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22.09.2022
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Wasserstoff am Scheideweg: Fossil oder erneuerbar?
Wasserstoff nur fair und erneuerbar!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

„Gas der Zukunft“, so nannte Kanzler Olaf Scholz Wasserstoff kürzlich und versprach der deutschen Wirtschaft einen Wasserstoff-Boom. Doch wie wird diese Zukunft aussehen? Wird Wasserstoff helfen, die Wirtschaft klimaneutral umzugestalten? Oder wird der Hunger nach Wasserstoff zu noch mehr klimazerstörenden Emissionen führen?

Aktuell wird darum gerungen, wie weit der enorme Wasserstoffbedarf der Zukunft aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Denn fossile Konzerne wollen ihr altes Wirtschaftsmodell nicht aufgeben und Wasserstoff aus Erdgas herstellen. Das dabei anfallende Klimagas CO2 soll abgeschieden und unter die Erde verpresst werden. Das so hergestellte Gas wird dann als vermeintlich klimafreundlicher „blauer Wasserstoff“ vermarktet. Doch das ist ein Etikettenschwindel. Laut wissenschaftlichen Studien bleibt die Klimabilanz trotz CO2-Abscheidung katastrophal. Grund sind unter anderem Methan-Emissionen bei Gewinnung und Transport des genutzten Erdgases.

Sollte dieses Geschäftsmodell Erfolg haben, wären die Folgen für das Klima fatal: Der Ausstieg aus der Förderung fossiler Rohstoffe würde weiter verschoben und wertvolle Zeit und Ressourcen würden in den Aufbau neuer, klimazerstörender Anlagen fließen. Deshalb fordern wir mit einer neuen Aktion von Wirtschaftsminister Robert Habeck: Wasserstoff nur fair und erneuerbar!

Konsequenten Klimaschutz fordern!
In den nächsten Wochen stehen zentrale Entscheidungen an: Noch diesen Monat könnte Wirtschaftsminister Habeck das Klimaschutz-Sofortprogramm für die Industrie vorstellen, in dem Fördermaßnahmen für den Umstieg auf Wasserstoff erwartet werden. Im Oktober wird im Bundestag über das „Herkunftsnachweissystem“ für Gase verhandelt. Dieses könnte dem Ministerium erlauben, auch fossilen Wasserstoff als nachhaltig einzustufen. Außerdem überarbeitet die Bundesregierung die „nationale Wasserstoffstrategie“, in der langfristig geplant wird, bis wann wie viel Wasserstoff in Deutschland produziert werden soll.

Diese Entscheidungen stellen die Weichen, ob Wasserstoff zukünftig ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen wird oder noch mehr fossile Rohstoffe dafür verfeuert werden. Darum müssen wir jetzt aktiv werden! Denn für eine klimaneutrale Zukunft brauchen wir Wasserstoff, der erneuerbar hergestellt wird. Beispielsweise für die Produktion von Stahl, die ohne Wasserstoff nicht klimaneutral möglich ist, oder als Treibstoff für Frachtschiffe. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung, ihre Wasserstoffpolitik ohne faule Kompromisse auf eine erneuerbare und faire Zukunft auszurichten!
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Kasimir Buhr

Vielen Dank und herzliche Grüße!

Kasimir Buhr

Referent für Energie- und Klimapolitik

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