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28.03.2017

Unterstützung für Pestizid-Verbot von Mals

In der Mailbox von Arno Kompatscher wird es eng: Seit vergangenen Donnerstag wandten sich bereits rund 13.000 Menschen an den Südtiroler Landeshauptmann. Sie fordern ihn per E-Mail auf, das Pestizidverbot der Gemeinde Mals nicht länger zu behindern und etwas gegen die Gifte in den Apfelplantagen zu unternehmen. Die Mails gehen auf eine Aktion des Umweltinstitut München zurück.

Das per Bürgerentscheid in Mals verabschiedete Pestizidverbot ist in ganz Deutschland auf Interesse gestoßen, weil umwelt- und gesundheitsbewusste Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde eine Vorreiterrolle zuschreiben. „Endlich ist da jemand, der aktiv gegen den massiven Pestizideinsatz in der Landwirtschaft vorgeht“, erklärt Karl Bär, Referent für Agrarpolitik am Umweltinstitut. „Das Malser Pestizid-Verbot zeigt, dass sich Bürgerinnen und Bürger gegen die Macht der großen Lobbys durchsetzen können.“

Umso größer ist die Verwunderung darüber, dass die Südtiroler Landesregierung und der Südtiroler Bauernbund Mals in seiner mutigen Entscheidung nicht unterstützen, sondern mit allen Mitteln bremsen. „Warum fährt die Landesregierung eine solche Verhinderungsstrategie, statt Mals als Vorreiter zu betrachten?“, fragt Bär. „Stellen Sie sich vor, ganz Südtirol wäre pestizidfrei. Das hätte einen gewaltigen Werbeeffekt für den Tourismus. Die Politik der Landesregierung ist dagegen bestens geeignet, Urlauber zu verschrecken. Dies zeigen uns auch viele Rückmeldungen.“

Mit seiner Kampagne wendet sich das Umweltinstitut nicht nur an die Landespolitik, sondern will auch der Gemeinde Mals seine Solidarität zeigen. „Die Malser sollen spüren, dass sie nicht alleine dastehen, sondern unsere volle Unterstützung haben“, erklärt Bär. „Wir sehen Mals als Vorbild für ganz Europa und wünschen uns noch viele weitere pestizidfreie Gemeinden.“

Zur Online-Aktion "Unterstützt die Pestizid-Rebellen von Mals!"

 

Kontakt:

Umweltinstitut München
Landwehrstr. 64a
80336 München

Karl Bär: kb@umweltinstitut.REMOVE-THIS.org
Referent für Agrar- und Handelspolitik
Tel: +49 89 30 77 49 34
Mobil: +49 176 10 09 41 26