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22.04.2021
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Angriff auf die Gentechnikfreiheit!
Angriff auf die Gentechnikfreiheit!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

eine der wichtigsten Errungenschaften der Umweltbewegung steht auf dem Spiel: Die Gentechnikfreiheit in Deutschland und in weiten Teilen Europas könnte bald Geschichte sein.

Bisher schützt uns eine starke europäische Richtlinie, die vorschreibt, dass genmanipulierte Nahrungsmittel gekennzeichnet werden müssen. Da eine große Mehrheit der Verbraucher:innen genmanipulierte Lebensmittel ablehnt, verkaufen sich diese Produkte meist nicht. Um uns trotzdem Genfood servieren zu können, hat sich die Industrie jetzt einen Trick ausgedacht: Die Agrarkonzerne versuchen, die Definition von Gentechnik umzuschreiben. Wenn gentechnisch hergestellte Pflanzen und Tiere offiziell nicht mehr als solche gelten, müssten sie auch nicht deklariert werden und wären im Laden nicht mehr erkennbar. Um diese Verbrauchertäuschung möglich zu machen, übt die Agrarindustrie derzeit massiven Druck auf die EU-Kommission aus. Das Ziel der Lobbyist:innen: Produkte, die mit Hilfe neuer Gentechnikmethoden wie der Genschere CRISPR/Cas hergestellt werden, sollen von der Kennzeichnungspflicht und der Risikobewertung ausgenommen werden.

Dabei erlauben die neuen Gentechniken noch viel tiefere Eingriffe in die Genome von Tieren und Pflanzen als die Bisherigen – mit völlig unbekannten Risiken für Gesundheit und Ökosysteme. Noch können wir die Deregulierung der Gentechnik verhindern, doch wir können nur dann ausreichend Druck auf die Politik aufbauen, wenn genug Menschen mitmachen. Wir wollen deshalb in den kommenden Monaten eine groß angelegte Infokampagne starten, um die Bevölkerung über die Risiken der neuen Gentechnikmethoden und den drohenden Verlust unserer Wahlfreiheit aufzuklären. Das schaffen wir nur mit Ihrer Unterstützung: Druck und Versand von hunderttausenden Faltblättern und Broschüren kosten uns sehr viel Geld. Helfen Sie uns, Europas Gentechnikfreiheit zu verteidigen?


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Vielen Dank und herzliche Grüße!

Sophia Guttenberger

Referentin für Gentechnik und Landwirtschaft

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Bündnis gegen neue Gentechnik
Um zu verhindern, dass Genfood schon bald ohne Kennzeichnung in die Supermärkte einzieht, haben wir jetzt mit mehr als 90 weiteren Organisationen ein starkes Bündnis geschlossen. Gemeinsam fordern wir von den zuständigen Minister:innen Klöckner und Schulze, dass Gentechnik auch in Zukunft strikt reguliert wird! Denn nur so kann die Wahlfreiheit der Verbraucher:innen und die Sicherheit von Mensch und Umwelt gewährleistet werden.
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Zur Verstärkung unseres Teams in München suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt:

Referent:in für Energie- und Klimapolitik 
Umweltinstitut München e.V.
Goethestr. 20 • 80336 München
E-Mail:
info@umweltinstitut.org
Spendenkonto
Kto. 8831101, BLZ 70020500
IBAN: DE 70 7002 0500 0008 8311 01 • BIC: BFSWDE33MUE

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