Facebook .
Twitter .
Menü
Home  trenner  Themen  trenner  Energie und Klima  trenner  Atomkraft ist kein Klimaretter
Zu riskant, zu schmutzig, zu teuer:

Atomenergie kann das Klima nicht retten

Atomkraft ist keine Lösung! Bild: Netzwerk "Don't nuke the climate", Günter Hermeyer

Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie, das haben die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima gezeigt. Außerdem ist für die „Entsorgung“ des radioaktiven Atommülls weltweit noch immer keine Lösung gefunden. Erneuerbare Energien haben dagegen eine deutlich bessere Ökobilanz als Atomkraft, sind billiger, schneller einsetzbar – und vor allem risikoarm. Trotzdem, je deutlicher die Klimakrise durch menschengemachte Treibhausgase spürbar wird, desto lauter melden sich Atom-Befürworter und Lobby-Verbände der fossil-nuklearen Industrie zu Wort, Atomkraft wäre als scheinbar CO2-arme Technologie unverzichtbar. Doch Atomkraft kann das Klima nicht retten.

Fragwürdiger Klimabonus
Atom-Warnzeichen der IAEA: Ob´s denn auch von der Nachwelt verstanden wird, bleibt offen.

Selbst wenn die Atomkraft mittlerweile sicher und das Atommüllproblem gelöst wäre, kann sie nicht zum Klimaretter werden. Atomkraft ist keinesfalls CO2-neutral. Während der gesamten Prozesskette – Uranabbau, Urananreicherung, Transporte, Atommüll-Konditionierung, Lagerung von Atommüll und Bau sowie Rückbau von Atomanlagen entstehen Emissionen. All dies eingerechnet hat Atomstrom eine schlechtere CO2-Bilanz als die erneuerbaren Energien. Entscheidend ist aber die Perspektive für die Zukunft. Denn wenn die Uranvorkommen wegen einer verstärkten Förderung knapp werden, erhöht sich der Förderungsaufwand und die Emissionen steigen stark an.
Sollten die nuklearen Kapazitäten vervielfacht werden, dann würde Atomenergie ihren vermeintlichen „Klimabonus“ endgültig verlieren und die Erde sogar weiter aufheizen.

Atomenergie hat keine Perspektive

Derzeit beträgt der Anteil von Atomkraft am weltweiten Energieverbrauch weniger als zwei Prozent. In der Stromproduktion sind es etwa zehn Prozent. Mit etwas über 400 Meilern stagniert die Zahl der betriebenen Atomkraftwerke weltweit. Der Bestand ist zudem stark überaltert. Die meisten Atomkraftwerke erreichen demnächst das Ende der geplanten Laufzeit von etwa 40 Jahren. Weltweit werden aber nur wenige Atomkraftwerke neu gebaut. Das liegt nicht nur an öffentlichem Protest aus Sorge um Reaktorkatastrophen. Atomkraft ist schlicht zu teuer, das finanzielle Risiko ist zu hoch. Wegen der langen Planungs- und Bauzeit von im Schnitt deutlich über zehn Jahren ist ein Rückgang der nuklearen Stromproduktion absehbar.

Die Energiewende gelingt nur ohne Atomkraft

Die Klimakrise wartet aber nicht auf die Atomenergie. Das ist auch nicht nötig, denn es gibt schon heute genug Ansätze, die Klimakrise zu stoppen. Kluges und konsequentes Einsparen von Energie in den Bereichen Elektrizität, Wärme und Mobilität gehört dazu, Energieeffizienzprogramme, sowie mehr Energieerzeugung aus Wind, Wasser und Sonne. Mit weltweit 25 Prozent im Strommix haben die Erneuerbaren die Atomenergie ohnehin längst überholt. Solar- und Windenergie verzeichnen jährlich steigende Wachstumsraten. Die Erneuerbaren haben nicht nur eine deutlich bessere Ökobilanz als Atomkraft, sie sind auch wesentlich kostengünstiger, schneller einsetzbar – und vor allem risikoarm. Konsequenter Klimaschutz bedeutet deswegen den Abschied von der Atomenergie.

Stand: April 2019
Infomaterial
1 / n

Wie die Kohlekraft Mensch und Umwelt schadet
Die gefährliche Renaissance der Kohle

Download (PDF, 306 kB)

Flyer bestellen

Unterstützen Sie uns!