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Statt WLAN: Powerline

Stromnetz senkt Strahlung

Neben Schnurlostelefonen strahlt WLAN in vielen Wohnungen oft stärker als die Mobilfunk-Antenne von Nachbars Dach. Dann auch WLAN muss schließlich durch Wände dringen. Der Elektrosmog verschwindet weitgehend, wenn die Signale statt per Funk via Kabel übertragen werden. Für den Computer heißt das: WLAN durch Kabel ersetzen.

Wer kein Netzwerkkabel verlegen will, kann auch die Stromleitung nutzen, um die Signale zu übertragen. Powerline-Adapter (auch PLC, Homeplug, dLAN; PowerLAN oder Internet-Adapter genannt) können nach bisher vorliegenden Informationen (Berufsverband deutscher Baubiologen, 2012) eine strahlenreduzierte, jedoch nicht strahlenfreie Alternative für die Fälle sein, in denen keine Kabel verlegt werden können. Die Geräte sind einfach zu installieren und im Computer-Fachhandel sowie gelegentlich auch im Lebensmittel-Discounter erhältlich.

Computersimulation der Strahlenbelastung in einer Wohnung mit Mobilfunk als dominierende Strahlenquelle (gute Funkversorgung). Verschiedene Wandmaterialien: Hellgrau: kaum abschirmende Leichtbauwand, grau: massives Mauerwerk, schwarz: gut abschirmender Beton.

Zum Mobilfunk kommen ein WLAN-Internetanschluss und ein Computer mit WLAN hinzu. Der hausgemachte Elektrosmog ist kräftiger als der Mobilfunk. Beide Grafiken wurden mit einem vereinfachten Rechenmodell erzeugt.

Bayerischer Landtag appelliert: Schulen sollen auf Kabelnetzwerke zurückgreifen

Nach einer Empfehlung des Bayerischen Landtags vom 22. März 2007 sollen Schulen auf drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) verzichten. Das ist das Ergebnis einer Anhörung vom vergangenen Dezember, an der auch das Umweltinstitut München beteiligt war. Der Bildungsausschuss des Landtags appelliert an Schulen, auf kabelgebundene Netzwerke zurückzugreifen. Dadurch sollen mögliche, durch Strahlung bedingte Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden, so die Begründung. Neben der Vernetzung von Computern dient WLAN als schnurloser Internet-Zugang für den PC daheim oder etwa in Hotels.

In der Antwort auf eine Anfrage der Grünen vom 23.07.2007 empfiehlt die Bundesregierung die Vermeidung von WLAN: „Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, d. h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.“ Quelle: Bundestagsdrucksache 16/6117 Auch die Europäische Umweltagentur (EEA) warnt nach der Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Berichts am 17. September 2007 eindringlich vor den Gefahren hochfrequenter Strahlung, wie sie beispielsweise durch W-LAN-Netzwerke oder Mobilfunk ausgesendet wird: „Die aktuelle Forschung und die Analyse der Langzeiteffekte der Strahlung von mobiler Telekommunikation zeigen, dass es umsichtig von den Gesundheitsbehörden wäre, Maßnahmen zu treffen, um vor allem empfindliche Gruppen wie Kinder der Strahlung weniger stark auszusetzen“, sagt Jacqueline McGlade, geschäftsführende Direktorin der Europäischen Umweltagentur.

In der Resolution Nr. 1815 vom 27.05.2011 empfiehlt der Europarat für Schulen ebenfalls möglichst kabelgebundene Netze. Der Beraterkreis für Schulrechner am Bayerischen Kultusministerium empfiehlt in seinem Votum 2013 zur IT-Ausstattung von Schulen, bei ortsfesten Computern (z.B. im Rechnerraum) in der Regel eine kabelgebundene Lösung vorzuziehen.

Hans Ulrich September 2015
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Mobilfunk-Strahlung
Elektrosmog: Wie kann ich vorsorgen?

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