Mittwoch, 30. April 2014
Newsletter
Logo: Umweltinstitut München e.V.
 
Falls dieser Newsletter nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier
Skandalöse Verkaufspraxis bei Pflanzengiften

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

in der letzten Woche haben wir in Bau- und Gartenmärkten stichprobenartig Käufe von glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln (beispielsweise „Roundup“ von Monsanto) durchgeführt. In drei Viertel aller Fälle waren die Ergebnisse erschreckend: Entweder zeigten die Verkäufer mangelnde oder überhaupt keine Sachkenntnis und haben somit falsch oder unzureichend bezüglich der Anwendung von Pflanzengiften beraten, oder aber sie empfahlen die Mittel wissentlich gegen die gesetzlichen Vorschriften.

So war es in fast allen Märkten möglich, diese giftigen Produkte zu kaufen. Und dies, obwohl unsere Testkäufer die Unkrautvernichter ausdrücklich für verbotene Anwendungsbereiche wie Garagentoreinfahrten und Gehwege verlangten. Sehr bedenklich ist jedoch auch der Verkauf übers Internet: dort können die Mittel problemlos ohne Anwendungsnachweis bestellt werden.

Diese Ergebnisse bestärken unsere Forderung, den Verkauf an Privatpersonen sowie den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln im Haus- und Kleingartenbereich sofort zu stoppen.

Das Umweltinstitut München e.V. fordert alle Privatpersonen auf, kein Gift im Garten einzusetzen!
Mehr Informationen finden Sie auf unserer Homepage.


Unser Faltblatt "Allestöter - Roundup und Glyphosat" können Sie hier bestellen.

EU-Handelskommissar will gegen Mitbestimmungsrecht bei TTIP klagen

Der europäische Handelskommissar Karel de Gucht plant laut Informationen der Süddeutschen Zeitung, die EU-Mitgliedsstaaten zu verklagen. Mit einer solchen Klage vor dem Europäischen Gerichtshof möchte er verhindern, dass die Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP abstimmen können.

Nach bisherigem Stand ist davon auszugehen, dass das TTIP als gemischtes Abkommen durch alle 28 nationalen Parlamente, das Europäische Parlament und den US-Kongress muss. Die vorgesehenen Investitionsschutzklauseln zum Beispiel könnten zu Schadensersatzklagen von Konzernen gegen Mitgliedsstaaten der EU führen und diese sehr viel Geld kosten. Darüber sollten die nationalen Parlamente abstimmen müssen, auch wenn Handelspolitik Aufgabe der Europäischen Union ist. Für De Gucht geht es allerdings weniger um die juristische Grundsatzfrage als um die Chance, das Abkommen durchzukriegen. Die sinkt, je näher an den BürgerInnen die Entscheidung darüber getroffen wird.

Helfen Sie mit, die Bevölkerung über TTIP zu informieren! In den letzten Monaten haben wir über 1,2 Millionen Exemplare unseres Faltblattes ‚Konzerne auf Kaperfahrt‘ verschickt. Das ist ein großer Erfolg. Auch hier vielen herzlichen Dank an alle, die diesen Informationsschub ermöglicht haben, sei es durch ihre Spende, ihren Beitrag oder durch das Verteilen der Flyer. Machen Sie auch weiterhin mit und helfen Sie uns, das Freihandelsabkommen zu verhindern!


Sie haben drei Möglichkeiten, unsere Arbeit gegen TTIP zu unterstützen:

1.) TTIP-Flyer und Aufkleber verteilen

Auf jeden Aktionskarton kommt es an. Verteilen Sie die Flyer und Aufkleber an Nachbarn und Kollegen, in den Bioläden, Kinos, Gaststätten, bei Veranstaltungen, im Verein, bei Stadtteilfesten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber vergessen Sie bitte nicht zu fragen, bevor Sie auslegen oder Aufkleber anbringen.

Mit Ihrer Spende und ihren Beiträgen ermöglichen Sie unsere Aufklärungsarbeit zu Freihandelsabkommen und die Vorbereitung der Europäischen Bürgerinitiative.

