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Abgeschlossen: 
Fracking 
verbieten!

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Abgeschlossene Aktion: Fracking verbieten!

 

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks wollen die Förderung von unkonventionellem Erdgas durch Fracking in Deutschland per Gesetz ermöglichen.

Um das zu verhindern, haben wir die Online-Aktion "Fracking verbieten!" gestartet. Rund 167.000 Menschen unterzeichneten unseren Appell und sprachen sich für ein generelles Verbot aus.

Gemeinsam mit anderen Organisationen wie Campact! oder dem BUND übergaben wir am 30. September 2014 insgesamt über 660.000 Unterschriften an Umweltministerin Hendricks. 

Noch immer wird über die Regelung für Fracking gestritten, im März 2015 ist ein Kabinettsbeschluss geplant, der in einem Gesetz münden soll.

Wahlkreis-Aktion zu Fracking gestartet

Beteiligen Sie sich auch an unserer Wahlkreis-Aktion zu Fracking und schreiben Sie Ihre Bundestagsabgeordneten an!

Bildergalerie Unterschriftenübergabe

Wir fordern ein generelles Fracking-Verbot!

© Fiedels / Fotolia.com

Fracking erlauben, Erneuerbare ausbremsen – sieht so die Energiewende der Bundesregierung aus? Anstatt den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung voranzutreiben, wollen Wirtschafts- und Umweltministerium Fracking auf großen Teilen des Bundesgebiets möglich machen.

Doch diese Technologie birgt unberechenbare Risiken:

Durch Fracking kann das Grundwasser vergiftet werden.

Niemand kann sagen, wie sich die eingesetzten Chemikalien in der Tiefe verbreiten. Zudem gelangt Lagerstättenwasser aus dem Untergrund, das mit giftigen Schwermetallen und radioaktiven Stoffen angereichert ist, an die Oberfläche. In einigen Fracking-Regionen in den USA ist das Trinkwasser so belastet, dass die Bevölkerung mit Tankwagen versorgt werden muss.

Auch Oberflächengewässer und Böden werden durch die eingesetzten Gifte und das Lagerstättenwasser gefährdet.

Angeblich könnten die deutschen Schiefergasvorkommen den hiesigen Gasbedarf für etwa 13 Jahre decken. Wollen wir dafür das Risiko eingehen, unser Trinkwasser für Jahrzehnte, vielleicht sogar für Jahrhunderte zu vergiften?

Wir sagen "Nein!" und fordern einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien und ein generelles Fracking-Verbot!

Infokampagne Strompreislüge

Die Gegner der Energiewende blasen zum Angriff auf die erneuerbaren Energien und auf das EEG. Mit verzerrten Kostenargumenten machen sie gegen die Energiewende Stimmung. Unsere Kampagne bietet Informationen und Material zu den Lügen von Politikern und Konzernen.

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Hintergrundinformationen zu Fracking

Die Gier nach dem letzten Gas

Öl und Gas werden immer knapper. Dies macht eine weltweit umstrittene Methode der Gasgewinnung immer rentabler: das Hydraulic Fracturing, kurz Fracking. Mit dieser Methode kann auch Gas gefördert werden, das in Gesteinsschichten gebunden ist und nicht von alleine zum Bohrloch strömen kann.

Das Risiko schwerer Umweltschäden

Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zu den Auswirkungen des Fracking auf Mensch und Umwelt sind bisher noch relativ rar. Doch in den USA, wo Fracking schon weit verbreitet ist, sind schwere Umweltschäden zu beobachten. Auch gibt es bereits wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass Fracking die Gefahr von Erdbeben in den USA erhöht hat und Erkenntnisse der Universität Innsbruck, dass Fracking die Luft mit gesundheits- und klimaschädlichen Gasen belastet.

