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Gründe für das Vogelsterben

Gründe für das Vogelsterben

Wenn wir vom Vogelsterben sprechen, so ist damit ein langfristiger Rückgang der gesamten Vogelpopulation und das (lokale oder komplette) Verschwinden von Arten gemeint, nicht der Tod eines einzelnen Vogels. In Deutschland machen nur 20 Arten mehr als 80% aller Vögel aus. 20% aller Vögel in Deutschland sind Amseln und Buchfinken. Viele andere der rund 250 heimischen Vogelarten sind vom Aussterben bedroht.

Die wichtigsten Gründe für das Vogelsterben sind:

  • Fehlender Lebensraum: Vögel brauchen Orte zum brüten, um sich vor Feinden zu verstecken und Nahrung zu suchen. Besonders gefährdet sind deshalb zum Beispiel Arten, die am Boden in Wiesen und Feldern brüten, weil die intensive Landwirtschaft darauf keine Rücksicht nimmt. Auch Arten, die totes Holz oder Hecken brauchen, finden davon immer weniger.
  • Nahrungsmangel: Vögel ernähren sich von Pflanzen und deren Samen, Insekten, Wasserlebewesen oder, im Fall von Greifvögeln, auch von Säugetieren und kleineren Vögeln. Wo Pestizide und fehlender Lebensraum die Insekten wie Schmetterlinge oder Hummeln verschwinden lassen, verschwinden auch Vögel. Wo es kaum Kräuter, Stauden und Hecken gibt, wo Gewässer in schlechtem biologischen Zustand sind und das Bodenleben unter Verdichtung und Giften leidet, finden sie immer weniger Nahrung.
  • Ackergifte: Sowohl der Nahrungsmangel als auch die Zerstörung von Lebensräumen ist eng verbunden mit Pestiziden. Diese Gifte treffen die Vögel aber auch direkt. Sie nehmen Nahrung und Wasser zu sich, das mit Pestiziden belastet ist. Je weiter oben sie in der Nahrungskette stehen, umso höher ist das Risiko, dass sich Gifte anreichern und Schäden verursachen.
Stabile Populationen halten vieles aus

Diese Faktoren, die ihre Ursachen in der Landwirtschaft, aber auch in Gärten und Sieglungsflächen haben, sind deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie die Lebensgrundlagen der Tiere zerstören. Den Tod auch einer großen Zahl von Individuen könnte die Natur ausgleichen, indem die verminderte Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum in den folgenden Generationen wieder zu einem Anstieg der Population führt. Die andauernde und großflächige Zerstörung der Lebensgrundlagen aber lässt sich nicht kompensieren.

Ist eine Art jedoch ohnehin schon stark dezimiert, werden die genetische Vielfalt und das Verbreitungsgebiet immer kleiner. Damit sinkt die Möglichkeit, auf Katastrophen zu reagieren und Zufälle gewinnen an Bedeutung.

Faktoren, die einzelne Tiere töten, sind daher anders zu bewerten als die oben genannten Gründe für das Vogelsterben. Solche Gründe sind zum Beispiel:

  • Vogelschlag im Straßenverkehr, an Glasscheiben, Gebäuden, Funkmasten, Windrädern oder in Stromleitungen,
  • die Jagd nach Zugvögeln, die in Italien und Malta an manchen Orten als Tradition entgegen europäischem Recht weiter praktiziert wird, oder illegal gefangene Singvögel und
  • die Jagd nach Vögeln durch Haustiere. Katzen, die von Menschen umsorgt werden, sind anders als Greifvögel oder Wildkatzen nicht von einem Nahrungsmangel betroffen, wenn der Bestand ihrer Beute zurückgeht.
Zusätzlicher Stress durch den Klimawandel

Der Klimawandel bedeutet einen großen Stress für die gesamte Natur. Vögel haben gegenüber Pflanzen und anderen Tieren den Vorteil, dass sie sehr mobil sind und in andere Regionen ausweichen können. Es ist schon heute wahrnehmbar, dass Zugvögel auf das sich erwärmende Klima reagieren und zu anderen Zeiten zu anderen Orten aufbrechen oder gleich ganz in ihren sommerlichen Brutgebieten bleiben. So bedeutet ein Rückgang einer Population in einem Gebiet nicht unbedingt, dass sie ausstirbt. Es kann auch sein, dass die Tiere an anderen Orten sind.

Doch die Anpassung an den Klimawandel ist in vielen Fällen schwieriger. Denn der Klimawandel wirkt auf ganze Ökosysteme und damit auch auf den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage der Vögel. Je spezialisierter die Lebensweise einer Art ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie nicht ausweichen oder sich anpassen kann, wenn sich ihre Lebensumstände ändern.

Insbesondere in Kombination mit der großflächigen Zerstörung ihrer Lebensräume und dem Verschwinden ihrer Nahrungsgrundlage kann der Klimawandel auch für Vögel ein Problem werden. Populationen, die bereits in der Vergangenheit extrem geschrumpft sind, sind davon besonders betroffen.

Mai 2017
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