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04.03.2021
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Pestizidkritikerin zu 125.000 Euro Schadensersatz verurteilt

Pestizidkritikerin zu 125.000 Euro Schadensersatz verurteilt

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

wir konnten es kaum fassen, als uns vergangene Woche diese Nachricht aus Frankreich erreichte: Unsere Verbündete Valérie Murat wurde zu horrenden Schadensersatzzahlungen verurteilt, weil sie die Öffentlichkeit über Pestizid-Rückstände in Bordeaux-Weinen aufgeklärt hat. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist die bittere Wahrheit: Valérie hatte Bordeaux-Weine, die mit einem Label für „hohen ökologischen Wert“ gekennzeichnet waren, in einem Labor analysieren lassen. Dabei kam heraus, dass viele dieser Weine mit Rückständen von gleich mehreren Pestiziden belastet sind. Weil sie das publik gemacht hat, sprach sie ein Gericht nun wegen „Verunglimpfung“ schuldig.

Nun muss die ehrenamtliche Aktivistin mehr als 125.000 Euro an den Branchenverband für Bordeaux-Weine (CIVB) und weitere Kläger:innen zahlen. Außerdem ordnete das Gericht die Löschung der Veröffentlichung aus dem Internet an. Begründet wird das Urteil mit dem fehlenden Hinweis darauf, dass die gefundenen Pestizidrückstände nicht über den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Dass die Rückstände höher seien als erlaubt, hatte Valérie aber nie behauptet.

Dass Menschen, die für eine giftfreie Landwirtschaft kämpfen, kriminalisiert werden, ist ein Skandal. Die Wahrheit über Pestizideinsätze öffentlich zu machen, darf kein Verbrechen sein! Deswegen werden wir Valérie Murat weiterhin tatkräftig unterstützen. Sie hat angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Unseren ausführlichen Kommentar zum Urteil und alle Hintergründe lesen Sie in unserer aktuellen Meldung.

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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München
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Di., 9. März
ab 19 Uhr
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Fr., 19. März
Bundesweit
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Dieses Jahr ist Bundestagswahl und wir fordern jetzt entschiedenes Handeln statt leerer Versprechen. Denn die Klimakrise wartet nicht darauf, bis wir die Pandemie überwunden haben. Am 19. März gehen wir zusammen mit Fridays for Future auf die Straßen!
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