Facebook .
Twitter .
Menü
Glyphosat raus aus dem Bier!

Glyphosat raus 
aus dem
Bier!

Schon
22596
Teilnehmer

Ausgereichnet im 500. Jubiläumsjahr des Reinheitsgebots entdeckten wir Anfang 2016 in Bieren der großen deutschen Marken Rückstände des Unkrautvernichtsungsmittels Glyphosat.

Die Veröffenlichung unserer Testergebnisse sorgte in Deutschland und international für Schlagzeilen. Mit der Online-Aktion "Glyphosat raus aus dem Bier" forderten wir zugleich die betroffenen Brauereien auf, alles zu unternehmen, um ihr Bier frei von Glyphosat und anderen Ackergiften zu halten. Daran beteiligten sich mehr als 22.000 Menschen.

Unser Test und unsere Aktion sorgten für einigen Wirbel in der Brauereibranche. Während die großen deutschen Brauerein überwiegend das Risiko der Glyphosat-Rückstände kleinspielten, schloßen sich sowohl der Verband der mittelständischen privaten Brauereien in Deutschland als auch der österreichische Brauereiverband unserer Forderung nach einem europaweiten Verbot von Glyphosat an. Und genau dafür gibt es mittlerweile eine echte Chance:

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unserer Testergebnisse sah es noch ganz danach aus, als würde Glyphosat für weitere 15 Jahre zugelassen. Doch zwischenzeitlich musste die EU-Kommission sich mit einer vorläufigen Verlängerung der alten Zulassung um 18 Monate begnügen, da sie mehrfach die qualifizierte Mehrheit der Stimmen der EU-Mitgliedstaaten für eine Wiederzulassung verfehlte. Bis Ende 2017 soll nun die Europäsiche Chemikalienbehörde ECHA eine Bewertung von Glyphosat vornehmen, auf deren Grundlage dann über die Wiederzulassung entschieden wird.

Wir fordern die Zulassung von Glyhosat nicht zu erneuern, sondern auslaufen zu lassen - damit der gefährliche Unkrautvernichter von den Äckern verschwindet und Bier und andere Lebensmittel zukünftig endlich frei davon sind!

 

Aktionstext anzeigen/bearbeiten

Die Hintergründe zu unserem Bier-Test

500 Jahre Reinheitsgebot

Die Etiketten der deutschen Bierbrauer lassen höchste Qualität erwarten: „Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot“, so das Versprechen. Dieses Jahr feiert das Reinheitsgebot sein 500-jähriges Jubiläum. Doch wie rein ist das deutsche Bier wirklich? Um dem nachzugehen, haben wir die 14 meistgetrunkenen Biere Deutschlands von einem Labor auf Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat testen lassen.

Glyphosat in jedem getesteten Bier
Diese Biere wurden getestet

Diese Biere haben wir auf Glyphosat testen lassen. In jeder untersuchten Flasche wurden wir fündig. © Samuel Schlagintweit

Das Ergebnis: Alle getesten Biere enthielten Glyphosat. Der höchste gemessene Wert lag mit 29,74 Mikrogramm pro Liter (µg/l) fast 300-mal über dem Grenzwert für Trinkwasser (0,1 μg/l). Selbst der geringste gemessene Wert lag noch um das Fünffache über dem Grenzwert für Trinkwasser.

Das Testergebnis lässt vermuten, dass auch andere Biersorten und Biermarken bzw. Brauereien von einer Belastung mit Glyphosat betroffen sein können.

Hier finden Sie die genauen Testergebnisse:

Testergebnisse herunterladen

Glyphosat gehört nicht ins Bier!

Glyphosat ist laut Weltgesundheitsorganisation erbgutschädigend und „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“. Kurzum: Glyphosat hat im Bier nichts verloren!

Nach unserem Test sind nun die Brauereien am Zug, ihre Produkte und Zutaten genau zu überprüfen. Sie müssen klären, wie Glyphosat in das Bier gelangen konnte und in Zukunft sicherstellen, dass ihre Produkte frei von Pestizidrückständen sind.

Glyphosat muss verboten werden!

Durch die hohen Einsatzmengen in der Landwirtschaft finden sich Glyphosatrückstände inzwischen fast überall. Es stellt eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

Voraussichtlich schon im März soll über eine erneute Zulassung von Glyphosat für mindestens zehn Jahre entschieden werden. Wir fordern von der Bundesregierung, in den europäischen Gremien gegen eine Wiederzulassung für Glyphosat zu stimmen.

Über 115.000 Menschen unterstützen diese Forderung bereits im Rahmen unserer Aktion: "Keine Neuzulassung von Glyphosat!"

Unterstützen Sie uns!
Untersuchung herunterladen
1 / n

Hier können Sie die Untersuchungsergebnisse herunterladen

Download (PDF, 746 kB)

Untersuchung herunterladen
1 / n

Hier können Sie die Untersuchungsergebnisse herunterladen

Download (PDF, 746 kB)

Unterstützen Sie uns!