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25.10.2017

Umweltinstitut fordert schnelles Glyphosatverbot

Die EU-Kommission ist heute mit ihrem Vorschlag gescheitert, das Herbizid Glyphosat für weitere zehn Jahre zuzulassen. Wie schon im vergangen Jahr konnte sie keine ausreichende Mehrheit der Mitgliedstaaten für eine Wiederzulassung gewinnen. Die Abstimmung wurde daher erneut vertagt. Bereits gestern forderte das Europaparlament, den Wirkstoff bis spätestens 2022 zu verbieten.

„Das Scheitern der EU-Kommission und der Beschluss im Europaparlament sind eindeutige Zeichen: Die Zeit von Glyphosat ist vorbei“, kommentiert Karl Bär, Referent für Agrarpolitik beim Umweltinstitut München. „Die Zerstörung der Artenvielfalt, die Gefahren für unsere Gesundheit und das korrumpierte Zulassungsverfahren sind nicht akzeptabel. Das sehen auch immer mehr EU-Mitgliedsstaaten so.“

Die EU-Kommission wird nun voraussichtlich einen neuen Vorschlag mit einer kürzeren Zulassungsdauer erarbeiten, um doch noch eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung zu erreichen.

„Wir brauchen jetzt ein schnelles Glyphosatverbot in Europa. Jedes weitere Jahr Glyphosat ist eines zu viel. Ökologische Alternativen zu Glyphosat gibt es längst“, so Bär weiter. „Mit ihrem neuen Vorschlag muss die Kommission sicherstellen, dass der Ausstieg endgültig ist. Wenn Monsanto schon in wenigen Jahren eine erneute Zulassung beantragt, ist nichts gewonnen. Die Bundesregierung darf sich hier auf keine faulen Kompromisse einlassen.“
 

Kontakt:

Umweltinstitut München
Landwehrstr. 64a 
80336 München

Fabian Holzheid 
Pressesprecher, Vorstand 
fh@umweltinstitut.org 
Tel. 089 - 30 77 49 19 
Mobil: 0171 - 79 55 189

Karl Bär 
Referent für Agrarpolitik 
kb@umweltinstitut.org 
Tel: 089 - 30 77 49 34