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Pilze und Wild - Tschernobyl noch nicht gegessen

Pilze und Wild

Pilze

Der Wald ist für viele von uns Inbegriff der Natur. Er dient nicht nur als grüne Lunge für schadstoffgeplagte Großstädte, sondern auch als spirituelle Oase und Ruhepol. Er bietet Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten und ist ein willkommener Ausgleich in unserem technisierten und oft rastlosen Leben. Und ganz umsonst gibt es hier schmackhafte Heidelbeeren, Preiselbeeren, Walderdbeeren oder -himbeeren und natürlich auch eine Vielzahl von essbaren Wildpilzen. In seiner biologischen Vielfalt leistet der Wald auch einen wichtigen Beitrag zu unserem Klima. Er hat die Fähigkeit, große Mengen Kohlenstoff zu speichern und Sauerstoff abzugeben. Deshalb muss eine verantwortungsvolle Umweltpolitik darauf achten, dass Wälder erhalten bleiben. Seit Beginn der Industrialisierung geht es dem Wald zunehmend schlechter: Saurer Regen und Abgase aus Industrie und Verkehr führen dazu, dass Bäume sterben, Schwermetalle und Schadstoffe sich in Boden, Pflanzen und Pilzen anreichern.
Die Explosion eines Reaktorblocks im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl brachte im Jahr 1986 radioaktive Stoffe ein, die bis heute wirken: Im Gegensatz zu Obst, Gemüse und Getreide können Pilze, Beeren und Wildfleisch in vom Tschernobyl-Fallout betroffenen Regionen noch Cäsium-Belastungen aufweisen, die zum Teil deutlich über den Grenzwerten liegen.
Auf diesen Seiten informieren wir Sie als Konsument und Pilzesammler, welche Waldprodukte wo und warum – insbesondere im Großraum München – auch heute noch radioaktiv belastet sein können. In einem Serviceteil haben wir für Sie weiterführende Informationen zusammengestellt.

Lebensgemeinschaft Baum - Pilz
pilze

Pilzen kann man Radioaktivität und andere Schadstoffe nicht ansehen.

Das Lebewesen Pilz war lange Zeit ein Rätsel. Bis in die 1960er Jahre wurden Pilze den Pflanzen zugeordnet, heute nehmen sie einen eigenständigen, gleichwertigen Rang neben Pflanzen und Tieren ein. Die eigentliche Pilzpflanze lebt unterirdisch, im Boden verborgen. Sie besteht aus einem feinen verzweigten Fadengeflecht – dem Mycel – das sich direkt unter der Erdoberfläche, in Baumstümpfen und Bäumen ansiedelt. Was wir Pilze nennen, sind die Fruchtkörper der unterirdischen Mikroorganismen.
Pilze gelten als ausgezeichnete Nahrungsmittel, sie bestehen zu 90 Prozent aus Wasser, enthalten eine große Menge lebenswichtiger Vitamine, Mineralstoffe und hochwertiges Eiweiß.

Viele Waldbäume wachsen nur dann gut, wenn ihre Wurzeln im Boden eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen eingehen. Diese Symbiose wird Mykorrhiza genannt. Beide Partner profitieren davon: Mit ihrem Mycel nehmen Pilze auch noch kleinste Mengen an Nährstoffen und Wasser aus der Bodenschicht auf und stellen sie dem Baum zur Verfügung. Erhält der Baum diese Stoffe nicht, ist sein Wachstumsvermögen eingeschränkt. Im Gegenzug versorgt er die Pilze mit lebenswichtigen Kohlehydraten, die von Pflanzen mit Hilfe von Sonnenlicht (Photosynthese) gebildet werden. Da Pilze keine grünen Pflanzenteile besitzen, sind sie dazu nicht in der Lage. Nur dann, wenn Pilze eine Lebensgemeinschaft mit Bäumen eingehen, können sie Fruchtkörper und Sporen bilden. Neben diesen so genannten "Symbionten", zu denen z.B. die Röhrenpilze gehören, gibt es die Gattung der "Saprophyten", die auf toter organischer Substanz wie auf abgefallenem vermodernden Holz, Ästen oder Baumstümpfen leben und diese zersetzen. Hierzu gehören z.B. Morcheln. Schließlich gibt es noch die "Parasiten", die lebende Wirtsorganismen befallen und diese bis hin zum Absterben schädigen. Sie beziehen Kohlehydrate, Proteine und mineralische Nährstoffe direkt aus dem Wirtsorganismus. Ein bekannter Vertreter ist der Hallimasch.

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