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08.07.2022
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 Pestizidreduktion wird verbindlich
EU-Kommission präsentiert Ziele zur Pestizidreduktion

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

nach den „roten Listen“ des Bundesamts für Naturschutz sind mehr als ein Viertel der Insektenarten in Deutschland in ihrem Bestand bedroht. Dieses dramatische Artensterben bedroht auch unsere eigenen Lebensgrundlagen. Denn ohne bestäubende Insekten bleiben auch unsere Teller leer.

Wie der Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans richtig feststellte: „Ohne Pestizidreduktion droht eine Nahrungskrise“. Mit diesen Worten präsentierte Timmermans den lang erwarteten Gesetzesvorschlag der EU-Kommission zur europaweiten Pestizidreduktion. Eigentlich war dieser Vorschlag schon für Ende März angekündigt, doch die Agrarlobby hatte den Krieg in der Ukraine ausgenutzt, um dagegen Stimmung zu machen.

Nun ist klar: Die EU-Kommission will die Halbierung des Pestizideinsatzes bis 2030 in einer neuen Verordnung festschreiben – ein historischer Meilenstein! Denn erstmals in ihrer Geschichte würde die EU damit konkrete Ziele zur Pestizidreduktion von vagen politischen Absichtserklärungen zu rechtsverbindlichen Vorschriften machen. Ganz explizit werden im Gesetzesvorschlag die 1,2 Millionen Menschen erwähnt, die unsere Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“ unterschrieben haben.

An dieser Stelle noch einmal Danke an alle, die die Bürgerinitiative mit ihrer Unterschrift, einer Spende oder einer Fördermitgliedschaft unterstützt haben! Ohne sie hätte die EU-Kommission wohl keine konkreten Ziele zur Pestizidreduktion vorgelegt!

Ist damit nun alles gut? Leider nicht, denn bei aller Freude über die erreichten Fortschritte, gehen die Pläne der EU-Kommission doch nicht weit genug, um Artenvielfalt und Nahrungssicherheit dauerhaft zu schützen. Und auch bei den Plänen zur Umsetzung hakt es. Wir werden also weiterhin Druck machen müssen für ein pestizidfreies Europa!

Unsere ausführliche Analyse des geplanten Gesetzes lesen Sie in unserer Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München
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