Facebook .
Twitter .
Menü
Darstellung Fracking

Abgeschlossen: 
Fracking 
verbieten!

167707
haben
mitgemacht

Abgeschlossene Aktion: Fracking verbieten!

 

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks wollen die Förderung von unkonventionellem Erdgas durch Fracking in Deutschland per Gesetz ermöglichen.

Um das zu verhindern, haben wir die Online-Aktion "Fracking verbieten!" gestartet. Rund 167.000 Menschen unterzeichneten unseren Appell und sprachen sich für ein generelles Verbot aus.

Gemeinsam mit anderen Organisationen wie Campact! oder dem BUND übergaben wir am 30. September 2014 insgesamt über 660.000 Unterschriften an Umweltministerin Hendricks. 

Noch immer wird über die Regelung für Fracking gestritten, im März 2015 ist ein Kabinettsbeschluss geplant, der in einem Gesetz münden soll.

Wahlkreis-Aktion zu Fracking gestartet

Beteiligen Sie sich auch an unserer Wahlkreis-Aktion zu Fracking und schreiben Sie Ihre Bundestagsabgeordneten an!

Bildergalerie Unterschriftenübergabe
Unterstützen Sie uns!

Wir fordern ein generelles Fracking-Verbot!

© Fiedels / Fotolia.com

Fracking erlauben, Erneuerbare ausbremsen – sieht so die Energiewende der Bundesregierung aus? Anstatt den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung voranzutreiben, wollen Wirtschafts- und Umweltministerium Fracking auf großen Teilen des Bundesgebiets möglich machen.

Doch diese Technologie birgt unberechenbare Risiken:

Durch Fracking kann das Grundwasser vergiftet werden.

Niemand kann sagen, wie sich die eingesetzten Chemikalien in der Tiefe verbreiten. Zudem gelangt Lagerstättenwasser aus dem Untergrund, das mit giftigen Schwermetallen und radioaktiven Stoffen angereichert ist, an die Oberfläche. In einigen Fracking-Regionen in den USA ist das Trinkwasser so belastet, dass die Bevölkerung mit Tankwagen versorgt werden muss.

Auch Oberflächengewässer und Böden werden durch die eingesetzten Gifte und das Lagerstättenwasser gefährdet.

Angeblich könnten die deutschen Schiefergasvorkommen den hiesigen Gasbedarf für etwa 13 Jahre decken. Wollen wir dafür das Risiko eingehen, unser Trinkwasser für Jahrzehnte, vielleicht sogar für Jahrhunderte zu vergiften?

Wir sagen "Nein!" und fordern einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien und ein generelles Fracking-Verbot!

Infokampagne Strompreislüge

Die Gegner der Energiewende blasen zum Angriff auf die erneuerbaren Energien und auf das EEG. Mit verzerrten Kostenargumenten machen sie gegen die Energiewende Stimmung. Unsere Kampagne bietet Informationen und Material zu den Lügen von Politikern und Konzernen.

zur Info-Kampagne
Unterstützen Sie uns!

Hintergrundinformationen zu Fracking

Die Gier nach dem letzten Öl und Gas

Öl und Gas wird immer knapper. Weltweit wird damit eine umstrittene Förder-Methode immer attraktiver: das Hydraulic Fracturing, kurz Fracking. Seit 2005 kommt die Technik zum Einsatz, derzeit vor allem in Nordamerika (USA und Kanada), Argentinien, Australien aber auch China und selbst Russland. Mit Fracking können Kohlenwasserstoffe (Öl und Gas) gefördert werden, die in Gesteinsschichten (Schiefer-, Ton-, Mergel-, Sandstein- oder Kohleflözschichten) eingeschlossen sind und mit sogenannten konventionellen Methoden schwer bis nicht erschließbar sind.

Wie funktioniert Fracking?

Beim Fracking wird mit Sand und Chemikalien versetztes Bohrwasser unter hohem Druck in die Erde gepresst. Der Frackingflüssigkeit werden Chemikalien beigesetzt, zum Beispiel Säuren, Biozide und Stoffe, die die Reibung und Viskosität der Flüssigkeit verändern. Unter den verwendeten Chemikalien finden sich auch solche, die als gesundheitsgefährdend, ätzend, umweltgefährdend und giftig klassifiziert sind.

