Donnerstag, 21.08.2014

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Neuer Flyer:

Schwarzes Gift

 
 
 
Faltblatt schwarzes Gift

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

vier der fünf schmutzigsten Kraftwerke Europas stehen in Deutschland. Sie alle verbrennen Kohle, ebenso wie die restlichen der 30 größten Dreckschleudern in der EU. Keine andere Form der Energieerzeugung stößt mehr Treibhausgase aus. Im letzten Jahrzehnt hat es einen globalen Kohleboom gegeben – um 60 Prozent wuchs die Förderung von Stein- und Braunkohle in diesem Zeitraum weltweit. So heizt die Kohle den Klimawandel an und ist der Grund dafür, dass Deutschland und die EU ihre Klimaziele verfehlen werden, wenn wir die Politik nicht zur Einsicht bewegen.

Doch nicht nur das – Kohlekraftwerke sind auch hauptverantwortlich für den Ausstoß des gesundheitsschädlichen Quecksilbers. Daneben kommen zahlreiche andere Schadstoffe wie Feinstaub oder radioaktive Stoffe als lautlose Killer aus den Schloten, verschmutzen Luft und Gewässer und lösen teilweise tödlich verlaufende Krankheiten wie Lungenkrebs oder Herzinfarkte aus.

Mit unserem neuen Faltblatt „Schwarzes Gift“ können Sie sich und Ihre Freunde und Bekannte über die schädlichen Auswirkungen der Kohlekraft auf Mensch und Umwelt informieren. Auf unseren Energie & Klima-Seiten finden Sie Hintergrundinformationen zur Kohle.

Hier können Sie unseren Flyer online lesen.

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Menschenkette gegen die Kohle

 
 
 
Menschenkette
 

Für den Abbau der Kohle werden überall auf der Welt Naturräume zerstört und Menschen ihrer Heimat und Lebensgrundlage beraubt. In immensen Tagebauen fressen sich Bagger in die Landschaft und verwüsten große Landstriche. Versauerte Seen, verockerte Flüsse und Gebiete, die wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden können – diese Phänomene sind auch im Umkreis der deutschen Braunkohletagebaue allgegenwärtig.

Dagegen wendet sich die internationale Anti-Kohle-Menschenkette am 23. August in der Lausitz, bei der tausende Menschen zwei von der Abbaggerung bedrohte Orte – Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen – verbinden werden. Das Umweltinstitut München unterstützt die Menschenkette. Besuchen Sie unseren Infostand vor Ort in der NGO Area.

Gemeinsam können wir die Braunkohle stoppen und weitere Tagebaue in Europa verhindern. Machen Sie mit! Das umfangreiche Rahmenprogramm, Informationen zum Zeitplan sowie Mitfahrgelegenheiten und Busse finden Sie hier.

 
 
 

2014  in der Slowakei:

Atomkraft ist billig und klimafreundlich

 
 
 
Kuehltuerme

Die Slowakische Regierung möchte am bestehenden Standort Bohunice neue Atomkraftwerke bauen. In einer Studie zum Umweltverträglichkeitsverfahren werden sechs verschiedene Reaktortypen als Optionen angegeben, die allesamt noch nirgends auf der Welt in Betrieb sind. Trotzdem wird behauptet, dass von allen keine Gefahr ausgeht. Unfälle mit grenzüberschreitenden Auswirkungen sind "praktisch ausgeschlossen".

Die Atomkraft ist billig, sauber, klimafreundlich und deshalb am besten geeignet, so das Fazit. Alle möglichen Alternativen werden als untauglich abgetan.
Weder Fukushima noch die Zeit- und Kostenexplosionen bei den Neubauten in Frankreich und Finnland werden in die Betrachtungen einbezogen.

Die selbst von den westeuropäischen Atomkonzernen anerkannte Tatsache, dass Atomkraft unwirtschaftlich und ohne Subventionen nicht marktfähig ist, scheint an der Slowakei völlig vorbei gegangen zu sein.

Das Umweltinstitut München e.V. hat im Rahmen des EU-weiten grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungs­verfahrens eine ausführliche Einwendung erstellt und beim Slowakischen Ministerium eingereicht.

 

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand

 
 
 
 

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