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Wirtschaften im Einklang mit der Natur

Ökologischer Landbau

Kulturlandschaft

Vielfältige Kulturlandschaft statt Agrarwüste. © Rainer Sturm / pixelio.de

Ziel des ökologischen Landbaus ist es, Lebensmittel zu produzieren, ohne Menschen, Natur und Tiere auszubeuten. Die natürlichen Ressourcen, wie Boden, Wasser und Artenvielfalt, werden auf der einen Seite für die Lebensmittelproduktion genutzt, auf der anderen Seite aber auch geschützt und gepflegt. Denn damit Landwirtschaft dauerhaft funktioniert, muss im Rahmen der ökologischen Belastungsgrenze gearbeitet werden. Nur auf diese Weise können die natürlichen Ressourcen auch für kommende Generationen erhalten und die Weltbevölkerung mit ausreichend Nahrung versorgt werden.

Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Ökolandbaus

Bereits in den 1920er Jahren waren die Folgen der landwirtschaftlichen Intensivierung deutlich spürbar. Die Bauern kämpften mit sinkender Bodenfruchtbarkeit, zunehmenden Pflanzenkrankheiten und steigendem Schädlingsdruck. Gleichzeitig wurden Alternativen zu der gängigen landwirtschaftlichen Praxis entwickelt. Rudolph Steiner (1861-1925) und Ewald Könemann (1899-1976) gelten als die Pioniere des ökologischen Landbaus. Steiner ist Gründer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, deren Produkte bis heute unter dem Warenzeichen „demeter“ vermarktet werden. Könemann fasste die Konzepte des „Natürlichen Landbaus“ in seinem Werk „Biologische Bodenkultur und Düngewirtschaft“ zusammen.

Heute ist die Wirtschaftsweise des Ökolandbaus in der EU-Öko-Verordnung festgesetzt. Sie bildet den rechtlichen Rahmen, an den sich alle Biobauern in Europa halten müssen. Daneben haben sich unterschiedliche Anbauverbände mit weitergehenden Standards entwickelt. In Deutschland gibt es insgesamt neun Anbauverbände. Die drei größten sind Bioland, Demeter und Naturland. Der ökologische Landbau verzeichnete innerhalb der letzten Jahrzehnte einen stetigen Zuwachs. So haben sich die landwirtschaftlichen Flächen, die ökologisch bewirtschaftet werden, von 1996 bis 2015 verdreifacht. Trotzdem liegt ihr prozentualer Anteil an der landwirtschaftlichen Gesamtfläche Deutschlands bei gerade einmal 6 Prozent.

Wir setzen uns für 100 Prozent Ökolandbau ein. Was heute noch exklusiver Premiumstandard ist, muss in Zukunft flächendeckender Mindeststandard sein – mit Luft nach oben. Denn selbst die EU-Öko-Verordnung, vor allem im Bereich der Tierhaltung, weist deutliche Defizite auf. Die Herausforderung der Zukunft ist es, einerseits den Ökolandbau und ökologische Lebensmittel in der Mitte der Gesellschaft zu verankern, andererseits sich jedoch nicht von dem herrschenden Wirtschaftsmodell „Immer größer und immer billiger“ vereinnahmen zu lassen. Deshalb muss die Zukunft der Landwirtschaft nicht nur ökologisch, sondern auch regional und fair sein. Die solidarische Landwirtschaft ist ein gutes Beispiel, wie diese Ziele in die Praxis umgesetzt werden können.

September 2017
Downloads & Infos
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Ackergifte? Nein Danke!

Die Aufkleber zur Kampagne für eine giftfreie Landwirtschaft.

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Ökolandbau - Naturschutz und gesunde Lebensmittel

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Agrarindustrie - welchen Preis zahlt unser Essen?

Ausgabe 68 der Münchner Stadtgespräche

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