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Pestizidrückstände

Urinale: Urin von über 2000 TeilnehmerInnen auf Glyphosat getestet

Glyphosat, das meistverkaufte Pflanzengift der Welt, ist in aller Munde – und auch im Urin? Um das herauszufinden hat unser Kooperationspartner »Ackergifte? Nein, danke!« die Aktion „Urinale“ durchgeführt.

Bundesweit fanden dazu in vielen Städten Urinale-Veranstaltungen statt, bei denen BürgerInnen die Möglichkeit hatten, ein Urinprobenset zu erhalten und es mit nach Hause zu nehmen. Der Urin konnte dann zusammen mit einem Fragebogen bei dem kooperierenden Labor eingereicht werden. Der Zeitraum erstreckte sich bis Ende Oktober 2015. Außerdem konnte man sich die Urinsets auch nach Hause schicken lassen und bis Ende November einsenden.

Die Untersuchungen der Urinproben deuteten darauf hin, dass nicht nur LandwirtInnen Glyphosat in ihrem Körper haben, sondern auch Menschen, die nicht beruflich mit Glyphosat Kontakt haben.

Im Rahmen der »Urinale« haben insgesamt 2011 BürgerInnen aus Deutschland ihren Urin untersuchen lassen. In 99,6% der Proben war Glyphosat nachweisbar (2001 Proben). Die Glyphosatbelastung lag bei 79 Prozent der TeilnehmerInnen 5 bis 42fach über dem Rückstandshöchstwert für Pestizide im Grundwasser (0,1 Nanogramm/Milliliter). Nur 8 Proben (0,4 %) lagen unter der Nachweisgrenze des angewendeten Testverfahrens.

Hier können Sie die Ergebnisse der Urinale einsehen

Die Urinale-Untersuchung bestätigt damit die Ergebnisse einer Studie des Umweltbundesamtes, wonach ein großer Teil der Bevölkerung Glyphosat im Urin hat.

Um das Gesundheitsrisiko erstmals sicher beziffern und die Forderung nach einem Verbot von Glyphosat wissenschaftlich einwandfrei begründen zu können, soll nun eine ausreichend große Datenbasis geschaffen werden. Das BfR und der zuständige Bundesminister Schmidt sehen bisher keinen Anlass zu einem Verbot von Glyphosat – und das, obwohl die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Stoff als „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ eingestuft hat und ihn außerdem als erbgutschädigend bezeichnet. 

Über 115.000 Menschen beteiligten sich außerdem an unserer E-Mail Aktion für ein Verbot von Glyphosat!

Fragen und Antworten

März 2016
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