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Feld- und Wiesenvögel sterben aus

Ausgezwitschert

Braunkehlchen

Braunkehlchen mit Insekt im Schnabel Foto: Marek Szczepanek

In Deutschland und Europa sinkt die Zahl der Vögel drastisch. Vogelarten, die in Agrarlandschaften leben, sind besonders betroffen. Die Zahl der Brutpaare in landwirtschaftlichen Gebieten ist in der EU zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen zurückgegangen. Das entspricht einem Verlust von 57 Prozent.

Fast drei Viertel der einheimischen Vogelarten der Äcker und Wiesen stehen auf der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands, 17 von 24 Arten sind mindestens gefährdet. In den letzten 30 Jahren hat beispielsweise der Bestand der

  • Kiebitze um 80 Prozent
  • Braunkehlchen um 63 Prozent
  • Uferschnepfen um 61 Prozent
  • Feldlerchen um 35 Prozent
  • Rebhühner um 84 Prozent abgenommen.

Insgesamt zeigen sich seit Ende der 1990er Jahre bei einem Drittel aller Vogelarten signifikante Bestandsabnahmen. Dabei werden die Verluste immer größer. In den zwölf Jahren von 1997 bis 2009 waren mehr Vogelarten betroffen als im gleichen Zeitraum der Jahre 1985 bis 1997. Während sich einige Arten auf sehr niedrigem Niveau stabilisieren, ist bei anderen kein Ende des Sterbens in Sicht. Sie drohen völlig zu verschwinden.

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Mai 2017
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