Unsere bundesweit erfolgreichen Kampagnen und die kontinuierliche Arbeit des Umweltinstitut München e.V. sind nur möglich durch die regelmäßigen Beiträge unserer Förderer. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm.

Ab sofort wieder erhältlich:
Gentechnik-Burger bei McDonald’s

Nachdem bereits Mitte Februar deutsche Geflügelproduzenten verkündet hatten, wieder genmanipulierte Futtermittel einzusetzen, hat nun auch der Fastfood-Riese McDonald's auf Hähnchenfleisch umgestellt, das mit Hilfe von Gentechnikfutter produziert wird.

Begründet wird dies damit, dass gentechnikfreie Futtermittel zu ökonomisch akzeptablen Preisen angeblich nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Dabei haben Berechnungen von Greenpeace ergeben, dass sich ein „Chickenburger“ um weniger als einen Cent verteuern würde, falls McDonald‘s weiterhin konventionelle Futtermittel für seine Geflügelprodukte einsetzt.

Dies ist wohl ein erneuter Vorstoß der Industrielobby, gentechnikfreie Lebens- und Futtermittel vom Markt zu drängen und den Verbrauchern gegen ihren Willen genmanipulierte Nahrungsmittel aufzuzwingen. Die einzig sinnvolle Antwort darauf heißt: Bio kaufen! Denn Biolebensmittel sind auf alle Fälle gentechnikfrei.

Weitere Informationen zu Gentechnik in Lebens- und Futtermitteln erhalten Sie in unseren Faltblatt "Verbraucher im Dunkeln" sowie im Hintergrundartikel "Der Soja-Wahnsinn" unserer aktuellen Ausgabe der Münchner Stadtgespräche. Beides können Sie hier bestellen.

Beteiligen Sie sich jetzt an unserer Gen-Infokampagne und bestellen Sie sich umfangreiches Infomaterial zum Lesen und Weiterverteilen!

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

 

Harald Nestler
Vorstand

 

Verstärkung gesucht

 

Referent/in und Campaigner/in für Gentechnik in der Landwirtschaft

Unser Ziel sind gentechnikfreie Lebensmittel und eine gentechnikfreie Lebensmittelproduktion, eingebettet in eine ökologische, nachhaltige, regionale bäuerliche Landwirtschaft. Dazu organisiert das Umweltinstitut München e.V. Verbraucheraufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen, die sich an Politik, Bauern, Verbraucher und Interessensgruppen richten. 

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein/e Referent/in und Campaigner/in für Gentechnik in der Landwirtschaft.

 

 

Referent/in und Campaigner/in für Energie und Klima

Unser Ziel ist eine nachhaltige Wirtschaftsweise ohne Atomkraft und konsequenter Klimaschutz. Wir kämpfen für einen Umbau der Energieversorgung, weg von zentralen, schwerfälligen Großkraftwerken, hin zu dezentralen, effizienten, flexiblen Anlagen auf Basis nachhaltiger erneuerbarer Energien. Wir streben eine Welt ohne Atomkraft und Plutoniumwirtschaft an.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein/e Referent/in und Campaigner/in für Energie und Klima.

 

 

 
 

Termine

 

Kundgebung: Stoppt Freihandelsabkommen für Konzerne!

Donnerstag, 8. Mai 2014, ab 11:00 Uhr
Vor der Münchner Vertretung der EU-Kommission, Bob-van-Benthem-Platz 1 Veranstalter: Umweltinstitut München e.V. und Agrarbündnis Bayern

Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission mit dem Handelsbeauftragten der USA über die größte Freihandelszone der Welt. Doch das TTIP bedroht Verbraucher- und Umweltschutzstandards. Gentechnik, Fracking, Wachstumshormone oder Chlor im Fleisch, eine unkritische Zulassung von Chemikalien, Klagerechte für international agierende Konzerne und transatlantische Expertengremien können wir nicht akzeptieren. Deshalb demonstrieren wir zur Europawoche vor der Vertretung der EU-Kommission in Bayern. Nach der Kundgebung übergeben wir einem Vertreter der EU-Kommission die von vielen Organisationen erarbeitete Resolution. Unsere Forderung ist klar: Brecht die Verhandlungen jetzt ab!

