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21.04.2022
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Solaranlagen werden montiert
Energiewende: Was tun gegen den Fachkräftemangel?

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine ausgelöste Energiekrise zeigt unsere Abhängigkeit von fossilen Energien in aller Deutlichkeit und der kürzlich veröffentlichte Bericht des Weltklimarats mahnt, dass die Zeit für eine Begrenzung der Klimakrise abläuft. Wir brauchen also mehr erneuerbare Energien und zwar schnell!

Heute erzeugen Wind, Solar, Wasser und Biomasse zusammen die Hälfte des deutschen Stroms, das sind 226 Terrawattstunden (TWh). Bis 2030 soll ihr Anteil auf 80% steigen. Energiesparen ist zwar ein wichtiger Teil der Energiewende, wird aber alleine nicht reichen, um dieses Ziel zu erreichen. Denn Techniken wie Wärmepumpen und E-Autos verbrauchen insgesamt gesehen zwar deutlich weniger Energie als fossile Heizungen und Fahrzeuge, erhöhen aber den Strombedarf. Insgesamt sieht die Regierung einen Bedarf von bis zu 600 TWh erneuerbaren Stroms, also das zweieinhalb-fache der heutigen Produktion.

Hoffnung macht, dass die benötigten Techniken in den letzten Jahrzehnten immer günstiger geworden sind. Doch während die heute laufenden Kraftwerke über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren gebaut wurden, bleiben für den notwendigen Zubau bis 2030 nur noch acht Jahre. Es gibt also viel zu tun!

Doch wer aktuell eine Wärmepumpe oder Solaranlage einbauen lassen will, muss sich oft auf lange Wartezeiten einstellen. Schuld daran ist der Fachkräftemangel. So fehlen schon jetzt 41.000 Heizungsmonteur:innen. Für das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 sechs Millionen neue Wärmepumpen einzubauen, bräuchte es weitere 60.000. Ähnlich sieht es in den Branchen Wind und Solar aus, Schätzungen gehen von hunderttausenden Fachkräften aus, die für den Ausbau der Erneuerbaren fehlen. Doch warum ist das so und was braucht es, damit mehr Menschen diese essenziell wichtigen Aufgaben übernehmen?

Dieser Frage gehen wir aktuell in Gesprächen mit Expert:innen aus Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften nach. In unserem Interview mit Ralf Kutzner, Vorstandsmitglied der IG-Metall, lesen Sie, was aus Sicht der Gewerkschaft nötig wäre.

Zum Interview
Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team vom Umweltinstitut München
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