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Atommüll

Die meisten Menschen denken bei Atommüll nur an die abgebrannten Brennelemente aus einem Atomkraftwerk. Dabei fällt während der ganzen vorgelagerten Prozesskette, vom Uranabbau über die Urananreicherung bis zum Einsatz der Brennelemente im Atomkraftwerk, radioaktiver Müll an. Strahlende Abraumhalden und giftige Schlämme aus Uranabbau und -aufbereitung verbleiben  meist ungeschützt vor Ort unter offenem Himmel, auch dann noch, wenn die Minen längst geschlossen sind. Bei der Uran-Anreicherung fallen hunderte von Tonnen abgereichertes Uran an in Form von Uran-Hexafluorid, eine aggressive Flüssigkeit, die ebenfalls oft ungeschützt in Fässern gelagert wird. Etliche Fässer wurden in der Vergangenheit gern ins russische Ausland verbracht, wo sie früher oder später auf offenem Gelände rosten und lecken und das Grundwasser verseuchen. Die größten Volumenteile von radioaktiven Abfällen fallen schließlich beim Rückbau von stillgelegten Atomanlagen und -meilern an.

Ein Atomkraftwerk produziert im Mittel jährlich rund 30 Tonnen, bei einer Laufzeit von beispielsweise 40 Jahren somit etwa 1200 Tonnen hochradioaktiven Müll. Aufgrund der langen Halbwertszeiten einiger radioaktiver Inhaltsstoffe behalten sie ihre gefährlichen Eigenschaften über sehr lange Zeiträume – teilweise über Millionen von Jahren. Für den sicheren Einschluss der Radioaktivität über diese unvorstellbaren Zeiträume benötigt man ein geeignetes Endlager in tiefen geologischen Schichten.

Castor-Transport

© de.indymedia.org

Die Wiederaufarbeitung der abgebrannten Brennelemente hat die Atommüllproblematik bislang weder entschärft noch die Mengen an Atommüll verringert. Mit dem Umwandlungsprozess hat man nur die Zeit bis zur Endlagerung hinausgeschoben. Am Ende muss der gesamte radioaktive Müll dennoch in einem Endlager sicher verwahrt werden. Nach 60 Jahren Atomstrom-Erzeugung gibt es jedoch weltweit noch kein einziges betriebsbereites Endlager für hoch radioaktive Abfälle. Und da es ein wirklich sicheres Endlager nie geben wird, ist es höchste Zeit, die Atommüll-Produktion endlich zu stoppen.

Stand: März 2014
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