklungsplan. Damit erkennt das Bundesland die Risiken an, die von der Technik für Mensch und Umwelt ausgehen. Doch das „Verbot“ lässt einige Schlupflöcher offen, die dringend gestopft werden müssen. In einer ausführlichen Stellungnahme zum Landesentwicklungplan hatte das Umweltinstitut auf diese Lücken hingewiesen.

Letztlich ist es jedoch Aufgabe der Bundesregierung, Fracking bundesweit gesetzlich zu regeln. Im Sinne des Vorsorgeprinzips und zur Umsetzung der Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz muss die Bundesregierung Fracking in Deutschland  generell verbieten!

Einzelheiten zu den Beschlüssen in NRW und unsere Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan finden Sie hier.

 

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand

 

Termine

 
 
 
 

Infotour zu Freihandelsabkommen

In den nächsten Wochen ist unser Referent Karl Bär wieder auf Tour – mit fundierten und kritischen Informationen zu den Freihandelsabkommen TTIP und CETA.

Die nächsten Termine sind:

Freitag, 12.02.2016 ab 19:00 Uhr, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis
Daiserstr. 15, 81371 München

Thema: "Wie TTIP auf kleine Unternehmen wirkt"

Mittwoch, 17.02.2016 ab 19:30 Uhr, Gasthof "Zum Hirsch"
Sonthofener Str. 4, 87477 Sulzberg bei Kempten
Thema: "Konzerne auf Kaperfahrt - Wie TTIP Verbraucherschutz und Umwelt gefährdet"

Die Reise zum sichersten Ort der Erde – Dokumentarfilm

Freitag, 12.02.2016 ab 20:00 Uhr, Capitol Kino, Alleestr. 24, 85716 Unterschleißheim

Thema: Problemfall Atommüll. Regie: Edgar Hagen

Sondervorführung in der Reihe "Mensch & Umwelt". In Kooperation mit Agenda 21 Unterschleißheim und mit anschließendem Filmgespräch mit Radioaktivitätsreferentin Christina Hacker (Umweltinstitut München).

 
 
 
 
 
 

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