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Interaktive Karte

Radioaktive Belastung von Wild in Bayern

Auf dieser interaktiven Karte können Sie Messergebnisse zur radioaktiven Belastung von bayerischen Wildschweinen einsehen. Diese Daten hat uns ein engagierter Bürger und ehemaliger Strahlenschutzbeauftragter für Radioaktivität aus Murnau zur Verfügung gestellt.

Die angegebenen Werte beziehen sich nicht auf einen Ort, sondern auf den entsprechenden Jagdbezirk. In der Karte sind viele Werte mit 10.000 Bq/kg angegeben, da die Skala des verwendeten Messgeräts nur bis 10.000 Bq/kg reicht. Die tatsächlichen Werte können zum Teil wesentlich höher liegen.

 

 

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Radioaktivität in Wildschweinfleisch
Wildschwein

© sr2518 / Fotolia.de

Viele Menschen essen gerne Wild, doch die Belastung mit radioaktivem Caesium-137 aus dem Tschernobyl-Fallout kann nach wie vor sehr hoch sein. In betroffenen Regionen, wie etwa Südbayern, muss das Fleisch erlegter Wildschweine auf Radioaktivität getestet werden, bevor es in den Handel gelangen darf. Der Grenzwert für die spezifische Aktivität von Caesium-137 beträgt hierbei 600 Bq/kg (Becquerel pro Kilogramm).

Dürftige Informationslage

Da die Halbwertszeit von Caesium-137 30 Jahre beträgt, und der Stoff im Ökosystem Wald lange biologisch verfügbar bleibt, sind einzelne Werte von mehreren 10.000 Bequerel pro Kilogramm auch heute, viele Jahrzehnte nach Tschernobyl durchaus möglich. Allein in den uns vorliegenden Daten sind Werte bis 27.000 Bq/kg zu finden. Ausreichende Informationen, die für selbstverantwortliches Handeln dringend nötig wären, sind aber weder beim Umweltministerium, noch bei den Jägerverbänden zu bekommen.

Deswegen veröffentlicht das Umweltinstitut seit 2014 die Messungen eines engagierten Bürgers und ehemaligen Strahlenschutzbeauftragten aus Murnau, sowie dessen Rechercheergebnisse aus über 40 bayrischen Radiocäsium-Messstationen. Die angegebenen Werte beziehen sich nicht auf einen Ort, sondern auf den entsprechenden Landkreis. In der interaktiven Karte sind viele Werte mit 10.000 Bq/kg angegeben, da der Messbereich der eingesetzten Messgeräte nur bis 10 000 Bq/kg reicht. Die tatsächlichen Werte können zum Teil wesentlich höher liegen. Die Werte über 10 000 Bq/ kg wurden mit Gammaspektrometern eines Radioisotopenlabors gemessen. Wegen regionaler Schwankungen und unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten der Tiere von Jahr zu Jahr variiert die tatsächliche Belastung in Wildschweinfleisch sehr stark. Selbstverständlich wurden auch sehr viele Messwerte unter dem Grenzwert von 600 Bq/ kg gemessen.

Wegen regionaler Schwankungen und unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten der Tiere von Jahr zu Jahr variiert die tatsächliche Belastung in Wildschweinfleisch sehr stark. Selbstverständlich wurden auch sehr viele Messwerte unter dem Grenzwert von 600 Bq/ kg gemessen.

Viele Wildschweine ungeprüft verzehrt

Für nicht verkäufliche Tiere bekommen Jäger nach Vorlage des Messprotokolls eine Entschädigungszahlung. Die Zahl der erlegten Tiere ist allerdings höher als die der Messungen. Dies weist darauf hin, dass pro Jahr über 10.000 Wildschweine allein in Bayern ohne vorherige Messung verzehrt werden. Was das bedeuten könnte, verdeutlicht eine Beispielrechnung: Der Verzehr von 6 Kilogramm Fleisch mit 3000 Bq/kg Caesium-137 führt zu einer zusätzlichen Strahlendosis von 240 Mikrosievert. Diese Dosis entspricht 12 Röntgenaufnahmen der Lunge. Die hier veröffentlichten Daten legen nahe, dass die jährliche Strahlendosis bei Extremverzehrern, wie etwa Jägerfamilien deutlich höher liegen könnte.

Neben der interaktiven Karte können Sie alle vorliegenden Messwerte gerne in Tabellenform bei uns anfragen.

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