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Gentechnik

Basisinformationen

Manipuliertes Leben
Soja, onizu3d, Fotolia

© onizu3d / Fotolia

Fast die Hälfte der weltweit angebauten genmanipulierten Pflanzen sind Soja. Nach Deutschland kommt das genmanipulierte Soja als Futter für die Tiere.

Schon seit jeher wird mit Nahrungsmitteln Politik gemacht. Heute jedoch droht die gesamte landwirtschaftliche Erzeugung in die Hände weniger Großkonzerne zu geraten. Kontrolle beginnt beim ersten und wichtigsten Teil: dem Saatgut. Hier beherrscht der weltgrößte Gentechnikkonzern, die Firma Monsanto, ca. 25 Prozent des gesamten Weltmarktes. Ernährungssouveränität und demokratische Selbstbestimmung sind zunehmend gefährdet angesichts der aggressiven Einführung genmanipulierter Pflanzen und der Macht, die Patente auf transgene Pflanzen verleihen.

Gentechnik ist ein weiterer Schritt der agroindustriellen Landwirtschaft. Sie breitet sich in einigen Gebieten der Welt stark aus und hat sich zum Beispiel in Nord- und Südamerika bei einigen Pflanzenarten soweit durchgesetzt, dass es dort de facto keinen konventionellen Anbau mehr gibt.

Pollen oder Samen, vom Wind verweht, lassen sich nicht in einer „Rückholaktion“ wieder einsammeln, wenn sich schädliche Auswirkungen der Agro-Gentechnik zeigen. Gentechnische Verschmutzung ist bereits heute ein globales Problem, das gentechnikfrei wirtschaftende Bauern in ihrer Existenz bedroht. Bedroht ist auch die Wahlfreiheit der Verbraucher. Dabei lehnen 83 Prozent der Deutschen, ebenso wie die Mehrheit der europäischen Bauern und Verbraucher, Gentechnik in Lebensmitteln ab. Sie wollen keine Landwirtschaft, die gegen statt mit der Natur arbeitet und Bauern in die Abhängigkeit der Agrarkonzerne bringt.


Lesen Sie hier, was es mit den gentechnischen Verschmutzungen und deren Folgen für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher auf sich hat.

Zeitleiste
1973 Erste Genmanipulation bei Mikroorganismen
1980 Erster Gentransfer bei einzelnen Pflanzenzellen (mit Agrobacterium)
1983 Herstellung einer vollständig gentechnisch veränderten Pflanze in USA
1987 Erste Freisetzungen in den USA
1990 Erste Freisetzung in Deutschland (Petunien); deutsches Gentechnik Gesetz (GenTG) wird erlassen
1994 Transgene Anti-Matsch-Tomate (Flavr-Savr) auf dem Markt
1996/1997 erster Anbau von Gen-Soja ("Roundup Ready" von Monsanto), -Mais, -Raps und -Baumwolle in Nordamerika
1997 EU: erstmals wird Kennzeichnung von genmanipulierten Pflanzen vorgeschrieben (Novel-Food-Verordnung)
1998 EU: Moratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen
2001 EU: erlässt Richtlinie zur Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVOs)
2004 EU: Wiederaufnahme von Zulassungen genmanipulierter Organismen
2008 Gentechnikanbau in Europa fast ausschließlich in Spanien
2009 Erstmaliger Rückgang des Gentechnikanbaus in Europa durch Anbauverbot von MON810 in Deutschland
2012 Zwei Länder, die erstmals GVOs anbauen: Sudan/Baumwolle, Kuba/Bt-Mais
2013 EU: erster Antrag auf Freisetzung genveränderter Insekten (Olivenfliegen). Weltweiter Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen wird auf 175 Millionen Hektar beziffert.
2014 Bayern ist 5 Jahre Gentechnikanbau-frei
2015 USA: Erstmals Gentechnik-Tier ("Turbolachs") als Lebensmittel zugelassen
Was ist Gentechnik

Zwanzig Jahre nach der Entdeckung der DNA-Struktur durch James Watson und Francis Crick gelang es Wissenschaftlern in den USA im Jahr 1973 erstmals, fremde Erbsubstanz in Bakterien einzuschleusen. Diese Entdeckung erschien führenden Forschern als so gravierend, dass sie eine Konferenz in Asilomar/Kalifornien einberiefen. Dort wurde über ein freiwilliges Moratorium für die Anwendung der Gentechnik beraten. Es sollte gelten, bis die möglichen Folgen erforscht wären. Doch die skeptischen Forscher konnten sich nicht durchsetzen.

