Donnerstag, 31. Juli 2014
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Gift im Garten:
Neuer Flyer zu Glyphosat

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

in Deutschland sind 84 glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel wie das Monsanto-Produkt 'Roundup' auf dem Markt zugelassen, 46 davon auch für den Haus- und Kleingartenbereich. Viele Menschen wenden diese Pflanzengifte völlig bedenkenlos und oftmals illegal an.

Hinzu kommt eine skandalöse Verkaufspraxis: Die Spritzmittel können problemlos über das Internet oder in Garten- und Baumärkten bezogen werden, häufig ohne jede Beratung. Dies führt dazu, dass Jahr für Jahr mehr als 40 Tonnen des gefährlichen Wirkstoffs in deutschen Gärten landen. Das könnte leicht vermieden werden, indem die Gifte für den Einsatz im Privatbereich verboten werden und der Verkauf an Privatpersonen eingestellt wird – ökologische Alternativen zum Spritzmitteleinsatz gibt es genug.

Mit unserem neuen Faltblatt "Gift im Garten" können Sie sich sowie Ihre Freunde und Bekannte über die Risiken von Glyphosat informieren und erfahren, welche ökologischen Maßnahmen der Unkrautbekämpfung es gibt. 

Hier können Sie unseren neuen Flyer bestellen:



CETA ist noch lange nicht Geschichte!

Am Wochenende gab Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bekannt, die Bundesregierung könne dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen CETA nicht zustimmen, da sein Investitionsschutzkapitel Konzernen Sonderrechte einräumt. In der Presse wurde daraufhin spekuliert, dass mit CETA auch das Abkommen TTIP zwischen EU und USA fallen könnte, weil es ebenfalls ein Investitionsschutzkapitel enthält.

Doch schon am Montag ruderte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums zurück: Ob die Bundesregierung dem Abkommen trotzdem zustimmt, sei noch nicht sicher.

Die öffentliche Debatte zeigt, dass unsere Kampagnen wirken: Die Bundesregierung steht mächtig unter Druck. Erst kürzlich beteiligten sich 32.000 Menschen mit Hilfe des Umweltinstituts an einem Konsultationsverfahren zu eben diesen Investitionsschutzkapiteln und sagten deutlich "NEIN!" dazu.

Es zeigt jedoch auch, dass wir unsere Kampagne gegen die Abkommen erst beenden können, wenn CETA abgelehnt ist und die TTIP-Verhandlungen endgültig abgebrochen sind. Wir müssen den Druck aufrechterhalten, damit die Abkommen wirklich scheitern. Machen Sie jetzt mit bei unserer Freihandel-Infokampagne und helfen Sie uns, TTIP und CETA zu verhindern!

 

 

Sie haben drei Möglichkeiten, sich an unserer Kampagne zu beteiligen: 

1.) Informationen verteilen

Auf jeden Aktionskarton kommt es an. Verteilen Sie die Flyer und Broschüren an Nachbarn und Kollegen, in den Bioläden, Kinos, Gaststätten, bei Veranstaltungen, im Verein, bei Stadtteilfesten und anderen Veranstaltungen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


2.) Einen oder mehrere Kartons spenden

Mit Ihrer Spende und Ihren Beiträgen ermöglichen Sie unsere Aufklärungsarbeit zu TTIP und CETA sowie die Durchführung der Europäischen Bürgerinitiative. Mit 30 Euro ermöglichen Sie den Versand eines großen Infopaketes.


3.) Fördermitglied werden

Unsere bundesweit erfolgreichen Kampagnen und die kontinuierliche Arbeit des Umweltinstitut München e.V. sind nur möglich durch die regelmäßigen Beiträge unserer Förderer. Jedes neue Fördermitglied erhält eine tolle Prämie aus unserem Programm.



Rettende Subventionen für die Kohle?

Nach der Reform ist vor der Reform: Nachdem mit der Novelle des EEG aus dem einstigen Erneuerbare-Energien-Fördergesetz eine Energiewende-Bremse geworden ist, steht für Sigmar Gabriel bereits das nächste Projekt an – die Kraftwerks-Reform.

Dabei sollen nach den Plänen der Bundesregierung auch klimaschädliche Kohlekraftwerke Subventionen erhalten, um durch die Bereitstellung von Kapazitäten die Versorgungssicherheit zu garantieren. Die könnte zwar auch auf andere Weise gewährleistet werden, beispielsweise durch flexible und deutlich emissionsärmere Gaskraftwerke. Doch die Betreiber der Kohlekraftwerke sehen in dem sogenannten Kapazitätsmarkt eine Chance, sich trotz ihrer veralteten Geschäftsmodelle zusätzliche Gewinne zu sichern, und das auf Kosten der privaten Stromverbraucher.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die in Großbritannien für Dezember geplante Einführung eines Kapazitätsmarkts vor allem alte Kohlekraftwerke begünstigen wird, die derzeit günstiger Strom erzeugen als effiziente Gaskraftwerke. Diese Kohlemeiler sind aber im Schnitt 42 Jahre alt und produzieren klimaschädlicher als alle anderen Stromerzeugungsanlagen. Daran sollte sich Deutschland kein Beispiel nehmen!

Lesen Sie mehr zum Kapazitätsmarkt und möglichen Alternativen auf unseren Energiewende-Seiten.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

 

Harald Nestler
Vorstand

 

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