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Kein Persilschein für Glyphosat!

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Beendete Aktion: Kein Persilschein für Glyphosat!

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Die Europäische Kommission hat im Juni 2016 die Genehmigung für Glyphosat vorläufig bis Ende 2017 verlängert. In der Zwischenzeit sollte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Einstufung vornehmen, auf deren Basis dann über die Zukunft des Unkrautvernichters entschieden wird.

Mit unserer Aktion forderten wir  ECHA-Chef Geert Dancet auf, die Fehler im bisherigen Bewertungsverfahren nicht zu wiederholen. Es darf keinen Persilschein für Glyphosat geben!

Mit der Veröffentlichung der ECHA-Bewertung am 15.03.2017 beenden wir unsere Aktion und bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen.

Zu welchem Urteil die ECHA gekommen ist und was wir davon halten, lesen Sie hier.

 

 

Glyphosat: Der Bestseller unter den Ackergiften

Das meistverkaufte Pestizid der Welt
Roundup Flaschen im Regal eines Baumarkts

Roundup von Monsanto ist wohl das bekannteste Herbizid mit Glyphosat als Wirkstoff. Bild: Global Justice Now

Glyphosat ist weltweit das am häufigsten eingesetzte Pflanzengift. In Deutschland kommt es auf 40 Prozent der Ackerflächen zum Einsatz. Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend und erbgutschädigend ein. Das Umweltbundesamt warnt außerdem vor gravierenden Auswirkungen auf die Artenvielfalt.

Im Februar 2016 sorgte eine Untersuchung des Umweltinstituts für internationale Schlagzeilen, als wir Glyphosat-Rückstände in Bier der beliebtesten Marken nachweisen konnten. Und Glyphosat wird regelmäßig auch in anderen Nahrungsmitteln, der Umwelt und sogar im Menschen selbst nachgewiesen.

Provisorische Verlängerung der Glyphosat-Zulassung

Am 30. Juni 2016 wäre die Zulassung für Glyphosat ausgelaufen, doch in letzter Minute verlängerte die EU-Kommission im Alleingang die Genehmigung bis Dezember 2017. Bis dahin soll eine neue Einstufung durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) vorliegen, auf deren Basis dann entschieden werden soll, ob Glyphosat eine neue Zulassung erhält. Vorangegangen war ein monatelanger Streit, bei der die EU-Kommission viermal damit gescheitert war, eine ausreichende Mehrheit der EU-Staaten für eine Verlängerung der Zulassung zu gewinnen.

So funktioniert das Wiederzulassungsverfahren

Läuft die Genehmigung für ein Pestizid wie Glyphosat aus, müssen die Hersteller einen Antrag auf Wiederzulassung stellen, wenn sie das Mittel weiter vertreiben wollen. In einem Wiederzulassungsverfahren prüfen die Behörden dann, ob es neue Erkenntnisse über den Wirkstoff gibt und ob seine Anwendung noch dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht. Die Bewertung nimmt dabei die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA auf Basis der Bewertung einer nationalen Behörde als Berichterstatter vor. Bei Glyphosat war dies das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). BfR und EFSA stuften Glyphosat im Widerspruch zu den KrebsforscherInnen der Weltgesundheitsorganisation als "wahrscheinlich nicht krebserregend" ein.

Systematische Falschauslegung von Studien im Bewertungsprozess

Bei der Bewertung durch BfR und EFSA sind zahlreiche Fehler gemacht worden. So wurden unter anderem Studienergebnisse, die eine Wiederzulassung von Glyphosat behindern, systematisch aussortiert. Auch wurde eine nicht vorgesehene statistische Auswertungsmethode vom Antragsteller Monsato übernommen, durch die die Krebswirkung verdeckt wurde. Wegen der zahlreichen, systematischen Mängel hat das Umweltinstitut gemeinsam mit weiteren Organisationen Strafanzeige gegen Monsanto und die Bewertungsbehörden gestellt.

ECHA darf keinen Persilschein ausstellen!

Nun soll also die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Einstufung von Glyphosat vornehmen. Sie hat jetzt die Chance, verloren gegangenes Vertrauen in den Bewertungsprozess von Chemikalien auf EU-Ebene wiederherzustellen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Bewertung transparent abläuft und vom BfR und der EFSA begangene Fehler nicht wiederholt werden.

Wir sind überzeugt: Bei einer korrekten Bewertung von Glyphosat wird die ECHA das Urteil der Weltgesundheitsorganisation bestätigen und das Ackergift als wahrscheinlich krebserregend einstufen. Dann kann Glyphosat nach der Pestizidverordnung keine erneute Genehmigung erhalten und muss vom Markt verschwinden!

Mit unserer Aktion wollen wir allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich direkt an den ECHA-Chef Geert Dancet zu wenden und einen transparenten und fehlerfreien Bewertungsprozess zu fordern.

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Infomaterial
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Roundup und Glyphosat
Der Anbau genmanipulierter glyphosatresistenter Pflanzen führt zu großen Umweltbelastungen.

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Gift im Garten
Das Umweltinstitut fordert, den Einsatz glyphosathaltiger Mitteln im Haus- und Kleingartenbereich sofort zu stoppen. Lesen Sie hier, welche Argumente für ein solches Verbot sprechen.

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