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Pilze und Wild

Allgemeine Infos

Radioaktivität
Tschenobyl

Der Reaktorblock von Tschernobyl nach der Explosion vom 26. April 1986.

Radioaktivität

Erscheinung, dass ein Stoff ohne vorherige Anregung und von außen nicht beeinflussbar, Strahlung aussendet. Da der ursprüngliche Stoff dabei allmählich "verschwindet", prägte man dafür auch den Begriff "radioaktiver Zerfall".

Radionuklide

Alle nicht stabilen Atomkerne, die sich teilweise in mehreren Stufen und unter Abgabe energiereicher Strahlung in stabile Kerne umwandeln.

Gray/Energiedosis

Absorbierte Strahlungsenergie je Masseneinheit. Einheit: Gray (Gy)

Sievert/Äquivalentdosis

Produkt aus Energiedosis und einem Bewertungsfaktor: Die Äquivalentdosis ist das Maß für die Wirkung einer ionisierenden Strahlung auf den Menschen. Der Bewertungsfaktor berücksichtigt dabei die unterschiedlich starke biologische Wirksamkeit der verschiedenen Strahlenarten und -energien. Einheit: Sievert (Sv)

Becquerel/Aktivität

Größe, die die Zahl der pro Sekunde zerfallenden Atomkerne eines radioaktiven Stoffes angibt. Die Aktivität von 1 Becquerel (Bq) liegt vor, wenn ein Atomkern pro Sekunde zerfällt.

Ionen

Geladene Teilchen (Atome, Moleküle), die in einem elektrischen Feld wandern. Ionisierende Strahlung (umgangssprachlich: Radioaktive Strahlung) Elektromagnetische oder Teilchenstrahlen, die die Bildung von Ionen bewirken können (z.B. Alphastrahlen, Betastrahlen, Gammastrahlen, Röntgenstrahlen).

Gammastrahlung

Energiereiche elektromagnetische Strahlung, die bei der radioaktiven Umwandlung von Atomkernen oder bei Kernreaktionen auftreten kann.

Gammaspektroskopie

Messmethode, mit der Gamma-Radionuklide wie Cäsium-134 und -137 und Jod-131 in einem Stoff (z.B. Nahrungsmitteln) nachgewiesen werden können: Die einzelnen Radionuklide senden – abgesehen von wenigen Ausnahmen – bei radioaktivem Zerfall Strahlung mit ganz charakteristischen Energien aus.
Zu deren Bestimmung dient im Umweltinstitut München e.V. ein Gammaspektrometer mit einem Germanium-Halbleiterdetektor. Jeder radioaktive Zerfall erzeugt einen Spannungsimpuls, der gezählt wird. Die Höhe des Spannungsimpulses ist proportional zur Gammaenergie. Die Spannungsimpulse werden nach ihrer Höhe elektronisch sortiert und liefern so ein Spektrum, das mit hoher Genauigkeit die Aktivitätsbestimmung einzelner Radionuklide ermöglicht. Die Gammaspektroskopie ist die einzige nicht-chemische Analysemethode und deshalb für den Strahlenschutz unverzichtbar.

gammamessung

Messung einer Probe im Gammaspektrometer des Umweltinstitut München e.V.

Halbwertzeit

  • physikalische: Zeit, nach der von der ursprünglichen Menge radioaktiven Stoffes die Hälfte zerfallen ist

  • biologische: Zeit, nach der von der ursprünglichen Menge eines in den Körper aufgenommenen Stoffes die Hälfte vom Organismus ausgeschieden oder abgebaut ist

  • effektive: Zeit, nach der durch radioak tiven Zerfall und biologische Vorgänge (z.B. Ausscheidung) die Aktivitätskonzentration in einem Organismus auf den halben Wert abgeklungen ist.

Kontamination

Verunreinigung mit (radioaktiven) Stoffen.

Strahlenbelastung

Je nach Strahlenquelle unterscheidet man zwischen natürlicher Strahleneinwirkung (kosmische und terrestrische Strahlung) und künstlicher (Röntgenstrahlung, Strahlung künstlicher radioaktiver Stoffe). Natürliche und künstliche Radioaktivität wirken auf die gleiche Weise. Für die Bewertung eines möglichen Strahlenrisikos spielen allein Art und Dosis der Strahlung sowie die verschiedenen Belastungspfade (externe oder interne Bestrahlung) eine Rolle. Ein bestimmter Prozentsatz der beobachteten Krebshäufigkeit sowie der Erbschäden geht auf Strahlenbelastung zurück.

Strahlenschutz

EG-Verordnung Nr. 616/2000

vom 20. März 2000: Einfuhrbedingungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Ursprung in Drittländern nach dem Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl mit Grenzwerten für Radiocäsium. Nahrungsmittel, die den Grenzwert von derzeit 600 Bq/kg überschreiten, dürfen nicht in die EU eingeführt werden.

 

Empfehlung 2003/274/Euratom

vom 14.4.2003 über den Schutz und die Unterrichtung der Bevölkerung in Bezug auf die Exposition durch die anhaltende Kontamination bestimmter wild vorkommender Nahrungsmittel mit radioaktivem Cäsium als Folge des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl. Sie legt fest, dass Nahrungsmittel aus dem europäischen In- und Ausland nur gehandelt werden dürfen, wenn der Grenzwert nicht überschritten ist.

Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)

Regelungen des Strahlenschutzes auf allen relevanten Gebieten. BGB I.I 2001 S.1714 www.bmu.de/strahlenschutz

Strahlenschutzvorsorgegesetz (StrVG)

Wurde nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl erlassen. Der wesentliche Inhalt ist die ständige Überwachung der Umweltradioaktivität, ihre Bewertung und die Information der Öffentlichkeit. BGB I.I 1986, S.2610, http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/strvg

Pilzberatung

Stadtinformation im Rathaus

Marienplatz 8
Montags 10 – 13 Uhr und 16.30 – 18 Uhr
Tel: 089-233 282 42

Pasinger Rathaus

Landsberger Str. 486
Sitzungssaal Zimmer 101
Montags 8.30 - 11.30 Uhr
Tel: 089-233 372 90
www.pilze-muenchen.de

Giftnotruf München:

089-192 40
Toxikologische Abteilung der II. Medizinischen Klinik rechts der Isar

Freising:

Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
Am Hochanger 11, Mo: 15.30 - 17.30 Uhr
Tel: 08161-71 49 35

Pilzberatungsstellen in Ihrer Nähe erfahren Sie im Landratsamt.

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