© Julian Schmidt , BASF, Fotolia

© Julian Schmidt , BASF, Fotolia

Gentechnische Methoden umfassen die Analyse von Erbanlagen, besonders aber deren Übertragung und Veränderung über Artgrenzen hinweg. Drastische Beispiele für diesen Eingriff sind Kartoffeln mit dem Giftgen von Skorpionen, Erdbeeren mit Frostschutzgenen von arktischen Fischen oder Salat mit Rattengenen zur Erhöhung des Vitamin C-Gehalts. Die Artgrenzen, die sich im Laufe der Evolution zwischen Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren und Menschen gebildet haben, werden durch die Gentechnologie bewusst durchbrochen.

Ein gentechnischer Eingriff hat daher nichts mit herkömmlicher Züchtung zu tun, wie oft behauptet wird: Bei traditionellen Methoden werden Pflanzen oder Tiere, die zu gleichen oder nah verwandten Arten gehören, nach den natürlichen Vererbungsregeln gekreuzt. Das Gentechnikgesetz unterscheidet daher klar zwischen Gentechnik und Züchtung. Ein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) wird dort definiert als „ein Organismus, dessen genetisches Material in einer Weise verändert worden ist, wie sie unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt“.

Bei der Manipulation am Erbgut werden fundamentale Steuerprozesse des Lebens verändert. Doch das wissenschaftliche Modell, auf dem die Gentechnik basiert, ist inzwischen überholt. Der Ansatz, nach dem das Genom eine Art Legobaukasten ist, in das man nach Belieben neue Gene einfügen kann, weicht der Gewissheit, dass die DNA als hochkomplexes Netzwerk funktioniert. Gene werden von einem zellspezifischen Informationssystem gesteuert, das ihnen sagt, wann und wie sie aktiv werden sollen. Selbst Wissenschaftler geben zu: Wir verstehen dieses System nicht gut. Gentechnische Eingriffe an Pflanzen sind daher ein Lotteriespiel mit unvorhersehbarem Ausgang.


Lesen Sie hier, was es mit neuen Gentechnik-Methoden auf sich hat und warum damit hergestellte Pflanzen "durch die Hintertür" auf unsere Äcker und Teller gelangen könnten.

Juni 2015
Infomaterial
1 / n

Manipuliertes Leben
Gentechnik - Heute jedoch droht die gesamte landwirtschaftliche Erzeugung in die Hände weniger Großkonzerne zu geraten.

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Alles manipuliert!
Die Lügen der Genlobby -
Lügen und Tatsachen auf einen Blick!

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Genpflanzen außer Kontrolle
Kontaminationen von Umwelt, Saatgut, Futter- und Lebensmitteln durch genmani-pulierte Pflanzen sind längst weltweit Realität.

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Genmanipulierte Bäume
Ohne großes Aufsehen hat es die Gentechnik-Industrie geschafft, Gen-Bäume in die Natur einzuschleusen.

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Terminator-Technologie
Saatgut im Fokus der Konzerne

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Verbraucher im Dunkeln
Gensoja in Fleisch und Milch - Kennzeichnung mit großen Lücken

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Genmanipulierte Tiere
Gentechnik bei Tieren ist auch aus ethischen Gründen nicht zu verantworten.

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Wir wissen nicht was wir tun
...aber wir fangen schon mal damit an.

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Riskantes Versteckspiel
Neue Methoden der Genmanipulation

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