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23.01.2020
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Schwacher Fahrplan für den Kohleausstieg
Schwacher Fahrplan für den Kohleausstieg

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

in der vergangenen Woche haben sich Bund und Länder auf einen Fahrplan für den Kohleausstieg geeinigt. Mit ihrem Ausstiegspfad bleiben sie jedoch weit hinter den bereits schwachen Empfehlungen der Kohlekommission zurück. Im schlechtesten Fall soll 2035 noch fast die Hälfte der besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke am Netz sein!

Damit nicht genug: Nach dem Willen der Bundesregierung geht 2020 ein neues Kohlekraftwerk ans Netz und im Rheinland sollen sechs weitere Dörfer der Kohle geopfert werden. Konzerne sollen selbst für unrentable, aber effiziente Kraftwerke massiv entschädigt werden, während die Stilllegung der größten Emissionsschleudern auf die lange Bank geschoben wird. Wie die Bundesregierung so die drohende Klimakatastrophe verhindern will, bleibt ihr Geheimnis.

Der vorgelegte Stilllegungspfad wird den gesellschaftlichen Konflikt um die Kohle nicht befrieden. Die Bundesregierung kann sich auf weitere Proteste einstellen. Auch wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass Kohlekraftwerke schneller abgeschaltet und Solar- und Windenergie ausgebaut werden.

Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Meldung.

Garchinger Reaktor wieder angefahren
Garchinger Reaktor wieder angefahren
Der Garchinger Forschungsreaktor ist Mitte Januar nach zehn Monaten Zwangspause wieder angefahren. Im Brennstoff wird dabei erneut atomwaffenfähiges Uran eingesetzt. Eigentlich müsste der Reaktor abgeschaltet werden, denn laut unseres Rechtsgutachtens ist der Betrieb mit über 50 Prozent hoch angereichertem Uran seit 2010 illegal. Als klageberechtigter Verband hat der BUND Naturschutz deswegen einen Antrag auf Untersagung des Betriebs gestellt.
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Großdemo für die Agrarwende
Großdemo für die Agrarwende
Rund 27.000 Menschen protestierten am vergangenen Samstag bei der „Wir haben es satt“-Demo in Berlin gegen Massentierhaltung und Artensterben und für den Ausbau der Biolandwirtschaft. Mit dabei war auch Luis Frey (19), der gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Umweltinstitut absolviert. Lesen Sie hier, mit welchen Eindrücken er von der Demo zurückgekommen ist.
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Mit herzlichen Grüßen,

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