Freitag, 25. April 2014
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CETA - Wir beantworten die wichtigsten Fragen

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

in den letzten Wochen erreichen uns immer wieder Fragen zum europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement). Die wichtigsten Fragen rund um CETA haben wir auf unserer Homepage für Sie zusammengestellt und beantwortet. Dazu haben wir ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen und Abkürzungen und eine Erklärung wichtiger Mechanismen, die sich immer wieder in Freihandelsabkommen finden, erstellt. Umfassende Antworten auf viele Fragen rund um das TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) folgen in den kommenden Wochen.

CETA beinhaltet wie das transatlantische Abkommen TTIP viele Gefahren für die Demokratie, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards. Eine wichtige Frage ist daher: Wie lässt es sich noch verhindern? Wir sehen zwei Möglichkeiten: Zum einen prüfen wir gerade mit unseren Partnern in ganz Europa, ob es möglich ist, CETA in die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP aufzunehmen. Selbst wenn das nicht möglich ist, muss CETA noch in 31 Parlamenten abgestimmt werden: das Europaparlament, das kanadische Bundesparlament und die Parlamente der Mitgliedsstaaten der EU, darunter der Bundestag und Bundesrat. Sagt nur eines davon "Nein!", ist CETA gescheitert.

Mit Ihrer Spende und ihren Beiträgen ermöglichen Sie unsere Aufklärungsarbeit zu Freihandelsabkommen und die Vorbereitung der Europäischen Bürgerinitiative.

Unsere bundesweit erfolgreichen Kampagnen und die kontinuierliche Arbeit des Umweltinstitut München e.V. sind nur möglich durch die regelmäßigen Beiträge unserer Förderer. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm.

Agrarindustrie: Münchner Stadtgespräche Nr. 68 erschienen

In der neuen Ausgabe Münchner Stadtgespräche wagen wir einen Blick hinter die Kulissen der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Dabei zeigt sich, dass der Kontrast zwischen Marketing und Realität kaum größer sein könnte: In der Fernsehwerbung pflücken glückliche Menschen die Orangen für unseren Frühstückssaft, Kühe grasen zufrieden auf bunten Blumenwiesen und selbst das Wasser in der Plastikflasche kommt direkt aus der naturbelassenen Gebirgsquelle.

Doch ein Abgleich mit der Realität lässt diese Hochglanzbilder schnell verblassen: Von den mehr als 750 Millionen Tieren, die in Deutschland pro Jahr getötet werden, hat kaum eines je das Sonnenlicht gesehen. Unser Obst und Gemüse könnte äußerlich nicht perfekter sein und kann doch voller Schadstoffe stecken.

In dieser Ausgabe zur Agrarindustrie zeigen wir, wie hoch der wahre Preis unserer Lebensmittel ist – und wer ihn bezahlen muss.

Tschernobyl noch nicht gegessen

Morgen jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 28. Mal. Die Auswirkungen des Atomunfalls sind noch immer gravierend, auch in weiter entfernten Regionen. So weisen unsere heimischen Pilze sowie Wildfleisch nach wie vor teilweise sehr hohe Cäsium-Werte auf.

Vergangenen Monat berichtete Vladimir Kuznetsov, Professor an der Arkhangelsk Universität in Russland, im Bundestag über gravierende Sicherheitslücken in russischen und ukrainischen Atomkraftwerken sowie die mangelhafte Qualifikation des Personals. Auch würden die Sicherheitsbestimmungen immer weiter aufgeweicht – was besonders bei den nach wie vor in Betrieb befindlichen Reaktortypen RBMK, die baugleich mit Tschernobyl sind, zu katastrophalen Auswirkungen führen kann.

Die derzeitige schwierige politische Situation in der Ukraine trägt da nicht gerade zur Beruhigung bei. Solange diese AKW in Betrieb sind, ist ein Super Gau á la Tschernobyl jederzeit möglich. Wir in Südbayern wissen noch ganz genau wie es ist, wenn die Ernte zu Sondermüll wird und die Kinder in den Wohnungen eingesperrt werden müssen.

Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung

http://www.umweltinstitut.org

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

 

Harald Nestler
Vorstand

 

Termine

 

Kundgebung: Stoppt Freihandelsabkommen für Konzerne!

Donnerstag, 8. Mai 2014, ab 11:00 Uhr
Vor der Münchner Vertretung der EU-Kommission, Bob-van-Benthem-Platz 1 Veranstalter: Umweltinstitut München e.V. und Agrarbündnis Bayern

Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission mit dem Handelsbeauftragten der USA über die größte Freihandelszone der Welt. Doch das TTIP bedroht Verbraucher- und Umweltschutzstandards. Gentechnik, Fracking, Wachstumshormone oder Chlor im Fleisch, eine unkritische Zulassung von Chemikalien, Klagerechte für international agierende Konzerne und transatlantische Expertengremien können wir nicht akzeptieren. Deshalb demonstrieren wir zur Europawoche vor der Vertretung der EU-Kommission in Bayern. Nach der Kundgebung übergeben wir einem Vertreter der EU-Kommission die von vielen Organisationen erarbeitete Resolution. Unsere Forderung ist klar: Brecht die Verhandlungen jetzt ab!

 

Demonstration: Stoppt den Saustall!

Samstag, 10. Mai 2014, ab 11:00 Uhr
Bahnhof Donauwörth

Europas größter Schweinezüchter, A. Straathof aus den Niederlanden, will im nordschwäbischen Donauwörth einen riesigen Stall für die Aufzucht von jährlich 75.000 Ferkeln bauen. Diese industrielle Form der Tierhaltung ist tierquälerisch und belastend für die NachbarInnen. Sie basiert auf dem Import von Eiweißfuttermitteln, häufig aus genmanipuliertem Soja. Die hohe Konzentration von Tieren an einem Ort belastet zudem das Grundwasser mit Stickstoff und Resten von Medikamenten.

Am 10. Mai demonstrieren wir daher mit AnwohnerInnen, Tier- und Umweltschutzvereinen sowie Bauern und Bäuerinnen in Donauwörth. Das Umweltinstitut München e.V. ist vor Ort mit einem Infostand vertreten.

Wir wollen ökologische und regionale Lebensmittel und keine Massentierhaltung mit importiertem Genfutter! In den letzten Jahren sind überall in Deutschland Bürgerinitiativen erfolgreich gegen den Neubau von Tierfabriken vorgegangen. Das kann uns auch in Bayern gelingen!

Weitere Infos zur Veranstaltung

 

Energiewende nicht kentern lassen!

Samstag, 10. Mai 2014, 13:00 Uhr
Kapelle-Ufer bis Marshallbrücke, Berlin

Die Energiewende ist in Gefahr! Die Regierung will den Zubau der Erneuerbaren Energien mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen ausbremsen. Dies ist Klientelpolitik für klimaschädliche Kohlekraftwerke und die angeschlagenen Energiekonzerne. Zudem droht damit eine neue Debatte um längere AKW-Laufzeiten.

Doch noch hat all dies nicht Gesetzeskraft. Wir haben noch Chancen die Energiewende zu retten: Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind jeweils gespalten in Freunde der Energiewende und Interessenvertreter der Konzerne. Und an der Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sind die Länder beteiligt. Etliche stehen der schwarz-roten Energiepolitik kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren.

Am 10. Mai demonstrieren wir daher mit zehntausenden Menschen in Berlin. Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen!

Wir protestieren zu Lande und zu Wasser. Auf dem Wasser sind viele mit allem was schwimmt unterwegs. Auf dem Land ziehen wir mit einem großen Demozug durch das Berliner Regierungsviertel und bilden links und rechts der Spree eine bunte Aktionskette. Land- und Wasserdemo treffen zu einem großen Happening zusammen – damit die Energiewende nicht kentert.

Weitere Infos zur Veranstaltung

 
 

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