Donnerstag, 26.01.2017

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TTIP: Unser Werk und Trumps Beitrag

 
 
 

TTIP: Unser Werk und Trumps Beitrag

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

TTIP ist gescheitert, das hat mit Landwirtschaftskommissar Phil Hogan in dieser Woche zum ersten Mal ein hochrangiges Mitglied der EU-Kommission eingestanden. Als Grund nannte er die Wende in der US-Handelspolitik unter Donald Trump. Hat Trump also TTIP gestoppt? Sollen wir jetzt die Sektkorken knallen lassen? Oder uns ärgern, weil Teile der Welt jetzt in Nationalismus zurückzufallen drohen? Unsere ausführlichen Antworten auf diese Fragen lesen Sie hier.

Kurz zusammengefasst: Natürlich freuen wir uns, dass TTIP allem Anschein nach Geschichte ist. Nach dem, was wir aus Geheimpapieren von den Verhandlungen wissen, wäre das Abkommen eine Katastrophe geworden. Es hätte einseitig den Interessen großer Unternehmen gedient.

Doch dieses erfreuliche Ergebnis ist nicht Trumps Verdienst. Schon vor seiner Wahl hieß es hinter vorgehaltener Hand in Brüssel und Berlin, dass TTIP kaum noch eine Chance habe. Der Grund dafür war unser beharrlicher Widerstand. Und dieser Widerstand kommt aus einer ganz anderen Richtung als Trumps Politik. Denn seine Politik zielt nicht auf eine gerechte Weltordnung, sondern lediglich auf ein nationalistisches „America first!“.

Die Debatte um Freihandel hat sich seit Herbst letzten Jahres massiv verändert. Beim europäisch-kanadischen Abkommen CETA wird immer häufiger so getan, als ginge es dabei nicht um ein Handelsabkommen, sondern um den Zusammenhalt der „freien Welt“ und die Zukunft der Europäischen Union. Als wäre irrelevant, was in dem Abkommen steht und wie es sich auswirkt. Doch das ist es nicht.

In den vergangenen drei Jahren haben wir mit Ihrer Unterstützung eine riesige Bewegung gegen Handelsabkommen aufgebaut, die unsere Rechte und unsere Umwelt bedrohen. Sind Sie auch mit dabei, wenn es darum geht, ob zwischen „America first!“, "Brexit" „Oui! La France!“ und „Deutschland den Deutschen!“ überhaupt noch jemand von der Zerstörung unserer Umwelt spricht? Dann werden Sie jetzt Fördermitglied

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Bio-Urlaub in Südtirol: Diese Fördermitglieder haben gewonnen

 
 
 
Mals
 

Im November hatten wir von dem malerischen Dorf Mals in Südtirol berichtet. Dessen Einwohner habem in einem Bürgerentscheid mit einer Dreiviertelmehrheit dafür gestimmt, Mals zur ersten pestizidfreien Gemeinde Europas zu machen. Damit provozierte Mals heftige Reaktionen in Südtirol, wo der massive Einsatz von Pestiziden auf den zahlreichen Obstplantagen und Anbauflächen die Norm und der Widerstand gegen Mals entsprechend hoch ist.

Wir unterstützen Mals bei seinem Kampf für eine giftfreie und lebenswerte Natur. Und drei unserer Fördermitglieder können sich "das Wunder von Mals" bei einem erholsamen Urlaub nun selbst genauer anschauen. Sie haben als neue Fördermitglieder bzw. Förderbeitragserhöher bei unserer Verlosung gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Gewinnerin des 1. Preises: Doris K. aus Kempten

1. Preis: Eine Woche im Bio-Hotel "Panorama" mit Halbpension für zwei Personen hat unser Fördermitglied Doris aus Kempten gewonnen (Foto).

2. Preis: Drei Tage im Hotel "Greif" mit Halbpension für zwei Personen hat unser Fördermitglied Elisabeth gewonnen.

3. Preis: Ein Wochenende auf dem Bergbauernhof "Lechtlhof" für vier Personen hat unser Fördermitglied Petra gewonnen.

Wir bedanken uns für die kostenlose Bereitstellung der Preise. Wir sind uns sicher, dass eine pestizidfreie Region auch den Tourismus stärken wird.

Und falls Ihnen das Losglück dieses Mal nicht hold gewesen ist: Dank Ihrer Unterstützung "gewinnt" unser Einsatz für eine intakte und lebenswerte Natur und Umwelt an Schlagkraft. Denn hinter uns steht kein Milliardenkonzern, sondern Menschen wie Sie. Herzlichen Dank!

 
 
 

Wir haben Agrarindustrie satt!

 
 
 
Wir haben Agrarindustrie satt
 

18.000 Menschen demonstrierten am vergangenen Samstag in Berlin für eine Wende in der Landwirtschaftspolitik. Die siebte „Wir haben es satt!“ – Demo erbrachte den Beweis, dass dieser Bewegung nicht die Luft ausgeht. Wir fordern regionale Kreisläufe statt globaler Konzerne, Biobauernhöfe statt Agrarfabriken und blühende Landschaften statt Ackergifte.

Immer wieder kamen die Reden auf der Bühne auf die kommende Bundestagswahl zu sprechen. Der Politik darf es nicht egal sein, wie Landwirtschaft betrieben wird und wer sie beherrscht. Andernfalls werden unsere Umwelt und unsere Ernährung immer stärker von wenigen großen Konzernen bestimmt.

Nicht nur mit Gesang, sondern auch mit vielen einfallsreichen Plakaten und bunten Tierkostümen stellten die TeilnehmerInnen ihre Kreativität unter Beweis. Damit wurde die „Wir haben es satt“-Demo zu einem Erlebnis, das zum Jahresanfang viel Schwung und Motivation gibt. Danke an alle, die trotz eisiger Temperaturen mitgemacht haben.

 
 

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Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
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