 

Demonstration: Stoppt den Saustall!

Samstag, 10. Mai 2014, ab 11:00 Uhr
Bahnhof Donauwörth

Europas größter Schweinezüchter, A. Straathof aus den Niederlanden, will im nordschwäbischen Donauwörth einen riesigen Stall für die Aufzucht von jährlich 75.000 Ferkeln bauen. Diese industrielle Form der Tierhaltung ist tierquälerisch und belastend für die NachbarInnen. Sie basiert auf dem Import von Eiweißfuttermitteln, häufig aus genmanipuliertem Soja. Die hohe Konzentration von Tieren an einem Ort belastet zudem das Grundwasser mit Stickstoff und Resten von Medikamenten.

Am 10. Mai demonstrieren wir daher mit AnwohnerInnen, Tier- und Umweltschutzvereinen sowie Bauern und Bäuerinnen in Donauwörth. Das Umweltinstitut München e.V. ist vor Ort mit einem Infostand vertreten.

Wir wollen ökologische und regionale Lebensmittel und keine Massentierhaltung mit importiertem Genfutter! In den letzten Jahren sind überall in Deutschland Bürgerinitiativen erfolgreich gegen den Neubau von Tierfabriken vorgegangen. Das kann uns auch in Bayern gelingen!

Weitere Infos zur Veranstaltung

 

Energiewende nicht kentern lassen!

Samstag, 10. Mai 2014, 13:00 Uhr
Kapelle-Ufer bis Marshallbrücke, Berlin

Die Energiewende ist in Gefahr! Die Regierung will den Zubau der Erneuerbaren Energien mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen ausbremsen. Dies ist Klientelpolitik für klimaschädliche Kohlekraftwerke und die angeschlagenen Energiekonzerne. Zudem droht damit eine neue Debatte um längere AKW-Laufzeiten.

Doch noch hat all dies nicht Gesetzeskraft. Wir haben noch Chancen die Energiewende zu retten: Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind jeweils gespalten in Freunde der Energiewende und Interessenvertreter der Konzerne. Und an der Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sind die Länder beteiligt. Etliche stehen der schwarz-roten Energiepolitik kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren.

Am 10. Mai demonstrieren wir daher mit zehntausenden Menschen in Berlin. Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen!

Wir protestieren zu Lande und zu Wasser. Auf dem Wasser sind viele mit allem was schwimmt unterwegs. Auf dem Land ziehen wir mit einem großen Demozug durch das Berliner Regierungsviertel und bilden links und rechts der Spree eine bunte Aktionskette. Land- und Wasserdemo treffen zu einem großen Happening zusammen – damit die Energiewende nicht kentert.

Weitere Infos zur Veranstaltung

 
 

Spenden
Nur mit Ihrer Hilfe können wir unsere unabhängige Forschungs- und Aufklärungsarbeit fortsetzen. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende! Hier können Sie bequem online spenden.

Natürlich können Sie auch auf unser Spendenkonto überweisen:
Umweltinstitut München e.V.
Kto. 8831101, BLZ 70020500
IBAN: DE70700205000008831101
BIC: BFSWDE33MUE
Bank für Sozialwirtschaft München

Spenden und Beiträge an das Umweltinstitut München e.V. sind steuerlich absetzbar und zwar bis zur Höhe von 20% Ihrer persönlichen Einkünfte.

Fördern
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Hier können Sie bequem online Fördermitglied werden.

Weiterempfehlen
Wenn Ihnen unser Newsletter gefällt: Empfehlen Sie uns weiter!
Einfach auf "Weiterleiten" drücken oder übermitteln Sie Ihren Freuden und Bekannten folgenden Link: www.umweltinstitut.org/newsletter

Anregungen
Anregungen und Kritik sind immer willkommen!
newsletter@umweltinstitut.org

© Umweltinstitut München e.V. · Landwehrstraße 64a · 80336 München · umweltinstitut.org