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Eine andere Landwirtschaft ist möglich!

Alternativen zur Massentierhaltung

Es geht auch anders!
Glückliche Kühe

Anders als viele ihrer Artgenossen verbringen diese Kühe ihre Tage an der frischen Luft. © Heinrich Plum

Wir fordern eine konsequente Agrarwende. Für uns bedeutet das: 100% ökologische Landwirtschaft. Doch bei der Tierhaltung muss die Agrarwende noch über das hinausgehen, was momentan in der EU-Öko-Verordnung festgeschrieben ist. Denn wir kennen sowohl Betriebe mit Turbo-Bio-Kühen, die 12.000l Milch im Jahr geben, zu 40% Getreide fressen und eine Lebenserwartung von nur 5 Jahren haben, als auch viele kleine ökologische Betriebe und Initiativen, die heute schon vormachen, wie in Zukunft die Welt ernährt werden kann.  

Wenn es nach uns ginge, dann

  • wäre in allen Ställen mit Stroh eingestreut.
  • würden alle Rinder den ganzen Sommer auf der Weide stehen und hätten auch im Winter viel Auslauf. Sie würden frisches Gras, Heu, Silage oder Reste von Brauereien oder Ölmühlen fressen, aber kein Getreide oder Soja. In verschiedenen Regionen gäbe es verschiedene Rinderrassen, die allesamt Zweinutzungsrassen sind und die Lebensleistung einer Kuh wäre ein zentrales Zuchtziel.
  • würden Hühner entweder in kleinen Ställen mit ca. 100 Hühnern und Auslauf leben oder mit einem Hühnermobil über die Felder gefahren. Es gäbe keine züchterische Trennung zwischen Rassen, die gemästet werden und solchen, die viele Eier legen.
  • wären Schweine effiziente Verwerter von Abfällen aus dem Lebensmittelhandwerk und keine Nahrungskonkurrenten zu Menschen. Sie würden den Großteil ihrer Zeit draußen verbringen, sich suhlen und im Boden graben.
  • gäbe es keine international aufgestellten Molkereikonzerne und Großschlachthöfe, sondern ein Lebensmittelhandwerk, das von Bauern und Bäuerinnen aus der Region einkauft und an Verbraucherinnen und Verbraucher aus der Region verkauft.  

Ja, das würde bedeuten, dass es sehr viel weniger Tiere, sehr viel weniger Fleisch und sehr viel weniger Milch und Eier gibt. Ja, dann würden diese Produkte sehr viel teurer werden. Ja, das würde bedeuten, dass viel mehr Menschen in der Landwirtschaft und dem Lebensmittelhandwerk arbeiten würden. Ja, das wäre volkswirtschaftlich weniger effizient. Ja, man müsste wahrscheinlich etwas an den Besitzverhältnissen ändern, um das zu erreichen. Nein, das ist nicht völlig naiv. Denn was sind denn die Alternativen dazu?

Weiter so ist keine Option!

Ein "Weiter so!" mit einer stetig wachsenden Agrarindustrie, die immer mehr Ressourcen und Energie verbraucht, die Tiere quält, den Boden auslaugt, das Wasser verschmutzt, multiresistente Bakterien züchtet, das Klima aufheizt und den Welthunger verschärft? Dieses System ist nicht nachhaltig. Es wird zu riesigen ökologischen Problemen führen und irgendwann zusammenbrechen.

Eine dritte Möglichkeit wäre, auf Tierhaltung völlig zu verzichten. Das wäre etwas weniger effizient als unsere Vision, aber es wäre nachhaltig möglich. Aber: Dann müssten alle Menschen vegan leben. Dieser große Eingriff in das persönliche Leben der Menschen ist in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht machbar.  

Wir haben also die Wahl, entweder der Agrarindustrie zuzusehen, wie sie die Umwelt zerstört und Menschen und Tiere missachtet; auf Tierhaltung völlig zu verzichten und alle vegan zu leben oder uns anzustrengen, die Bilderbuchlandwirtschaft aus der Werbung zur Realität für alle zu machen. Wie würden Sie sich entscheiden?

Das können Sie tun:

  • Reduzieren Sie Ihren Konsum von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern und Milch, oder verzichten Sie ganz darauf.
  • Achten Sie beim Einkauf auf regionale und ökologische Lebensmittel. Informationen zu den verschiedenen Bio-Siegeln finden Sie hier.
  • Beteiligen Sie sich an unseren Mitmach-Aktionen für die Agrarwende.
  • Helfen Sie uns bei unserer Agar-Infokampagne, um noch mehr Menschen über die Alternativen zur industriellen Landwirtschaft aufzuklären.
  • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder werden Sie Fördermitglied.
Downloads & Infos
1 / n

Ackergifte? Nein Danke!

Die Aufkleber zur Kampagne für eine giftfreie Landwirtschaft.

Download (PDF, 46 kB)

Aufkleber bestellen

Ökolandbau - Naturschutz und gesunde Lebensmittel

Download (PDF, 2.5 MB)

Broschüre bestellen

Agrarindustrie - welchen Preis zahlt unser Essen?

Ausgabe 68 der Münchner Stadtgespräche

Download (PDF, 2.0 MB)

Alle Ausgaben der Münchner Stadtgespräche

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