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25.06.2021
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Verhindern Sie die Laufzeitverlängerung von Uralt-Reaktoren im belgischen Atomkraftwerk Doel!
Verhindern Sie die Laufzeitverlängerung von Uralt-Reaktoren im belgischen Atomkraftwerk Doel!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

schon mehr als 45 Jahre sind die Blöcke 1 und 2 des belgischen Atomkraftwerks Doel bei Antwerpen in Betrieb – und damit stark überaltert. Dadurch steigt das Risiko für die Bevölkerung immer weiter. Dennoch hat die belgische Regierung 2015 eine Laufzeitverlängerung bis 2025 beschlossen. Doch das ist illegal! Das hat das belgische Verfassungsgericht im vergangenen Jahr basierend auf einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2019 entschieden. Die Begründung: Für die Verlängerung der Laufzeit wurde keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt.

Dieses Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist bahnbrechend, denn viele Atomkraftwerke in Europa sind überaltert. An zahlreichen Standorten wurden bereits Laufzeitverlängerungen durchgeführt oder sind in Planung. Folgt man dem Präzedenzfall Doel 1 und 2, sind auch diese Laufzeitverlängerungen ohne Umweltverträglichkeitsprüfung unrechtmäßig. Einer ernsthaften Überprüfung halten alte Atomkraftwerke nicht stand. Denn selbst durch Nachrüstungen können sie aktuelle Sicherheitsstandards niemals erreichen. Mit jeder Laufzeitverlängerung erhöht sich damit das Risiko einer weiteren Atomkatastrophe in Europa. Die nötigen Investitionen für die Nachrüstung der Reaktoren wären deutlich besser in den Ausbau der Erneuerbaren Energien angelegt.

Obwohl die Reaktordruckbehälter schon extrem spröde und weitere Sicherheitsprobleme bekannt sind, wird der Betrieb der Uralt-Meiler weiter geduldet. Das Hauptargument dafür: Doel 1 und 2 seien für die Versorgungssicherheit notwendig. Dies konnten wir bereits im letzten Jahr mit einer Analyse entkräften.

In Belgien wird die vom Gericht geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung jetzt nachgeholt. Nun sind Sie gefragt: Wir haben für Sie eine Muster-Stellungnahme verfasst, mit der Sie sich beteiligen und deutlich machen können, dass die Gefahren eines Atomunfalls für Mensch und Natur jeglichen Nutzen der Atomreaktoren überwiegen. Die Mustereinwendung können Sie individuell abändern oder ergänzen. Doch die Frist ist kurz: Bereits am 1. Juli 2021 müssen die Stellungnahmen per Post in Belgien eingegangen sein. Je mehr Menschen Einwendungen senden, desto deutlicher ist die Botschaft, dass Atomkraft in Europa keine Zukunft hat.

Machen Sie jetzt mit, und schicken Sie eine Stellungnahme nach Belgien!

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