Welche Auswirkungen hat Fracking auf Umwelt und Gesundheit?

Die Auswirkungen und Risiken der Fracking-Technik sind mittlerweile ausführlich dokumentiert – u.a. in einem wissenschaftlichen Kompendium. Dazu gehören künstliche Erdbeben durch das Verpressen der Förderabwässer, versagende Bohrlochintegrität, Methanleckagen, Luftverschmutzung, ein hoher Wasserverbrauch sowie das reelle Risiko der Kontamination von Ackerflächen, Fließgewässern und Gebieten zur Trinkwassergewinnung. Diese schwerwiegenden potenziellen Auswirkungen stehen in krassem Gegensatz zu den von Deutschland und der EU beschlossenen Zielen des Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie der nachhaltigen Raumordnung und Energiepolitik.

Eine Auswertung der im Zeitraum 2009 bis 2015 veröffentlichten rund 685 Studien und Berichte zum Thema Fracking, ergab folgendes Bild:

  • 84 Prozent der Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen wiesen auf potenzielle Risiken für die öffentliche Gesundheit oder tatsächlich beobachtete negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hin;
  • 69 Prozent der Studien zur Wasserqualität zeigten potenzielle oder ein tatsächliches Auftreten von Wasserkontaminationen
  • 87 Prozent der Studien zur Luftqualität wiesen auf erhöhte Luftschadstoffemissionen und/oder eine erhöhte Konzentration in der Atmosphäre hin.
Wie gefährlich ist Fracking für das Grundwasser?

Gefährlich wird es, wenn Fracfluid oder Gase ins Grundwasser gelangen. Dies kann über mehrere Wege geschehen:

  • Die Bohrung wird über die erste Strecke mit einem zementierten Ring ummantelt. Dieser soll dafür sorgen, dass die Grundwasser führende Schicht sicher durchquert wird. Es kann jedoch vorkommen, dass entweder durch Materialfehler oder Korrosion die Schutzfunktion des Zementrings versagt. Dann kann es zur Kontamination der Grundwasserschicht durch Chemikalien oder toxischem Lagerstättenwasser kommen.
  • Die Fracflüssigkeit könnte durch das aufgesprengte Gestein unkontrolliert nach oben in Grundwasser führende Schichten steigen, etwa wenn im Umkreis der künstlich erzeugten Risse bereits natürliche Risse im Gestein vorhanden sind, die sich mit den durch das Fracking erzeugten Rissen verbinden.
  • Nach dem Fracking-Prozess und dem Nachlassen des Überdrucks wird ein Teil der eingepressten Flüssigkeit wieder aus der Bohrung nach oben geführt. Dieses Frackfluid enthält neben den in die Tiefe gepumpten Chemikalien nun auch Lagerstättenwasser, das aus der Erdgaslagerstätte mit an die Oberfläche gelangt. Das Lagerstättenwasser ist in der Regel mit Schwermetallen, Arsen oder natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen belastet und muss aufgefangen und entsorgt werden. Auch bei Lagerung, Transport und Entsorgung können Gifte in die Umwelt gelangen.
  • Gase, vor allem Methan, können durch Risse entweichen und in das Grundwasser gelangen.
Was sagen internationale Institutionen zum Fracking?

Zahlreiche internationale Institutionen haben die negativen Auswirkungen von Fracking verurteilt:

