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Energiewende

Wird Strom zum Luxusgut?

Wird Strom zum Luxusgut?

Die Strompreise für Privathaushalte steigen. Ist die Energiewende schuld an diesen Strompreissteigerungen? Und wie stark sind die Anstiege im Vergleich zu den Steigerungen bei den übrigen Lebenshaltungskosten?

Lebenshaltungskosten auf dem Prüfstand

Die Agentur für erneuerbare Energien hat errechnet, dass ein deutscher Musterhaushalt mit drei Personen im Schnitt 84 Euro und damit lediglich 23,4 Prozent der monatlich anfallenden Energiekosten für Strom ausgibt. Wesentlich größere Anteile haben Heizkosten (35,0 Prozent) und Mobilitätskosten (41,5 Prozent).

Die immer wieder thematisierte Bekämpfung der "Energiearmut" sollte sich vor allem auf diejenigen Energiekosten konzentrieren, die die größte Belastung für die Verbraucher darstellen. Und das sind zunächst nicht die Strompreise.

Auch die Preisentwicklung bei den unterschiedlichen Energiekosten verdient Beachtung: Die größen Preisanstiege mussten Haushalte bei den Heizkosten hinnehmen, nicht bei den Strompreisen.

Die Steigerung der EEG-Umlage, die noch nicht einmal den Erneuerbaren anzulasten ist, sondern sachfremden Faktoren, macht nur einen Bruchteil des jährlichen Energiekosten-Anstieges aus.

Das Argument vieler Politiker, der Bevölkerung seien die durch die Energiewende explodierenden Strompreise nicht mehr zuzumuten, ist damit doppelt verlogen: Am Anstieg der Haushaltsstrompreise sind die Energieversorger schuld, die die sinkenden Börsenpreise nicht an die Endkunden weitergeben. Ebenso verantwortlich ist die Politik, die sich weigert, effektiv gegen die ausufernden Industrieprivilegien vorzugehen.

Darüber hinaus nimmt sich der Anstieg der Strompreise im vergleich zu den sonstigen Energiekostensteigerungen geradezu bescheiden aus: Es sind die Preise für Heizöl und Kraftstoffe, die wirklich explodieren.

Strompreis als Konjunkturbremse?

Sind die faktischen Anstiege wirklich so dramatisch, wie Industrie und Energielobby uns suggerieren? Droht Deutschland eine "Deindustrialisierung" durch Abwanderung von Unternehmen?

Das Grantham Forschungsinstitut, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW und das französische IDDRI (Institut du développement durable et des relations internationales) haben in einer gemeinsamen Untersuchung herausgefunden, dass der wirtschaftliche Wettbewerb in Europa kaum in Zusammenhang mit den Energiepreisen steht. Bei einer großen Mehrheit der Unternehmen haben diese nur wenig Auswirkungen auf die Wahl des Standortes.

Insgesamt gibt das produzierende Gewerbe in Deutschland nur 1,6 Prozent des Unternehmenseinkommens für Energie aus. Lediglich in 8 Prozent der Fälle liegen die Kosten höher. Die Zahl der wirklich energieintensiven Betriebe, die zudem noch im internationalen Wettbewerb stehen, ist durchaus überschaubar.

Das Lamentieren der Industrieverbände über die inakzeptabel hohen Strompreise ist zudem noch vollkommen unbegründet: Der Strompreisindex des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) weist im Februar 2014 die niedrigsten Werte seit 2005 aus.

Stahlwerk

© Matthias Schulte / pixelio.de

Stand: Februar 2014
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