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Atomwaffen

Zivil-militärische Verflechtung

Nachdem die ersten Atombomben in Hiroshima und Nagasaki der Weltöffentlichkeit ihre verheerende Wirkung gezeigt haben, bemühten sich die USA um Schadensbegrenzung. Unter dem Motto „Atoms for Peace“ eröffnete der US-amerikanische Präsident Eisenhower Anfang der 1950er Jahre allen Staaten die Möglichkeit, an der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie teilzuhaben und an nukleares know-how zu gelangen.

Doch Jahre später begannen die USA die Folgen ihrer Atom-Politik zu erkennen: Die begünstigten Länder verfolgten mit der neuen Technik nicht nur friedliche Absichten. Die Gier nach der Bombe war groß: Unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung starteten einige Atomwaffenprogramme.

Bis Anfang 1967 waren fünf Staaten im Besitz der Atombombe: USA, Frankreich, Großbritannien, China und die damalige Sowjetunion. Damit keine weiteren Atomstaaten entstehen, wurde Ende der 1960er Jahre der Nichtverbreitungsvertrag für Kernwaffen (NPT, Non-Proliferation-Treaty), besser bekannt als Atomwaffensperrvertrag geschaffen. Gleichzeitig verpflichteten sich die fünf Atomwaffenstaaten, über ein Ende des Wettrüstens und eine vollständige nukleare Abrüstung zu verhandeln.

Atomsprengkopf

© Kolago / Fotolia.de

Obgleich die meisten Staaten dem Nichtverbreitungsvertrag beigetreten waren, konnte nicht verhindert werden, dass weitere Nationen in den Besitz der Atombombe kamen. Indien und Pakistan haben es vorgeführt, Israel gilt seit Ende der 1960er Jahre als Atomwaffenstaat, obwohl die Regierung es bis heute weder bestätigt noch dementiert hat. Nordkorea hat Anfang 2005 erklärt, dass es im Besitz der Bombe sei, den Beweis dafür aber bislang nicht erbracht. Und dem Iran wird seit langem unterstellt, ein Atomwaffenprogramm zu verfolgen.

Die so genannte Dual-Use-Problematik der Atomtechnik wird sich nicht entflechten lassen. Wer die zivile Atomtechnik fördert, öffnet zwangsweise Tür und Tor für Atomwaffenprogramme. Proliferation, der Handel und die Weiterverbreitung von waffenfähigem Material, ermöglicht nicht nur den illegalen Bau von Atomwaffen sondern auch Terrorangriffe mit so genannten schmutzigen Bomben, Bomben mit radioaktivem Inhalt.

Die wenig ambitionierte Abrüstung des Waffenarsenals der Atomwaffenstaaten trägt dazu bei, dass einige Staaten Atomwaffenprogramme weiterhin als begehrenswert erachten. Atomwaffen als Faustpfand gegen mögliche Angriffskriege.

Stand: März 2014
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