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"Der Letzte macht das Licht aus"

Am 15. Dezember 2000 wurde der letzte Block des havarierten Reaktors in Tschernobyl endgültig abgeschaltet. Grund zur Freude? Nur bedingt.
Natürlich freuen wir uns, dass eine der ersten Forderungen des Umweltinstitut München e.V. nun endlich in Erfüllung gegangen ist.

Aber was ist mit den vielen anderen maroden Reaktoren, die in Osteuropa noch immer in Betrieb sind, insbesondere die vier Atomanlagen mit insgesamt 13 Reaktoren vom russischen RBMK-Typ, dem baugleichen von Tschernobyl?
Zwei davon, Ignalina 1 und 2 in Litauen, sollen mit EURATOM-Geldern "in naher Zukunft" , d.h. 2005 bzw. 2009, stillgelegt werden. Die anderen elf russischen Reaktoren, Kursk 1-4, Smolensk 1-3 und Sosnowi Bor 1-4, stehen noch nicht auf der Abschaltliste.

Jüngst ist allerdings bekannt geworden, dass - ebenfalls mit EURATOM-Geldern - ein Reaktor fertiggestellt werden soll, der 1985 begonnen wurde und baugleich mit Tschernobyl ist: der RBMK-Reaktor Kursk 5.

Es kann nicht angehen, dass über das umstrittene, atomeuphorische Relikt aus den 50er Jahren, EURATOM, Kredite bewilligt werden, die eine Fertigstellung von mit Tschernobyl baugleichen Atomreaktoren finanzieren. Dies ist vertragswidrig, da EURATOM-Kredite nur für die Erhöhung der Sicherheitsstandards von Atomreaktoren vergeben werden dürfen. Tschernobyl hat schließlich eindrücklich gezeigt, dass Radioaktivität katastrophale Auswirkungen haben kann und keine Grenzen kennt.

Die Schließung von Tschernobyl ist nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Finanzierung eines "Neubaus", der, obwohl noch nicht fertig, bereits 18 Jahre alt ist und im Westen nicht genehmigungsfähig wäre, wäre ein gewaltiger Schritt in die falsche Richtung und darf keinesfalls erfolgen, schon gar nicht mit EU-Geldern! Wir haben noch viel zu tun und freuen uns, wenn Sie uns auf diesem mühsamen Weg auch in Zukunft unterstützend begleiten!

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