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Verstümmelte Tiere, kranke Menschen, zerstörte Natur

Industrielle Tierhaltung

Glückliche Tiere auf der Blumenwiese?
Die Realität der industriellen Landwirtschaft sieht anders aus

Zwischen den Werbebildern glücklicher Tiere und der Realität besteht oft ein krasser Unterschied.
Bilder: Danelle Bailey (links), branex / Fotolia (rechts)

Glückliche Kühe auf einer Blumenwiese, eine Hand voll Hühner vor einem Fachwerkhaus – so stellen wir uns die Landwirtschaft gerne vor. Die Nahrungsmittelindustrie weiß das und verkauft Fleisch, Milch und Eier bereitwillig mit solchen Bildern. Doch die Realität in der Tierhaltung sieht meist ganz anders aus. Die folgenden Seiten bieten einen Einblick in die Welt der industriellen Tierhaltung.

Industrielle Tierhaltung ist organisierte Tierquälerei. Tiere werden nicht als Lebewesen behandelt, sondern als Produktionsfaktoren. Die Regeln, die in den Ställen eingehalten werden müssen, sind viel zu lasch. So sind pro Schwein z.B. lediglich 0,75 Quadratmeter Stallfläche vorgeschrieben. Und selbst die Regeln, die es gibt, werden systematisch schlecht kontrolliert und immer wieder umgangen.

Industrielle Tierhaltung macht krank. Sie ist nicht möglich ohne immer mehr Medikamente in den Ställen. Reste von Tierarzneimitteln gelangen in Lebensmittel, den Boden und das Grundwasser. Es werden mehr Antibiotika an gesunde Tiere vergeben als an kranke Menschen. Infolgedessen werden immer mehr Bakterien resistent gegen Antibiotika. Uns droht eine post-antibiotische Zeit, in der Menschen wieder an einfachen Entzündugen sterben, weil kein Antibiotikum mehr wirkt.

Industrielle Tierhaltung verschmutzt unser Trinkwasser. Denn wo viele Tiere gehalten werden, fällt viel Gülle an. Gülle ist die wichtigste Quelle für Nitrat im Grundwasser. Das wird im Körper zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt. Auch Reste von Tierarzneimitteln und ihre Abbauprodukte landen im Boden und im Wasser.

Industrielle Tierhaltung vergrößert den Hunger auf der Welt. Europas Tiere fressen massenhaft Soja aus Südamerika, während in den Favelas (Slums) der Großstädte und unter den Landlosen dieses Kontinents Hunger herrscht. Fleischreste, die in Europa niemand isst, wie Hühnerhälse oder Schweineköpfe, landen dank unfairer Freihandelsabkommen zu Dumpingpreisen auf westafrikanischen Märkten und machen die dortige Landwirtschaft kaputt.

Industrielle Tierhaltung basiert auf der Ausbeutung von Menschen. In den Schlachthöfen stehen ArbeiterInnen meist aus Osteuropa am Fließband. Sie arbeiten im Akkord, bekommen miserable Löhne und können ihre Rechte nicht durchsetzen. In der Geflügel- und Schweinehalung sind die Bäuerinnen und Bauern abhängig von der Industrie – sie tragen aber das größte wirtschaftliche Risiko.

Oktober 2015
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