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Verbraucherschutz

Auswirkungen auf die Gesundheit

Wirkweise von Hormongiften
Straßenmalerei: No TTIP!

Schützt vor Sonnenbrand. Aber enthält die Creme oder die Verpackung hormonell wirksame Chemikalien?
Photo: Thorben Wengert/Pixelio

Hormonell wirksame Chemikalien (auch endokrine Disruptoren oder kurz EDC genannt) sind synthetische Stoffe, die ähnlich wirken wie körpereigene Hormone. Sie imitieren oder blockieren natürliche Hormone und greifen damit in das Hormonsystem ein, das an der Steuerung nahezu aller Körperfunktionen beteiligt ist. Hormonelle Prozesse können so verhindert oder zu einem falschen Zeitpunkt in Gang gesetzt werden. Dies kann die Grundlage für Krankheiten sein, die oft sehr viel später im Leben ausbrechen und möglicherweise sogar erst bei Nachfolgegenerationen sichtbar werden. Insbesondere während sensibler Lebensphasen, wie während der Entwicklung von Föten oder der Pubertät, können hormonelle Schadstoffe schon in sehr geringen oder unpassenden Mengen zu schwerwiegenden Schäden führen. Einige dieser Schadstoffe besitzen zudem die Eigenschaft, in niedrigen Mengen schädlicher zu wirken, als in hohen Mengen. Problematisch sind auch sogenannte Kombinations- oder Cocktaileffekte. Dabei erhöht sich die Schädlichkeit, in dem mehrere verschiedene Chemikalien zusammenwirken.

Auswirkungen von hormonellen Schadstoffen auf den Menschen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) warnen: Hormonaktive Chemikalien sind eine „globale Bedrohung“. Mehr als 1300 wissenschaftliche Studien bringen hormonell wirksame Substanzen mit der Zunahme von zahlreichen Krankheiten und Störungen in Verbindung. Dazu gehören unter anderem:

  • hormonbedingte Krebsarten wie Brust- oder Hodenkrebs
  • Missbildungen der Geschlechtsorgane sowie eine geringere Anzahl und Qualität von Spermien bei Jungen und Männern
  • Verfrühte Pubertät bei Mädchen
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Diabetes
  • Fettleibigkeit
  • Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern
  • Vermännlichung oder Verweiblichung des jeweils anderen Geschlechts

Hormonelle Schadstoffe gefährden besonders Schwangere, Föten, Kleinkinder und Pubertierende. Sie können über die Haut und über die Atemluft in den menschlichen Körper gelangen. Der größte Teil wird aber über die Nahrung aufgenommen. Föten im Mutterleib nehmen die Stoffe über die Plazenta auf.

Als Umweltschadstoffe beeinträchtigen hormonell wirksame Substanzen außerdem die Fortpflanzung und das Verhalten von Wildtieren und bedrohen so das Überleben ganzer Populationen.

Erfahren Sie hier, welche Substanzen hormonell wirken und in welchen Produkten sie zum Einsatz kommen.

Lesen Sie hier, wie die EU hormonell wirksame Chemikalien in Pestiziden regulieren will und wer das blockiert.

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Das CETA soll Vorbild für eine neue Generation von Handelsabkommen sein. Es begünstigt einen beispiellosen Raubbau an Demokratie und Umwelt.

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