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Das Logo der Stop Glyphosat EBI

Beendete Aktion: Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid. Es hat massive Auswirkungen auf die Artenvielfalt und ist wahrscheinlich krebserregend

Im Rahmen einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) haben wir gemeinsam mit Partnerorganisationen in ganz Europa 1.320.045 Unterschriften für ein Glyphosat-Verbot gesammelt.

Die Sammlung der Unterschriften für die EBI haben wir am 30. Juni abgeschlossen. Am 12. Dezember reagierte die Europäische Kommission dann offiziell auf unsere Initiative. Sie versprach zukünftig mehr Transparenz in das Zulassungsverfahren von Pestiziden bringen zu wollen, lehnte aber unsere übrigen Forderungen ab.

Mehr noch: Am gleichen Tag gab sie die Wiederzulassung von Glyphosat für fünf weitere Jahre bekannt. Dafür hatte am 27. November eine qualifizierte Mehrheit der EU-Staaten gestimmt, nachdem Deutschland überraschend für den Vorschlag gestimmt hatte.

Wir kämpfen weiter gegen Ackergifte wie Glyphosat und machen uns jetzt für ein nationales Verbot in Deutschland stark. Andere EU-Staaten wie Frankreich und Italien haben bereits entsprechende Gesetzesinitiativen angekündigt.

Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative:
 

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Glyphosat - Was ist das eigentlich?
Junge blickt auf Traktor, der Pestizide verspritzt

Wann verschwindet Glyphosat endlich von den Äckern?

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Ackergift. Als so genanntes Totalherbizid tötet es jegliches pflanzliche Leben, mit Ausnahmen von Pflanzen, die gentechnisch so manipuliert wurden, das sie gegen Glyphosat resistent sind. Allein auf deutschen Äckern landen jährlich etwa 6.000 Tonnen des Unkrautvernichters, obwohl die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ und erbgutverändernd einstuft. Laut Umweltbundesamt trägt das Ackergift außerdem wesentlich zum Rückgang der Artenvielfalt bei.

Bumerang Glyphosat

Die hohe Einsatzmenge des Herbizids bleibt nicht ohne Folgen: Glyphosat wird regelmäßig in Getreide, Backwaren, Bier und anderen Lebensmitteln nachgewiesen. Über die Nahrungskette landet das Pestizid wie ein Bumerang wieder bei uns Menschen: Eine 2015 durchgeführte Untersuchung ergab, dass über Dreiviertel der Bundesbevölkerung eine deutliche Glyphosat-Belastung aufweisen.

2017: Das Jahr der Entscheidung über Glyphosat

Schon im letzten Jahr hätte Schluss mit Glyphosat auf europäischen Äckern sein können, denn zum 30. Juni 2016 lief die bisher gültige Genehmigung aus. Doch die Hersteller beantragten die erneute Zulassung für 15 Jahre in der EU. Die Auseinandersetzung über die Wiederzulassung von Glyphosat wurde 2016 zu einem wahren Politkrimi.

Obwohl der Stoff eine ernstzunehmende Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt, wollte die EU-Kommission Glyphosat erneut genehmigen. Doch auch nach einer vierten Abstimmungsrunde kam keine ausreichende Mehrheit der Mitgliedstaaten für die Wiederzulassung zustande. Da jedoch auch keine Mehrheit für ein Verbot erreicht wurde, verlängerte die EU-Kommission die Genehmigung provisorisch bis Dezember 2017. Innerhalb dieser 18 Monate soll nun die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Bewertung des Stoffs vornehmen. Auf Basis dieser Bewertung soll dann bis Ende 2017 entschieden werden, ob Glyphosat eine neue Zulassung erhält.

Europäische Bürgerinitiative für ein Glyphosat-Verbot
Glyphosat tötet alle Pflanzen, so wie auf dem Feld links im Bild

Glyphosat tötet alle Pflanzen, so wie auf dem Feld links im Bild

Um zu verhindern, dass Glyphosat erneut zugelassen wird, haben wir gemeinsam mit vielen anderen Organisationen eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) gestartet, mit der wir ein EU-weites Glyphosat-Verbot und den Schutz der Menschen und der Umwelt vor giftigen Pestiziden fordern. Mit mindestens einer Million Stimmen aus ganz Europa wollen wir der EU-Kommission zeigen, dass die Mehrheit der Europäerinnen und Europäer kein Glyphosat auf ihren Feldern und Tellern will! Außerdem fordern wir Veränderungen im wissenschaftlichen Beurteilungsprozess der EU von Pestiziden sowie EU-weite, obligatorische Reduktionsziele für den Gebrauch von Pestiziden mit dem Ziel einer pestizidfreien Zukunft!

Im Einzelnen fordert unsere EBI die Europäische Kommission dazu auf, die EU-Mitgliedsstaaten zu ersuchen:
  1. Auf Glyphosat basierende Herbizide zu verbieten, die in direktem Zusammenhang mit Krebserkrankungen beim Menschen stehen und die Ökosysteme schädigen.

  2. Sicherzustellen, dass die für die offizielle Genehmigung innerhalb der EU notwendige, wissenschaftliche Beurteilung von Pestiziden ausschließlich auf publizierten Studien basiert, welche von zuständigen Behörden in Auftrag gegeben wurden und nicht von der Pestizidindustrie.

  3. EU-weite, obligatorische Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen, um das mittelfristige Ziel einer pestizidfreien Zukunft zu erreichen.
Was kann unsere EBI bewirken?

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) ermöglicht es Bürgern und Bürgerinnen der Europäischen Union, länderübergreifend Einfluss auf die Politik der EU zu nehmen. Damit unsere EBI erfolgreich ist, müssen wir innerhalb von einem Jahr eine 1 Millionen Unterschriften von EU-Bürgerinnen und Bürgern in mindestens 7 europäischen Mitgliedsstaaten sammeln. Dabei müssen je nach Einwohnerzahl der Länder eine bestimmte Mindestzahl an Unterschriften zusammenkommen.

Wenn alle Hürden von unserer EBI genommen werden, ist die Europäische Kommission gesetzlich verpflichtet, eine schriftliche Stellungnahme zu unseren Forderungen abzugeben. Außerdem würde unsere EBI in einer Anhörung vom Europäischen Parlament erörtert werden. Vor allem aber würde eine erfolgreiche EBI gegen Glyphosat großen politischen Druck für ein Glyphosat-Verbot aufbauen.

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