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Das große Insektensterben

Wir retten unsere Insektenvielfalt!

Wir können etwas tun

Die wichtigsten Gründe für das Insektensterben sind menschengemacht. Die gute Nachricht dabei ist: Wir können die Ursachen daher auch beseitigen. Um das Insektensterben aufzuhalten, muss sich vor allem die Politik ändern und statt der Industrialisierung der Landwirtschaft eine ökologische Landwirtschaft fördern. Aber auch die einzelnen Bäuerinnen und Bauern können etwas tun. Lebensraum und Nahrung für Bienen und ihre wilden Verwandten können aber auch die Städte und Gemeinden sowie jedeR Einzelne mit einem Garten oder Balkon schaffen.

Was die Politik tun muss
  • Pestizide verbieten. Eine Landwirtschaft ohne Ackergifte ist möglich und nötig, um die fortschreitende Vergiftung von Menschen, Tieren, Boden und Wasser aufzuhalten. Insbesondere die Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide stehen in Verdacht, das Bienensterben zu fördern. Sie vollständig zu verbieten ist längst überfällig.
  • Blühpflanzen überall. Wenn sich die Politik nicht handelt, droht eine Aufspaltung der Landwirtschaft in intensiv genutzte, agrarindustrielle Landschaften auf der einen und ökologische Nischen auf der anderen Seite. Doch die Natur funktioniert nicht punktuell, sondern nur vernetzt. Es ist notwendig, dass überall Maßnahmen durchgesetzt werden, die die Artenvielfalt erhalten.
  • Ökolandbau fördern. Eine Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie, muss das Leitbild der Agrarpolitik sein. Das muss nicht neu erfunden werden, sondern besteht mit der ökologischen Landwirtschaft bereits.
Was die Landwirtschaft tun kann
  • Beim Mähen auf Bienen achten. Wenn blühende Wiesen oder Zwischenfrüchte gemäht werden, können zehntausende Bienen auf einem Hektar im Mähwerk verenden. Die Lösung dafür ist einfach: Nicht gerade zur besten Bienenflugzeit mähen.
  • Mit den ImkerInnen sprechen. Bei ImkerInnen aus der Umgebung können Bauern und Bäuerinnen erfahren, ob sie vielleicht mit kleinen Veränderungen etwas für die Bienen tun können.
  • Der Zeit voraus sein. Auch bevor die Politik eine ökologische Agrarwende für alle ermöglicht, können Bauern und Bäuerinnen ökologisch wirtschaften und auf Pestizide verzichten. Egal ob das bedeutet, die modernsten Erkenntnisse aus Ökologie und Technik zu nutzen, eigene Experimente zu machen oder sich bewusst dem Wettbewerb zu entziehen und stabil, aber extensiv zu wirtschaften - das macht mehr Freude als im Fahrwasser der Industrie "zu wachsen oder zu weichen".
Was Städte und Gemeinden tun können
  • Seltener mähen. Auf öffentlichen Grünflächen, beim sogenannten "Straßenbegleitgrün", auf Verkehrsinseln oder in Parks ist oft kurz gemähter Rasen das Ideal. Doch darin blüht wenig und es muss oft gemäht werden. Der erste Schritt für eine insektenfreundliche Kommune ist es, sich diese Arbeit zu sparen und seltener zu mähen.
  • Blüh- und Wildpflanzen anpflanzen. Auf solchen öffentlichen Grünflächen  können auch blühende Wildpflanzen ausgesät werden. Das freut nicht nur Insekten, sondern auch die Menschen. Für gezielte Anpflanzungen eignen sich besonders Arten und Sorten, die ohnehin in der Region heimisch sind. Nicht insektenfreundlich sind dagegen Zierpflanzen mit gefüllten Blüten, die keinen Pollen produzieren.
  • Auf Pestizide verzichten. Auch viele Städte und Gemeinden nutzen Pestizide, z.B. um Pflanzen abzutöten, die zwischen Pflastersteinen wachsen. Darauf kann verzichtet werden.
  • Lebensraum für Solitärbienen. Ungenutzte Stellen z.B. an Wegböschungen eignen sich, um Nistplätze für Wildbienen zu schaffen. Besonders engagierte Kommunen können einen Ort für ein "Wildbienenhotel" (siehe unten) bereitstellen.
  • Lichtverschmutzung vermeiden. Die Städte und Gemeinden sind für die Straßenbeleuchtung zuständig. Straßenlaternen in den verkehrsarmen Stunden der Nacht ganz abzuschalten und sie technisch so zu gestalten, dass sie nicht in den Himmel, in Gärten und die Landschaft strahlen, reduziert Lichtverschmutzung. Mit kommunalen Gestaltungs- oder Werbeanlagensatzungen können sie zudem die Beleuchtung von Gebäuden und leuchtende Reklame beschränken.
Was der einzelne tun kann
  • Blüh- und Wildpflanzen anpflanzen. Im eigenen Garten, auf dem Balkon und in Blumenkästen bieten heimische und ungefüllte Blühpflanzen eine Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Dazu sind sie auch für den Menschen schön anzusehen.
  • Auf Pestizide verzichten. Noch immer nutzen Menschen in Haus- und Kleingärten giftige Chemikalien, um Insekten, Pilze oder "Unkräuter" zu töten. Dies sollte dringend unterlassen werden. Zur Bekämpfung von Schädlingen und unerwünschtem Pflanzenaufwuchs gibt es genügend nichtchemische Alternativen.
  • Ein Wildbienenhotel aufstellen. Ein "Wildbienenhotel" besteht aus einem Holzrahmen, in dem hohle Äste, durchlöchertes Holz und Lehm Nistplätze für Solitärbienen und andere Insekten bieten.
Infomaterial
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Pestizide

Welche Gefahren von Pestiziden für Mensch und Umwelt ausgehen, erfahren Sie in diesem Flyer.

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Ackergifte? Nein Danke!

Die Aufkleber zur Kampagne für eine giftfreie Landwirtschaft.

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Glyphosat

Das meistbenutzte Pestizid der Welt

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Ackergifte? Bei Euch piept's wohl!

Aufkleber gegen Artenschwund durch Pestizide.

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Naturnahe Gärten

Wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

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Stummer Frühling

Wie wir das Bienensterben verhindern können.

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