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Schwere Störfälle weltweit

Piktogramm

© James Blacklock / Fotolia.de

Atomkraftwerke wurden für eine Lebensdauer von 30 – 40 Jahren konzipiert. Mehr als die Hälfte der heute laufenden Meiler sind bereits älter als 30 Jahre, 15 Prozent sogar schon älter als 40 Jahre.  

Die in die Jahre gekommenen Meiler erreichen trotz Nachrüstungen keine ausreichenden Sicherheitsstandards. Gegen Einwirkungen von außen sind sie nicht oder nur unzureichend geschützt. Zudem bedeutet Alterung Abnutzung und Veränderung der verwendeten Materialien. Hohe Temperaturen, starke mechanische Belastungen, eine chemisch aggressive Umgebung und die ständige Neutronenbestrahlung aus der Kernspaltung wirken auf sicherheitstechnisch entscheidende Bauteile. Mit Korrosion, Versprödung, Rissbildung an Oberflächen oder an Schweißnähten auch bei zentralen Komponenten ist zu rechnen. Wer über längere Laufzeiten von bis zu 60 Jahren nachdenkt, muss davon ausgehen, dass sich all diese Aspekte verstärken werden.

Fukushima

© Andreas Kinski / pixelio.de

Die Geschichte der Atomenergie  zeigt, dass Unfälle mit radioaktiver Freisetzung, sei es in Atomkraftwerken oder sonstigen Atomanlagen, nicht auszuschließen sind. Schwere Unfälle wurden in den Atomanlagen Majak in der ehemaligen Sowjetunion oder Windscale in Großbritannien (heute Sellafield), über viele Jahre vertuscht oder heruntergespielt. Erst die Atomunfälle in Harrisburg, USA, und insbesondere in Tschernobyl haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt und die Risiken der Atomkraft ins Bewusstsein gebracht. Ein Unfall wie in Tschernobyl könne in westlichen Reaktoren nicht passieren, beteuerte damals die Atomlobby. Dennoch stagnierte nach der Tschernobyl-Katastrophe der weitere Ausbau der zivil genutzten Atomenergie.

Kühlturm

© Markus Büchler

Erstmals mit der Katastrophe von Fukushima fand auch bei politischen Entscheidungsträgern ein Umdenken statt: Ein schwerer Atomunfall in einem bevölkerungsreichen Industrieland mit westlichen Standards war passiert. In Deutschland wurden daraufhin die sieben ältesten Atomkraftwerke und der Pannenmeiler Krümmel sofort abgeschaltet, für die verbliebenen neun Reaktoren wurden individuelle Restlaufzeiten festgelegt. Und obwohl die Lage in Fukushima nach drei Jahren immer noch nicht unter Kontrolle ist, hält die Atomlobby an der Risikotechnologie fest und fordert gar den Ausbau der Atomstromproduktion.  

Das Risiko schwerer Unfälle kann auch mit neuen, angeblich inhärent sicheren Reaktoren der III. und IV. Generation nicht ausgeschlossen werden. Deshalb gibt es zum kompletten Atomausstieg keine Alternative.

Stand: März 2014
Infomaterial
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Strahlende Zukunft?
Schrottmeiler, Neubauprojekte und Subventionen: Ein Überblick über die Atomkraft in Europa

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Hand in Hand -
Die zivile Atomstromproduktion liefert wichtige Elemente für den Waffenbau.

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Krebs durch AKW
Das Krebs- und Leukämierisiko nimmt mit der Nähe zu Atomkraftwerken signifikant zu.

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Giftige Geschäfte fürs AKW
Wer die Atomkraft als „saubere Energieerzeugung“ anpreist, blendet den Pfad von Uranabbau bis hin zur Endlagerung des Atommülls aus.

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Der atomare Müllberg
Nirgendwo auf der Welt gibt es ein betriebsbereites Endlager für hochradioaktive Abfälle.

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