Chemikalien gefährden das Grundwasser

Beim Fracking wird mit Sand und Chemikalien versetztes Bohrwasser unter hohem Druck in die Erde gepresst. Laut Fracking-Unternehmen besteht das „Fracfluid“ zu 99,9 Prozent aus reinem Wasser und Sand. Letzterer hat die Funktion, die Pumpwege freihalten. Zusätzlich werden der Frackingflüssigkeit Chemikalien beigesetzt, zum Beispiel Säuren, Biozide und Stoffe, welche die Reibung und Viskosität der Flüssigkeit verändern. Unter den verwendeten Chemikalien finden sich auch solche, die als gesundheitsgefährdend, ätzend, umweltgefährdend und giftig klassifiziert sind.

Schon in winzigen Mengen schädlich

So wurde bei einer Bohrung in Niedersachsen das wassertoxische und hormonell wirkende Octylphenol nachgewiesen. Es schädigt Entwicklung und Fortpflanzung und ist schon in minimalen Konzentrationen hochgiftig. Auch Tetramethylammoniumchlorid, das nicht einmal in kleinsten Mengen ins Grundwasser gelangen darf, wurde vermehrt eingesetzt. Tetramethylammoniumchlorid ist giftig bei Hautkontakt und lebensgefährlich bei Verschlucken.

Auch wenn giftige Chemikalien nur wenige Prozent der Fracking-Flüssigkeit ausmachen, ist die absolute Menge giftiger Stoffe, die in die Erde verpresst werden, beachtlich. So leitete Exxon in der Nähe der Ortschaft Damme rund 12 Millionen Liter Flüssigkeit in den Untergrund. „Nur“ 0,2 Prozent waren Chemikalien. In absoluten Zahlen: 24 000 Liter.

Gefährlich wird es, wenn Fracfluid ins Grundwasser gelangt. Dies kann über mehrere Wege geschehen:

  • Die Bohrung wird über die erste Strecke mit einem zementierten Ring ummantelt. Dieser soll dafür sorgen, dass die Grundwasser führende Schicht sicher durchquert wird. Es kann jedoch vorkommen, dass der Zementring dem hohen Druck, dem die Bohrung während des Fracking-Prozesses ausgesetzt ist, nicht standhält. Dann wird das mit Chemikalien vermischte Wasser in die Grundwasser führende Schicht gepresst.
  • Die Fracflüssigkeit kann durch das aufgesprengte Gestein unkontrolliert nach oben in Grundwasser führende Schichten steigen, etwa wenn im Umkreis der künstlich erzeugten Risse bereits natürliche Risse im Gestein vorhanden sind, die sich mit den durch das Fracking erzeugten Rissen verbinden.
  • Nach dem Fracking-Prozess und dem Nachlassen des Überdrucks wird ein Teil der eingepressten Flüssigkeit wieder aus der Bohrung nach oben geführt. Dieses Frackfluid enthält neben den in die Tiefe gepumpten Chemikalien nun auch Lagerstättenwasser, das aus der Erdgaslagerstätte mit an die Oberfläche gelangt. Das Lagerstättenwasser ist in der Regel mit Schwermetallen, Arsen oder natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen belastet und  muss aufgefangen und entsorgt werden. Auch bei Lagerung, Transport und Entsorgung können Gifte in die Umwelt gelangen.
Methan im Grundwasser

© Elenathewise / Fotolia.com

Doch nicht nur die Frackingflüssigkeit gefährdet das Trinkwasser. Gase, vor allem Methan, können durch Risse entweichen und in das Grundwasser gelangen. In den USA haben Methananreicherungen im Trinkwasser schon zu Explosionen geführt. Teils führte das Leitungswasser so viel Gas, dass es mit einem Feuerzeug angezündet werden konnte.

