Facebook .
Twitter .
Menü
Kein neues AKW in Ungarn!

Kein neues
AKW
in Ungarn!

Schon
34481
Teilnehmer

Abgeschlossene Aktion: Kein neues AKW in Ungarn!

34.475 Einwendungen gegen den Neubau zweier AKW-Reaktorblöcke im ungarischen Paks wurden über unsere Aktion an die ungarische Regierung gesendet. Vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben!

Das Umweltinstitut selbst hat im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung eine ausführliche Stellungnahme eingereicht. Am Dienstag, den 20. Oktober, verteidigte unsere Referentin für Radioaktivität, Christina Hacker, die Einwendungen bei der Erörterung im Münchner Gasteig.

Einen Bericht von der Anhörung finden Sie hier.

Wir werden auch in Zukunft darüber informieren, wie es mit den AKW-Neubauplänen für Paks weitergeht. Wenn Sie keine Neuigkeiten verpassen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Newsletter zu abonnieren.

 

Aktionstext anzeigen/bearbeiten

Atomausstieg bei uns, neue Reaktoren in Ungarn?
AKW Paks in Ungarn

Das bestehende AKW im ungarischen Paks. Bild: Barna Rovács

Am Standort Paks im südlichen Ungarn soll das einzige Atomkraftwerk des Landes um zwei neue Blöcke erweitert werden.

Das Umweltinstitut München lehnt die geplanten Bauvorhaben ab, da es dafür keine energiepolitische Notwendigkeit gibt, sie aber die BewohnerInnen in Ungarn und den Nachbarländern, darunter auch in Deutschland, aufs Höchste bedrohen.

Grenzüberschreitende Auswirkungen bei einem Unfall wären auch für die deutsche Bevölkerung nicht auszuschließen. Paks liegt 470 km von der bayerischen Grenze entfernt. Zum Vergleich: Die Atomkatastrophe in Tschernobyl, das etwa 1700 km entfernt ist, beschert uns heute noch zum Teil hohe radioaktive Belastungen in Waldprodukten.

Gerade noch an der Katastrophe vorbeigeschrammt

2003 kam es in Block 2 des AKW Paks zu einem ernsten Störfall: Beim Reinigen wurde die Umhüllung von Brennelementen beschädigt, radioaktives Gas trat aus. Es bestand akute Gefahr, das Personal musste den Reaktor verlassen. Es stellte sich heraus, dass die Mehrzahl der 30 Brennelemente aufgrund mangelnder Kühlung überhitzt und stark beschädigt bzw. bereits angeschmolzen war. Eine Katastrophe konnte gerade noch verhindert werden.

Erneuerbare Energie statt neuer AKWs!

Wir fordern die ungarische Regierung auf, die geplanten AKW-Neubauten aufzugeben und stattdessen den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern. Denn auch bei Reaktoren der neuen Generation, die weltweit noch nirgends in Betrieb sind, kann keine 100-prozentige Sicherheit gewährleistet werden.  

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich für einen europaweiten Atomausstieg einzusetzen und ihren Einfluss bei der ungarischen Regierung geltend zu machen.

Widerspruch schon 2013

Im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung beteiligte sich das Umweltinstitut München bereits 2013 am Vorverfahren (Scoping) mit einer ausführlichen Stellungnahme. Weiter erstellten wir eine Mustereinwendung, die von mehr als 15.000 Menschen genutzt und beim ungarischen Ministerium eingereicht wurde.

Während damals noch völlig unklar war, welcher Reaktortyp zum Einsatz kommen sollte, hat sich die ungarische Regierung nun für den russischen Druckwasserreaktor vom Typ VVER-1200 der Generation III+ entschieden. Ohne öffentliche Ausschreibung wurde der russische Staatskonzern Rosatom mit dem Bau der neuen AKW beauftragt.

Dubiose Finanzierung

Anfang 2014 hatte Ungarn mit Russland einen Kooperationsvertrag geschlossen. Es wurde vereinbart, dass Moskau einen Kredit bis zu 10 Mrd. Euro gewährt, was laut Handelsblatt rund 80 Prozent der Baukosten abdeckt. Prekär daran: Im März hat die ungarische Regierung beschlossen, dass dieses Abkommen bis zu 30 Jahren nicht veröffentlicht werden darf. Den ungarischen Bürgerinnen und Bürgern sollen also die wahren Kosten der Atomkraft verheimlicht werden, die Finanzierung sollte geheim bleiben. Ein Beweis mehr, dass Atomkraft nicht wirtschaftlich ist und letztlich die Steuerzahler dafür aufkommen sollen.

Jetzt sind Sie gefragt!

Jetzt hat die deutsche Öffentlichkeit erneut die Möglichkeit, Einwände gegen den AKW-Ausbau in Paks vorzubringen, diesmal im Rahmen des grenzüberschreitenden Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Aufgrund einer erneuten Fristverlängerung (ursprünglich bis zum 16. September) können noch bis 19. Oktober 2015 Einwendungen per E-mail in deutscher Sprache an das ungarische Ministerium geleitet werden.

Wir haben für Sie eine Muster-Stellungnahme verfasst, um Ihnen eine einfache und schnelle Beteiligungsmöglichkeit zu geben. Die Mustereinwendung können Sie individuell abändern oder ergänzen.

Je mehr Stellungnahmen in Ungarn eingehen, desto klarer wird das Signal sein, dass ein Ausbau der Atomkraft in Europa keine Zukunft hat. Tschechiens Regierung hat Pläne zum Ausbau des AKW Temelín nach massenhaften Einwendungen auf Eis gelegt. Auch in Ungarn können wir die Regierung überzeugen, dass Atomkraft eine gefährliche Sackgasse ist!

Inzwischen wurde auch der Erörterungstermin für die deutschen EinwenderInnen festgesetzt: Am 20. Oktober 2015 in München, Gasteig, Carl-Orff-Saal, Rosenheimerstr. 5.

Infomaterial
1 / n

AKW - Kein Klimaretter
Ein Festhalten an der Atomkraft beschleunigt die Klimakatastrophe nur, anstatt sie aufzuhalten.

Download (PDF, 297 kB)

Flyer bestellen

Hand in Hand -
Die zivile Atomstromproduktion liefert wichtige Elemente für den Waffenbau.

Download (PDF, 314 kB)

Flyer bestellen

In Wahrheit ist alles gelogen.
Die Lügen der Atomlobby -
Lügen und Tatsachen auf einen Blick!

Download (PDF, 162 kB)

Flyer bestellen

Krebs durch AKW
Das Krebs- und Leukämierisiko nimmt mit der Nähe zu Atomkraftwerken signifikant zu.

Download (PDF, 329 kB)

Flyer bestellen

Giftige Geschäfte fürs AKW
Wer die Atomkraft als „saubere Energieerzeugung“ anpreist, blendet den Pfad von Uranabbau bis hin zur Endlagerung des Atommülls aus.

Download (PDF, 289 kB)

Flyer bestellen

Der atomare Müllberg
Nirgendwo auf der Welt gibt es ein betriebsbereites Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Download (PDF, 339 kB)

Flyer bestellen

Unterstützen Sie uns!

Atomkraft? Nein Danke!

Atomkraft? Nein Danke!