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08.10.2020
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Pestizide in der Luft

Pestizide in der Luft

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

vergangene Woche haben wir gemeinsam mit dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft die erste deutschlandweite Untersuchung zur Verbreitung von Pestiziden in der Luft veröffentlicht. Die Ergebnisse sind alarmierend – denn Ackergifte verbreiten sich über weite Strecken und erreichen sogar abgeschiedene Orte wie den Brocken im Nationalpark Harz. Damit konnten wir nachweisen, dass Pestizide aus der konventionellen Landwirtschaft unsere Luft viel weitreichender belasten als bisher angenommen.

Diese brisanten Erkenntnisse sind auf großes Interesse gestoßen – sowohl in den Medien als auch in der Politik. Umweltministerin Svenja Schulze erschien persönlich auf unserer Pressekonferenz in Berlin. Sie betonte, dass die Studie eine wichtige Wissenslücke schließe und versprach, sich für die Ausweitung des Ökolandbaus und die Reduzierung des Pestizideinsatzes einzusetzen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat angekündigt, dass es nun ebenfalls Pestizid-Messungen durchführen wird. Wir begrüßen, dass das Amt endlich ein deutschlandweites staatliches Monitoring in Angriff nimmt und damit eine unserer langjährigen Forderungen umsetzt. Darüber hinaus müssen weitere Konsequenzen gezogen werden: Die Pestizide, die wir am häufigsten nachgewiesen haben – darunter auch das Totalherbizid Glyphosat – müssen sofort vom Markt genommen werden.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals herzlich bei allen Unterstützer:innen bedanken, die zur Verwirklichung des Projekts beigetragen haben!

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie „Pestizidbelastung der Luft“ und eine Übersicht über das Medienecho finden Sie hier.

Pestizide in der Luft
Südtiroler Pestizide belasten Schweizer Luft
Südtiroler Pestizide belasten Schweiz
Nicht nur in Deutschland verbreiten sich Pestizide über Kilometer hinweg unkontrolliert über die Luft: Mit Messungen aus dem Jahr 2019 konnten wir nachweisen, dass Pestizide aus dem Südtiroler Obstbau bis in das angrenzende Schweizer Münstertal verfrachtet werden. Das Graubündner Amt für Natur und Umwelt hatte uns mit der Untersuchung beauftragt, nachdem wir 2018 in der Südtiroler Obstbauregion Vinschgau Pestizidrückstände in der Luft gemessen haben. 
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Protest für den Erhalt des "Dannis"
Gorleben soll leben
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat mögliche Standortregionen für ein Atommülllager vorgestellt. Nicht mit dabei: der Salzstock in Gorleben. Der umstrittene Standort ist damit aus der weiteren Suche ausgeschlossen. Ein Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung, die seit über 40 Jahren auf schwerwiegende Sicherheitsmängel hinweist. Und zugleich eine Mahnung: Eine erfolgreiche Standortauswahl braucht ein transparentes und wissenschaftsbasiertes Verfahren.
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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München
Termine
So., 11. Oktober
14 Uhr
Dannenröder Wald (Hessen)
Keine A49! Waldspaziergang

Seit 1. Oktober heulen die Kettensägen. Doch am Wochenende haben tausende Menschen für den Erhalt des Dannenröder Waldes und gegen den Ausbau der A49 demonstriert. Gemeinsam fordern wir von Tarek Al-Wazir und Andreas Scheuer, die Rodungen zu stoppen und endlich eine echte Verkehrswende einzuleiten! Am Sonntag geht der Protest mit einem Waldspaziergang weiter. 

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Mi., 14. Oktober
18 - 19 Uhr
Online
Vortrag: "Uran - tödlicher Bodenschatz"

Mit dem Atommüllreport stellen wir eine Reihe von spannenden Online-Veranstaltungen mit ausgewiesenen Expert:innen auf die Beine; immer mittwochs online. Diesmal mit Juliane Dickel, Leiterin Atom- und Energiepolitik, Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

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