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Radioaktivitätsmessungen

Pilze und Lebensmittel

Waldprodukte

Auch heute noch sind in den durch Tschernobyl-Fallout belasteten Regionen, wie z.B. im Münchner Umland oder in den Alpen, in Wildpilzen und anderen Waldfrüchten hohe Werte an künstlicher Radioaktivität nachweisbar. Im Waldboden ist das Cäsium für die Pflanzen verfügbar, weil es nicht wie im Ackerboden an Tonminerale fixiert ist. Dieser Effekt wird durch den Nährstoffkreislauf im Wald (das Pflanzenmaterial verrottet vor Ort) noch verstärkt. Da sich die Belastung aufgrund der Langlebigkeit von Cäsium-137 (Halbwertszeit 30 Jahre) derzeit nur allmählich ändert, kann ein Blick in die Messergebnisse des letzten Jahres wichtige Informationen liefern.

Warum das so ist, können Sie in unserer Broschüre "Pilze und Wild - Tschernobyl noch nicht gegessen" nachlesen.

Kostenlose Messungen von Pilzen, Waldbeeren und Wild werden von August bis Oktober angeboten. Dieses Angebot richtet sich an Privatpersonen.

Bitte beachten Sie: In der Saison 2017 haben wir sehr viele Proben zugesandt bekommen. Wir freuen uns über das Interesse, können aber aktuell keine weiteren Proben annehmen!

Mindestens 250 Gramm pro Pilz-, Beeren- oder Wildfleischsorte werden für eine Messung benötigt. Die Proben müssen sortenrein sein (keine Mischpilze!) und sollen möglichst genaue Angaben über Herkunft und Funddatum enthalten (siehe Probenblatt).
Sie können während der Öffnungszeiten des Umweltinstituts München in der Landwehrstraße 64a abgegeben oder feuchtigkeitsdicht verpackt per Post geschickt werden.
Das Ergebnis wird Ihnen nach der Messung per e-mail mitgeteilt.

Bitte senden Sie Ihre Probe immer mit dem ausgefüllten Probenblatt ein.

Diese Untersuchungen kosten viel Geld, mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass wir solche Aktionen durchführen können!

 

 

 

Richtwertempfehlungen

In den Ländern der Europäischen Gemeinschaft (EG) gilt für Lebensmittel zur Zeit ein Grenzwert für die Cäsium-Gesamtbelastung von 600 Becquerel pro Kilogramm. Für Milch und Säuglingsnahrung beträgt dieser Wert 370 Becquerel pro Kilogramm.

Unabhängige Experten rieten auf der Grundlage der Bestimmungen der Strahlenschutzverordnung von 1976 zu Nahrung mit höchstens 30 bis 50 Becquerel pro Kilogramm Cäsium-Gesamtaktivität für Erwachsene und mit höchstens 10 bis 20 Becquerel pro Kilogramm für Kinder, Stillende und Schwangere. Dabei wurde von einem Anteil von ein Prozent Strontium-90 bezogen auf den Aktivitätsgehalt an Cäsium-137 in Nahrungsmitteln ausgegangen. Der tatsächliche Strontiumgehalt in der Nahrung liegt jedoch höher, wie Untersuchungsergebnisse zeigen. Deshalb und wegen Unsicherheiten bei den Bewertungsgrundlagen wird jetzt meist nur noch bis zu fünf Becquerel pro Kilogramm Cäsium-Gesamtaktivität als Höchstwert für Kindernahrung empfohlen.

Generell gibt es keine Grenze, unterhalb derer Radioaktivität ungefährlich wäre. Deshalb gilt das Minimierungsgebot: So wenig Radioaktivität wie möglich aufnehmen!

Probenblatt zum Ausdrucken - Bitte zusammen mit Probe einschicken!

Probenblatt

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