Donnerstag, 23.07.2015

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Skandal: Behörde wertet Monsanto-Leserbriefe als "Studien"

 
 
 
Pestizide: Bewertet auf der Grundlage von Leserbriefen
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nutzte für seine Bewertung des Pflanzengifts Glyphosat die Leserbriefe von MitarbeiterInnen des Konzerns Monsanto als "Studien". Insgesamt 14 Leserbriefe an Fachzeitschriften finden sich in der Liste von 92 Studien, die das BfR genutzt hat, um zu erörtern, ob Glyphosat krebserregend ist. Die Arbeitsgruppe zu Krebsforschung in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte eine wahrscheinlich krebserregende Wirkung bereits im März festgestellt. Das BfR dagegen hält Glyphosat nach wie vor für unbedenklich.

Bereits im April 2014 schickten wir dem BfR eine Liste mit dutzenden Studien und wissenschaftlichen Artikeln, die auf Gefahren für Mensch und Umwelt durch Glyphosat hinweisen. Neun enthalten Hinweise auf eine krebserregende Wirkung, doch von diesen hat die Behörde nur vier verwendet.

Wir vermuten: Das BfR wusste von Anfang an, was bei der Beurteilung herauskommen sollte. Eine andere Einschätzung würde schließlich dazu führen, dass das meistverkaufte Herbizid vom europäischen Markt genommen wird. Und das wollen die FreundInnen der chemischen Industrie in den Behörden unbedingt verhindern.

Mehr zum diesem Skandal und weitere Informationen finden Sie hier.

 
 
 

Vorsicht, lebendes TTIP!

 
 
 
Tierversuche mit Ratten verfälschen Risikostudien
 

Eine aktuelle Studie aus Frankreich lässt Zweifel an der Risikoforschung zu Gentechnik und Pestiziden aufkommen: Die Futtermischungen für Laborratten sind oft selbst so stark mit Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet, dass sie die Tiere krank machen. Das verfälscht beispielsweise Vergleichsstudien, in denen eine Gruppe von Ratten genmanipuliertes Futter bekommt und eine andere nur Standardfuttermischungen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die getesteten Produkte als sicher eingestuft werden, ist bei solchen Versuchen sehr hoch – denn auch die Kontrollgruppe erhält Futter voller Schadstoffe. Eine seriöse Bewertung des Risikos für die menschliche Gesundheit ist damit ausgeschlossen.

Wir fordern: Schluss mit Pestiziden und Gentechnik – dann werden auch solche Tierversuche unnötig.

Mehr Informationen und den Link zur Studie finden Sie hier.

 
 
 

Widerstand gegen TTIP wächst überall in Europa

 
 
 
500 Organisationen und 2,3 Millionen Menschen kämpfen in Europa gegen TTIP!
 

Wenn es etwas Gutes an TTIP gibt, dann wohl die Tatsache, dass die Ablehnung des Abkommens die Menschen überall in Europa eint. Schon in 17 Ländern wurde mittlerweile das erforderliche Quorum für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA geknackt. Für eine erfolgreiche Bürgerinitiative hätte diese Mindestzahl an Unterschriften eigentlich nur in sieben Ländern erreicht werden müssen. Doch der Protest zieht immer weitere Kreise: Wohl schon diese Woche wird Bulgarien als 18. Land dazustoßen.
Karte EBI-Quoren nach Ländern
Unterstützt wird die EBI inzwischen von mehr als 500 Organisationen aus allen EU-Mitgliedstaaten. Über 2,3 Millionen Menschen haben bereits unterschrieben und es werden jede Minute mehr. Das hat es so noch nie gegeben – Stop TTIP ist  die größte europäische Bürgerbewegung, die es je gab!

Zusammen können wir TTIP und CETA zu Fall bringen!

Helfen Sie uns, unsere Bewegung noch größer zu machen und empfehlen Sie die Europäische Bürgerinitiative jetzt Ihren Freunden und Bekannten:

Jetzt weitersagen: Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA

Falls Sie selbst noch nicht unterschrieben haben, können Sie das jetzt hier nachholen:

Jetzt weitersagen: Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA

 

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 Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand

 
 
 
 
 

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