Facebook .
Twitter .
Menü
Home  trenner  Themen  trenner  Radioaktivität  trenner  Terror und Katastrophenschutz

Terror- und Katastrophenschutz

THW

© Ulrike Karow / pixelio.de

Über Sinn und Unsinn von Katastrophenschutz wurde schon viel diskutiert. Aber niemand kann vorhersagen, wie sich die Bevölkerung bei einer atomaren Katastrophe verhalten wird. Ein Verkehrschaos wird nicht zu verhindern sein, wenn, wie prognostiziert, die meisten Menschen in einem betroffenen Gebiet auf eigene Faust im Auto die Flucht ergreifen. Gleichzeitig müssen die Helfer und Evakuierungsfahrzeuge in das Gebiet hineinkommen können. Auch werden Personen von außerhalb versuchen, zu ihren Familien zu gelangen. Mit einer Ausfallquote unter den Ärzten, Apothekern und Hilfskräften ist ebenfalls zu rechnen, da sie lieber sich und ihre Familien in Sicherheit bringen wollen.

Die Katastrophenplanung ging bislang von der Annahme aus, dass zwischen Störfallbeginn und Kernschmelze mehrere Tage vergehen und somit eine Evakuierung vorbereitet und geregelt durchgeführt werden kann. Atomunfälle durch Flugzeugabsturz oder Terrorangriffe waren wegen ihrer geringen Wahrscheinlichkeit nicht in die Planung einbezogen. In so einem Fall bleiben unter Umständen aber nur zwei bis vier Stunden bis zur Kernschmelze. Ein so kurzer Zeitrahmen lässt eine geregelte Evakuierung der Bevölkerung nicht zu. Auch eine rechtzeitige Ausgabe von Jod-Tabletten zur Blockade der Schilddrüse wäre nicht durchführbar.

Bundesamt für Strahlenschutz

© Torsten Bogdenand / pixelio.de

Nach Fukushima kam ein neuer, bis dahin gar nicht bedachter Aspekt dazu: nämlich dass sich die radioaktive Freisetzung nach einem Atomunfall auch über einen längeren Zeitraum hinziehen kann. Wechselnde Wetterbedingungen und Windrichtungen erfordern völlig andere Schutzgebiete als die bislang festgesetzten, starren Radien bis zu 25 km um die Atomkraftwerke. Diese sollen jetzt bis auf 100 km ausgeweitet werden, so dass damit auch Großstädte einbezogen werden. Bei einem Unfall in Isar 2 z.B. wäre auch München eingeschlossen.

Dass der Katastrophenschutz verbessert werden muss, ist einhellige Meinung. Studien belegen die derzeitigen Mängel, weshalb die Strahlenschutzkommission nun, drei Jahre nach Fukushima, neue Empfehlungen im Falle von Atom-Katastrophen abgegeben hat. Zuständig für den Katastrophenschutz und die Umsetzung der Empfehlungen sind die Innenminister der Länder. Doch auch ein verbesserter Katastrophenschutz bietet keine ausreichende Sicherheit: Im Ernstfall sind die Menschen ohne Hilfe. Allein deshalb ist jeglicher Weiterbetrieb von Atomkraftwerken unverantwortlich.

Lesen Sie dazu ein Interview mit Karin Wurzbacher "Dann ist alles Makulatur"

Informationen zur Jodvorsorge finden Sie hier

Stand: März 2014
Infomaterial
1 / n

Strahlende Zukunft?
Schrottmeiler, Neubauprojekte und Subventionen: Ein Überblick über die Atomkraft in Europa

Download (PDF, 356 kB)

Flyer bestellen

AKW - Kein Klimaretter
Ein Festhalten an der Atomkraft beschleunigt die Klimakatastrophe nur, anstatt sie aufzuhalten.

Download (PDF, 297 kB)

Flyer bestellen

Hand in Hand -
Die zivile Atomstromproduktion liefert wichtige Elemente für den Waffenbau.

Download (PDF, 314 kB)

Flyer bestellen

In Wahrheit ist alles gelogen.
Die Lügen der Atomlobby -
Lügen und Tatsachen auf einen Blick!

Download (PDF, 162 kB)

Flyer bestellen

Krebs durch AKW
Das Krebs- und Leukämierisiko nimmt mit der Nähe zu Atomkraftwerken signifikant zu.

Download (PDF, 329 kB)

Flyer bestellen

Giftige Geschäfte fürs AKW
Wer die Atomkraft als „saubere Energieerzeugung“ anpreist, blendet den Pfad von Uranabbau bis hin zur Endlagerung des Atommülls aus.

Download (PDF, 289 kB)

Flyer bestellen

Der atomare Müllberg
Nirgendwo auf der Welt gibt es ein betriebsbereites Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Download (PDF, 339 kB)

Flyer bestellen

Unterstützen Sie uns!