Laut dem Tyndall Centre for Climate Change Research sind in den USA Betriebs- und Konstruktionsfehler beim Fracking eine häufige Ursache von Grundwasserverunreinigungen. In einigen Frackinggebieten der USA ist das Grundwasser nicht mehr trinkbar. Die Anwohner werden mit Wasserwägen beliefert. Die amerikanische Umweltbehörde untersuchte in Wyoming Grundwasserleiter und fand Chemikalien wie Glykole und andere Alkohole, Petroleumderivate sowie Methangas und Schaummittel. Daraufhin empfahl die US-Gesundheitsbehörde den Betroffenen, ihr Leitungswasser nicht mehr zu trinken und beim Duschen für Belüftung zu sorgen.

Auch in Pennsylvania waren 13 Quellen mit Methan, Arsen, Barium, Glykolen, Phenolen und anderen Chemikalien verseucht, die höchstwahrscheinlich von nahen Fracking-Aktivitäten kommen.

Gesetze aus dem letzten Jahrhundert

© ChaotiC_PhotographY / Fotolia.com

Für den Grundwasserschutz gelten zwar strenge Gesetze, allerdings gibt es in Bezug auf das Fracking einige Unklarheiten. Die Erlaubnis zur Förderung wird vom Bergbaugesetz abgeleitet, das aus einer Zeit stammt, in der Technologien wie Fracking nicht vorstellbar waren. Mehrere tausend Meter tief reichende Bohrungen waren noch bis vor wenige Jahrzehnte nicht im Bereich des technisch Möglichen.

Daher ist zum Beispiel der Schutz des stark mineralisierten Tiefenwassers nicht geregelt, Umweltverträglichkeitsprüfungen sind erst ab einer Fördermenge von über 500.000 Kubikmeter am Tag Pflicht, welche beim Fracking nicht erreicht werden. Wasserämter und Anwohner müssen über Frackingaktivitäten nicht informiert werden.

Wohin mit den giftigen Abwässern?

© T. Michel / Fotolia.com

Für eine Bohrung mit mehreren Frackvorgängen werden viele Millionen Liter Wasser benötigt. Diese Wassermengen fehlen im örtlichen Grundwasserkörper, was je nach den lokalen Gegebenheiten massive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt haben kann.

Das Rücklaufwasser, der so genannte „Flowback“, muss aufgrund der verwendeten Gifte entsorgt werden. Der Flowback ist oft stark radioaktiv belastet. Radon und andere Radionuklide können durch die Fracking-Methode an die Erdoberfläche kommen. Auch Salze, Schwermetalle und Substanzen wie Benzol oder Reaktionsprodukte aus den verschiedenen Zusätzen können sich im Rücklaufwasser befinden.

Es kann daher nicht in kommunalen Kläranlagen entsorgt werden. In Deutschland ist keine Behandlung in Industriekläranlagen vorgesehen. Daher wird die giftige Brühe wieder in den Boden verpresst.

Laut Umweltbundesamt kann die „in Deutschland gängige Praxis der Entsorgung des Flowback durch Verpressung in geeignete durchlässige Schichten in den Untergrund [...] mit Risiken für das Grundwasser und die Umwelt verbunden sein.“

Der Bundesrat entschied am 1.2.2013, dass „die Entsorgung des Flowback aus Frack-Vorgängen mit Einsatz umwelt-toxischer Chemikalien [...] wegen fehlender Erkenntnisse über die damit verbundenen Risiken derzeit nicht verantwortbar ist.“

Fracking-Infokampagne

Die Fördermengen aus herkömmlichen Erdgasvorkommen sind stark rückläufig. Die erdgasfördernden Konzerne wollen deshalb auch noch die letzten fossilen Rohstoffe aus dem Boden pressen. Beim „Hydraulic Fracturing“ (Fracking) werden Wasser, Sand und giftige Chemikalien unter hohem Druck in die Erde gepumpt, um das Gestein aufzubrechen und an das Gas zu gelangen. Dabei können Grundwasser, Seen und Flüsse verseucht und sogar Erdbeben ausgelöst werden.

Beteiligen Sie sich an unserer Fracking-Infokampagne!

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