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11.08.2022
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Atomausstieg in Gefahr!
Ukrainisches AKW unter Beschuss

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Die Situation im von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerk (AKW) Saporischschja eskaliert. Beide Kriegsparteien werfen sich gegenseitig vor, Europas größtes AKW unter Beschuss genommen zu haben. Sollte nur einer der sechs Reaktorblöcke oder ein Brennelementelager ernsthaft beschädigt werden, droht eine Nuklearkatastrophe. Dazu kommt der enorme Druck auf das Personal, das unter extrem schwierigen Bedingungen den sicheren Betrieb der Anlage gewährleisten muss. Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde sieht sämtliche Prinzipien der nuklearen Sicherheit verletzt.

Allzu deutlich wird klar: Die Risiken der Atomkraft sind nicht beherrschbar. Dies gilt nicht nur in Kriegsgebieten. Auch technisches oder menschliches Versagen, oder durch den Klimawandel verstärkte Umweltkatastrophen machen Atomkraft hochgefährlich. Denn in unvorhergesehenen Situationen kann keine Sicherheitsvorschrift der Welt einen Super-GAU zuverlässig verhindern. Gerade jetzt, in Zeiten einer Energiekrise, ist unser gemeinsames Engagement für ein sicheres, erneuerbares Energiesystem wichtiger denn je. Wir fordern die Bundesregierung auf, am Atomausstieg in Deutschland festzuhalten und der Sicherheit der Bevölkerung oberste Priorität beizumessen.

Seit der Tschernobyl-Katastrophe führt das Umweltinstitut unabhängige Messungen der Radioaktivität in der Außenluft und an Lebensmittelproben durch und veröffentlicht die Ergebnisse. Auch in 1.000 Kilometern Abstand von Tschernobyl haben wir das Ausmaß der radioaktiven Kontamination deutlich zu spüren bekommen. Bis heute müssen zahlreiche in Südbayern erlegte Wildschweine wegen zu hoher Strahlung entsorgt werden. Auch Waldpilze sind 36 Jahre nach der Atomkatastrophe teilweise noch immer nicht für den Verzehr geeignet.

In diesem Jahr haben wir mit Hilfe zahlreicher Kleinspenden ein neues Gammaspektrometer für die Untersuchung von Lebensmitteln und Umweltproben auf Radioaktivität angeschafft und in Betrieb genommen. Danke an alle, die dies möglich gemacht haben! Wenn auch Sie unsere Radioaktivitätsmessungen sichern möchten, können Sie uns hier unterstützen. Sollte es entgegen aller Hoffnungen zu einem weiteren Nuklearunfall kommen, können wir die Öffentlichkeit so unabhängig von staatlichen Stellen über die Risiken informieren.

Hier finden Sie mehr Informationen zu unserem Messprogramm.

Dr. Hauke Doerk

Vielen Dank und herzliche Grüße!

Dr. Hauke Doerk

Referent für Radioaktivität

Zum Bericht
Jahres- und Transparenzbericht 2021
Unsere europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ legt einen fulminanten Schlussspurt hin, der Pestizidprozess geht in das zweite Jahr und die „Klimawende von unten“ schiebt Bürgerbegehren im ganzen Land an. In unserem Jahresbericht 2021 lassen wir das vergangene Jahr Revue passieren und legen unsere Einnahmen und Ausgaben für 2021 transparent offen.
Zum Bericht (PDF)
Zur Meldung
Städte in der Klimakrise
Hitzewellen mit Rekordtemperaturen über 40°C und Überschwemmungen, die ganze Ortschaften wegspülen, sind schon heute spürbare Auswirkungen der Klimakrise. Wir müssen die Erderhitzung eindämmen, aber wir müssen uns auch an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen. Besonders Städte sind Brenngläser der Klimakrise, hier muss besonders viel getan werden, um sie als lebenswerten Wohnraum zu erhalten.
Zur Meldung
Termine
20. August 2022


Aktion am AKW Neckarwestheim

Wir unterstützen die Anti-Atom Radtour von .ausgestrahlt. Die Tour besucht zahlreiche atompolitisch bedeutsame Orte der Bundesrepublik. Am 20.8. findet eine Kundgebung am AKW Neckarwestheim statt. Die Botschaft: Alle noch laufenden Atomkraftwerke sofort abschalten! Schließen Sie sich gerne dieser Aktion oder anderen Etappen zwischen 13. August und 4. September an! Alle Infos zur Radtour finden Sie hier.


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