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Bedrohte Vielfalt

Die wilden Verwandten der Honigbiene

Nicht nur Honigbienen bestäuben

Die vom Menschen gehaltenen Honigbienen sind nicht die einzigen Insekten, die Pflanzen bestäuben. Die Honigbiene (Apis mellifera) hat sehr viele wilde Verwandte. Alleine in Deutschland sind 561 Arten aus der Familie der Bienen (Apidae) heimisch. Dazu gehören sowohl verschiedene Arten von Hummeln und Wespen, die ebenfalls Staaten bilden, als auch Sand- und Mauerbienen, die einzeln leben. Doch schon 37 dieser Arten gelten als komplett ausgestorben, sehr viele andere sind stark bedroht oder so schlecht erforscht, dass sich wenig über den Zustand der Populationen aussagen lässt.

Von diesen Verwandten der Bienen sind nicht alle Bestäuber - manche leben zum Beispiel auch parasitisch. Als Bestäuber von Pflanzen treten jedoch auch Schmetterlinge, Nachtfalter oder Schwebfliegen auf, die nicht zur Familie der Bienen gehören.

Ökologische Vielfalt ist effektiv und stabil
Die Rotpelzige Sandbiene

Die Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva) gilt nicht als gefährdet
© CriSes / Fotolia

Eine im Sommer 2014 erschienene Studie der Georg-August-Universität Göttingen zeigte, dass die Bestäubung effektiver funktioniert, je mehr verschiedene Insektenarten die Blüten anfliegen. Wenn die Landwirtschaft sich ausschließlich auf die Honigbiene verlässt, ist die Ernte geringer, als wenn wilde Bienen und Hummeln an der Bestäubung beteiligt sind. Zudem sind die wilden Bestäuber als Rückversicherung dringend notwendig, falls die Bienenbestände regional plötzlich sehr stark zurückgehen.

Vielfalt in Gefahr

Doch die Zahl und die Vielfalt der Insekten geht deutlich zurück. Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Nachtfalter und Schwebfliegen leiden ebenso wie die Honigbienen unter Pestiziden, dem Klimawandel und blütenlosen Agrarlandschaften.

Während ImkerInnen sich um den Lebensraum der Honigbienen sorgen und ihnen Bienenstöcke als Wohnraum bereitstellen, gibt es für die wilden Verwandten ein weiteres Problem: Die Zerstörung ihrer Lebensräume. Viele Solitärbienen, die keine Staaten bilden, brauchen Löcher in totem Holz oder unbewachsene, sandige Stellen am Boden, um ihre Nester zu bauen. Mehr noch als die Honigbienen sind sie auf wilde Pflanzen und sogenannte "Unkräuter" angewiesen, um sich zu ernähren.

Manche dieser Pflanzen sind umgekehrt auf bestimmte Arten von Wildbienen spezialisiert und können nicht von allen Bestäubern bestäubt werden. So kann zum Beispiel das Schmetterlings-Knabenkraut (Orchis papilionacea) nur von Solitärbienen der Gattung Eucera und einigen Wespen der Gattung Nomada bestäubt werden. Wo es diese Insekten nicht mehr gibt, wird es auch die Orchidee nicht mehr geben.

Die Entwicklung einer immer stärker industrialisierten Landwirtschaft zerstört immer mehr der natürlichen Artenvielfalt. Dabei ist es gerade diese Vielfalt, die Agrarökosysteme effektiv und dauerhaft stabil macht.

Lesen Sie hier, wie Honigbienen und ihre wilden Verwandten die Ernte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen erhöhen.

März 2015
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1 / n

Stummer Frühling
Wie wir das Bienensterben verhindern können

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