Sagen Sie der EU-Kommission Ihre Meinung zu Genfood!

++ Beendete Aktion ++

Die großen Agrarkonzerne üben massiven Druck auf die EU-Kommission aus, damit sie ihre genmanipulierten Pflanzen künftig ohne umfassende Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung vermarkten können. Mit einer Konsultation hat die EU-Kommission die Bürger:innen nach ihrer Meinung zum Umgang mit neuen Gentechniken gefragt.

Bis 22.10.21 war es möglich, sich über unser Aktionsformular daran zu beteiligen und der EU-Kommission mitzuteilen, was Sie von Genfood halten. Wir bedanken uns bei den mehr als 13.000 Menschen, die über unsere Aktionsseite bei der Konsultation mitgemacht haben!

Darüber, wie es mit der EU-Gesetzgebung zu Gentechnik weitergeht, halten wir Sie gerne in unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Infomaterial
1 / n

Gentechnik 2.0
Neue Gefahr für Umwelt und Verbraucherschutz

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Gentechnik auf dem Teller
Gensoja in Fleisch und Milch - Kennzeichnung mit großen Lücken

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Flyer "Gene Drives"
Mit Gentechnik ganze Arten auslöschen

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Das Revival der Gentechnik?

Fotolia, Mähdrescher, Soja, Industrie, Landwirtschaft

Grüne Gentechnik befeuert ein industrielles Agrarsystem, das auf großen artenfeindlichen Monokulturen, Ackergiften und Künstdünger basiert.
Sie verhindert die dringend nötige Agrarwende!
Bild: fotolia.com

Momentan werden kaum gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU angebaut, in Deutschland seit 2009 sogar überhaupt nicht mehr. Doch nun droht die Agrogentechnik aus der Mottenkiste der Geschichte herauszukriechen. Auf Druck der Gentechnik-Industrie will die EU-Kommission das europäische Gentechnikrecht aufweichen. Die Agrarkonzerne fordern deutlich abgeschwächte Hürden für die Zulassung und Risikoprüfung von genmanipulierten Pflanzen. Zudem hätten sie gerne, dass eine Kennzeichnung für Verbraucher:innen wegfällt - denn Genfood ist bis heute ein Ladenhüter. Setzen sich die Industrie-Interessen durch, so werden wir bald ungewollt und ohne unser Wissen gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere auf unseren Äckern, in unseren Ställen und auf unseren Tellern haben.

Der Anbau genmanipulierter Pflanzen befeuert das industrielle Agrarsystem, das auf immer größere, intensiv bewirtschaftete Monokulturen setzt, die nur mit einem hohen Einsatz an Pestiziden und Kunstdünger bewirtschaftet werden können. Diese und die Zerstörung von Landschaftselementen wie Hecken haben zu einem massiven Rückgang der Artenvielfalt geführt. Gewässer werden belastet und fruchtbarer Boden zerstört. Im globalen Süden werden für den Anbau genmanipulierter Pflanzen als Futtermittel zudem riesige Flächen tropischen Regenwalds vernichtet. Ein Desaster für die Biodiversität und den Klimaschutz. 

Durch die Patente, die auf die zugrundeliegenden Gentechnikmethoden, und die damit erzeugten Organismen erteilt werden, erlauben es Konzernen sich die züchterische Arbeit von Landwirt:innen anzueignen, die seit Jahrtausenden geleistet wird.

Scheinlösung Gentechnik

Seit Jahrzehnten betet uns die Gentechnik-Industrie die vermeintlichen Vorteile genmanipulierter Pflanzen vor. Nachhaltiger und umweltfreundlicher hätte die Landwirtschaft werden sollen, gesünder unser Essen. Bewahrheitet hat sich davon nichts.

Im Gegenteil ist der Pestizideinsatz dort, wo in großem Umfang genmanipulierte Pflanzen angebaut werden teilweise deutlich höher - dank Herbizid-toleranter Varianten wie beispielsweise Glyphosat-toleranter Sojapflanzen. Die Eigenschaften, die durch die Anwendung von Gentechnik hervorgerufen werden, konzentrieren sich zum größten Teil auf Herbizidtoleranzen, die eigene Produktion von Insektengiften oder beidem zusammen.

Mit den neuen Gentechnikmethoden werden von Gentechnik-Lobbyist:innen nun auch die alten Versprechen wieder heraufbeschworen. Dabei wird auch hier wieder stark auf altbekannte Eigenschaften wie Herbizidresistenzen gesetzt.

Zeit zu handeln!

Genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um der Kommission die eigene Meinung dazu mitzuteilen. Denn aktuell besteht für EU-Bürger:innen die Möglichkeit im Zuge des Feedback-Mechanismus „Ihre Rückmeldung zu: Rechtsvorschriften für Pflanzen, die mithilfe bestimmter neuer genomischer Verfahren gewonnen werden“ zu geben.

Unsere Forderungen

Wir fordern eine zu 100 Prozent ökologische, nachhaltige Landwirtschaft ein und ein Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft. Nur eine Landwirtschaft, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, kann die Lösung sein für die bestehenden Probleme unserer Zivilisation – den Klimawandel und damit einhergehende Extremwetterereignisse, den massiven Biodiversitätsverlust und die Ernährung einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung. Die Nutzung von Gentechnik in der Landwirtschaft ist und bleibt eine Bremse für die dringend nötige Agrarwende. 

Kein Appetit auf Genfood

Eine aktuelle Umfrage deutscher Bürger:innen hat ergeben, dass es einer großen Mehrheit der Bundesbürger:innen (83 Prozent) wichtig bis sehr wichtig ist, dass sowohl neue als auch alte Gentechnikmethoden einer umfassenden Risikoprüfung nach aktuellem europäischem Recht unterzogen werden. Zudem möchte eine große Mehrheit der Befragten (84 Prozent) eine Kennzeichnung aller Lebensmittel, die mit neuen und alten Gentechniken erzeugt wurden. Ebenso wünschen sich 84 Prozent der Bundesbürger:innen eine Kennzeichnung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten von Tieren, die mit genmanipulierten Futtermitteln gefüttert wurden. Echte Wahlfreiheit und Transparenz besteht aber nur dann, wenn auch neue Gentechnik eindeutig als solche gekennzeichnet ist.

Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit erhalten

Bisher gelten für den Anbau und das Inverkehrbringen genmanipulierter Pflanzen als Lebens- oder Futtermittel in der EU strenge Vorschriften. Es herrscht das sogenannte Vorsorgeprinzip: Gibt es ernsthafte oder plausible Anhaltspunkte für ein Risiko, so müssen diese Bedenken von den Herstellern erst einmal widerlegt werden – denkbare Belastungen oder Schäden müssen vermieden oder weitestgehend verringert werden.

Wir fordern, dass gemäß dem in der EU herrschenden Vorsorgeprinzip alle Gentechnikmethoden strikt reguliert und als solche gekennzeichnet bleiben. Nur wenn Europas Äcker gentechnikfrei sind, ist eine ökologische Entwicklung der Landwirtschaft und eine Lebensmittelproduktion nach den Wünschen der Verbraucher:innen überhaupt möglich. Die Wahlfreiheit und das Vorsorgeprinzip sind hohe Güter, die wir unbedingt erhalten müssen!

Wenn Sie das auch so sehen, beteiligen Sie sich bitte jetzt an der Konsultation der EU-Kommission. Je mehr Stimmen eingehen, desto deutlicher ist das Signal an die Kommission, dass sich die Bürger:innen auch zukünftig strenge Regeln für die Gentechnik in Europa wünschen.

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