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09.11.2017

EU-Kommission verliert sechste Glyphosat-Abstimmung in Folge

Die EU-Kommission ist heute zum sechsten Mal damit gescheitert, die Mitgliedstaaten für die Wiederzulassung des Herbizids Glyphosat zu gewinnen. Der Vorschlag, den Wirkstoff für fünf weitere Jahre zu genehmigen, fand keine qualifizierte Mehrheit.

Dazu Karl Bär, Referent für Agrarpolitik beim Umweltinstitut München: „Die EU-Kommission muss die Zeichen der Zeit endlich sehen. Sie hat keinen Rückhalt dafür, Glyphosat einfach wieder zu genehmigen. Sie muss jetzt einen Vorschlag für das Verbot des Ackergifts vorlegen.“

Die Kommission wird nun versuchen in einem Vermittlungsausschuss zu einer Einigung mit den Mitgliedstaaten zu kommen. Gelingt dies nicht, kann die Kommission im Alleingang entscheiden. Bereits am 15. Dezember endet die Zulassung von Glyphosat in der EU. Fällt bis dahin keine Entscheidung, läuft die Genehmigung des weltweit am häufigsten verwendeten Pestizids in Europa aus. Das Europäische Parlament und große Mitgliedstaaten wie Frankreich fordern ein Verbot von Glyphosat nach einer Übergangsphase. Die Kommission ignorierte diese Stimmen bisher jedoch ebenso wie die erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative, die ein sofortiges Verbot fordert.



Kontakt:
Umweltinstitut München
Landwehrstr. 64a
80336 München


Karl Bär
kb@umweltinstitut.REMOVE-THIS.org
Referent für Agrar- und Handelspolitik
Tel: 089 - 30 77 49 34

Fabian Holzheid
fh@umweltinstitut.REMOVE-THIS.org
Pressesprecher, Vorstand
Tel: 089 - 30 77 49 19