Schützt unser Wasser!

Europas Gewässer sind in Gefahr: Auf Druck einer mächtigen Agrar- und Industrielobby wollen viele EU-Staaten die Wasserrahmenrichtlinie aufweichen. Seen, Flüsse und unser aller Wasser würden weiter unter Druck geraten. Das müssen wir verhindern!

Aktuell befragt die EU-Kommission uns Bürgerinnen und Bürger nach unserer Meinung zum europäischen Wasserschutz. Bitte beteiligen auch Sie sich über unser Formular an der Aktion #ProtectWater. Schicken wir der Kommission eine gemeinsame Botschaft: Schützt unser Wasser, unsere Seen und Flüsse!

Eine gemeinsame Aktion mit:

...und vielen weiteren Partnern aus Deutschland und ganz Europa.

#ProtectWater

Eisvogel, Foto: Martha de Jong-Lantnik, Flickr

Eisvögel sind wie viele andere Tiere auf saubere Gewässer angewiesen
Foto: Martha de Jong-Lantnik, Flickr

Pflanzen, Tiere und Menschen – wir alle brauchen sauberes Wasser, gesunde Flüsse, Seen und Feuchtgebiete. Doch unserem Wasser geht es schlecht, weil in der Vergangenheit mit der Essenz unseres Lebens unachtsam umgegangen wurde. Die überwiegende Mehrheit der deutschen Gewässer ist deshalb in keinem guten Zustand. Ein „weiter so wie bisher“ oder gar eine weitere Verschlechterung sind keine Option.

Was ist die Wasserrahmenrichtlinie?

Eigentlich gibt es in der EU eine Gesetzesrichtlinie, die unsere Flüsse, Seen, Bäche, Moore, Sümpfe, Küsten und unser Grundwasser schützt – die sogenannte "Wasserrahmenrichtlinie" (WRRL). Unter anderem verpflichtet sie die Mitgliedstaaten dazu, Maßnahmen zu ergreifen, um die Gewässer bis spätestens 2027 wieder in einen ökologisch guten Zustand zu versetzen. Die Richtlinie selbst ist stark, doch es hapert an der Umsetzung. Und jetzt wollen die Mitgliedstaaten die Richtlinie und damit den Schutz unserer Gewässer auf Druck aus der Industrie- und Agrar-Lobby auch noch aufweichen.

Warum geht es unserem Wasser so schlecht?

Unsere Gewässer leiden unter vielfältigen Problemen. Die wertvollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen fallen Siedlungen, Industrieflächen und straßenbaulichen Maßnahmen zum Opfer. Die natürliche Lebensweise vieler Wasserbewohner ist durch begradigte Flüsse, befestigte Ufer und andere Eingriffe – wie etwa Staudämme – beeinträchtigt. 

Ein weiteres Problem sind Schadstoffe aus Industrieabwässern, die in unsere Gewässser gelangen und den darin vorkommenden Lebewesen zusetzen. Auch Pestizide, die jährlich tonnenweise in der Landwirtschaft eingesetzt werden, wie auch die riesigen Mengen an Gülle und Dünger verschlechtern deren Zustand.

Wenn die EU-Kommission jetzt auch noch die Schutzstandards abschwächt, statt sich endlich für die Gewässer stark zu machen, so wie es die Richtlinie verlangt, hätte das fatale Auswirkungen auf die wertvollen Ökosysteme. Zu leiden hätten die zahllosen Vogel-, Fisch-, Säugetier- und Insektenarten, die an und im Wasser leben – und damit letzten Endes auch wir Menschen.

Warum gerade jetzt?

Von vornherein war vorgesehen, dass die EU-Kommission die Wasserrahmenrichtlinie im Rahmen eines sogenannten "Review-Prozesses" überprüft und gegebenenfalls Änderungen vorschlägt. Zu diesem Anlass hat die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation gestartet. Darin werden die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung zum europäischen Wasserschutz gefragt. Review-Prozesse dienen eigentlich dazu, europäische Gesetze auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin zu überprüfen. Doch wir befürchten, dass der Prozess dazu missbraucht werden könnte, den europäischen Wasserschutz erheblich abzuschwächen.

#ProtectWater: Schützt unser Wasser!

Der Review-Prozess darf keinesfalls dazu führen, den Schutz unserer Gewässer aufs Spiel zu setzen. Gerade auch vor dem Hintergrund des massiven Artensterbens in der Agrarlandschaft, das wir ohnehin schon erleben, wäre es verantwortungslos die Wasserrahmenrichtlinie aufzuweichen.

Mit der gemeinsamen Aktion #ProtectWater fordern Umweltorganisationen und Verbände aus ganz Europa deshalb von der EU-Kommission, dass sie unsere Gewässer und unser Trinkwasser effektiv schützt und die Wasserrahmenrichtlinie nicht aufweicht!

Über folgende Kanäle können Sie mit uns in Kontakt bleiben

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