  • Der Ausschuss der Vereinten Nationen für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (CESR) veröffentlichte im Oktober 2018 eine offizielle Warnung bezüglich des Frackings von Schiefergas in Argentinien. Darin heißt es: „Der Ausschuss ist besorgt darüber, dass das Hydraulic Fracturing-Projekt den Verpflichtungen des Vertragsstaats zum Pariser Abkommen widerspricht – mit negativen Auswirkungen auf die globale Erwärmung und die wirtschaftlichen und sozialen Rechte der Weltbevölkerung und künftiger Generationen“.
  • Der Ausschuss der Vereinten Nationen zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau (CEDAW) forderte im März 2019 die britische Regierung auf „die Einführung eines umfassenden und vollständigen Verbots von Fracking in Betracht zu ziehen“ um insbesondere Frauenrechte im ländlichen England zu schützen. Hintergrund sind u. a. wissenschaftliche Erkenntnisse, dass in der Nähe aktiver Gasförderanlagen das Risiko für ein geringes Geburtsgewicht steigt.
  • Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt empfahl in seinem Safe Climate Bericht von 2019 „die Ausweitung der umweltschädlichsten Arten der Gewinnung fossiler Brennstoffe zu verbieten, einschließlich Öl und Gas, das mittels Hydraulic Fracturing (Fracking), gewonnen wird“.
Ist Fracking in Deutschland erlaubt?

Nach langjährigem Widerstand von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, Brauereien und Gewerkschaften hat die Bundesregierung Fracking in Teilen verboten. Mit dem Kunstbegriff des konventionellen Frackings wurde jedoch zugleich ein Schlupfloch für die Nutzung der Fördertechnik geschaffen.

Verboten ist die Aufsuchung und Gewinnung von Erdöl und Erdgas mittels Fracking in Schiefer-, Ton- oder Mergelgestein oder Kohleflözgesteinlagerstätten. Vom Verbot ausgenommen wurde das Fracking in Sandsteinlagerstätten, die als „konventionelle Lagerstätten“ klassifiziert werden – das sogenannte „konventionelle Fracking“ ist also weiterhin erlaubt. Darüber hinaus wurden vier Fracking-Forschungsbohrungen in Schiefergestein genehmigt.

Eine Expertenkommission sollte die Bohrungen im Schiefergestein begleiten und bewerten und dazu jährliche Erfahrungsberichte vorlegen. Bislang konnten diese jedoch lediglich auf Grundlage von Literaturauswertungen erstellt werden, da die für entsprechende Forschungsbohrungen in Frage kommenden Bundesländer, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, das Fracking im Schiefergestein ablehnen. Die vorgelegten Berichte stehen in der Kritik, da sie wesentliche Quellen außer Acht lassen.

In ihrem im Juni 2021 vorgelegten Abschlussbericht verweist die Kommission darauf, dass sich mit der Priorisierung des Klimaschutzes die Rahmenbedingungen des Fracking im Schiefergestein mittlerweile erheblich verändert hätten. Deshalb müsse bei der noch anstehenden Überprüfung des aktuellen Rechtsrahmens ein umfassender politischer Abwägungs- und Entscheidungsprozess erfolgen. Hierbei seien neben klimapolitischen Aspekten auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und gesundheitliche Belange zu berücksichtigen.

Wie wirkt sich Fracking auf das Klima aus?

Wenn neben den beim Verbrennen entstehenden CO2-Emissionen auch die bei Förderung, Transport und Lagerung anfallenden Methanleckagen berücksichtigt werden, fällt die Klimabilanz von Erdgas – insbesondere von gefracktem Erdgas – so schlecht wie die von Kohle aus.

Berechnungen zufolge ist gefracktes Gas für mehr als die Hälfte des globalen Anstiegs der Emissionen aus fossilen Brennstoffen sowie für etwa ein Drittel des Anstiegs aus allen Quellen in den letzten zehn Jahre verantwortlich.

Fracking-Infokampagne

Die Fördermengen aus herkömmlichen Erdgasvorkommen sind stark rückläufig. Die erdgasfördernden Konzerne wollen deshalb auch noch die letzten fossilen Rohstoffe aus dem Boden pressen. Beim „Hydraulic Fracturing“ (Fracking) werden Wasser, Sand und giftige Chemikalien unter hohem Druck in die Erde gepumpt, um das Gestein aufzubrechen und an das Gas zu gelangen. Dabei können Grundwasser, Seen und Flüsse verseucht und sogar Erdbeben ausgelöst werden.

Beteiligen Sie sich an unserer Fracking-Infokampagne!

zur Info-Kampagne
Unterstützen Sie uns!