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AKW Dukovany stilllegen!

Schrottmeiler
Dukovany
vom Netz!

27444
haben
mitgemacht

Abgeschlossene Aktion: Schrottmeiler Dukovany vom Netz!
27.437 Menschen haben sich an der Aktion beteiligt

Erfolg: Frau Hendricks nimmt die Bedenken Tausender BürgerInnen ernst und hat ihren tschechischen Kollegen ersucht, der deutschen Öffentlichkeit die Möglichkeit der Verfahrensteilnahme einzuräumen. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben! Unsere erste Forderung ist damit erfüllt. Nun kämpfen wir weiter für eine Stilllegung des Schrottmeilers. 

Dukovany 1 ist Tschechiens ältestes Atomkraftwerk (AKW), ein 30 Jahre alter Schrottmeiler sowjetischer Bauart. Eigentlich sollte Dukovany 1 Ende 2015 vom Netz gehen, doch jetzt soll die Laufzeit auf 50 bis 60 Jahre erhöht werden – und das, obwohl das AKW gravierende Sicherheitsmängel aufweist!

Dukovany liegt nur etwa 175 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, bei einem Unfall mit radioaktiver Freisetzung wäre auch Deutschland betroffen. Schrottmeiler gehören vom Netz – statt die Laufzeit zu verlängern und damit das Risiko enorm zu vergrößern, muss Dukovany stillgelegt werden!

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Keine Laufzeitverlängerung für AKW Dukovany

 

Dukovany 1 ist Tschechiens ältestes Atomkraftwerk (AKW) - ein 30-jähriger Schrottmeiler sowjetischer Bauart. Eigentlich sollte Dukovany 1 Ende 2015 vom Netz gehen; die Blöcke 2, 3 und 4 in 2016 und 2017.

Doch der Betreiber CEZ hat die Laufzeit von Block 1 eigenmächtig um 10 Jahre, also bis 2025 verlängert, obwohl eine Reihe von festgestellten Sicherheitsdefiziten nicht behoben ist. Nun soll die Laufzeit der Risiko-Meiler gar auf 50-60 Jahre erhöht werden!

AKW Dukovany

© martinlisner / Fotolia.de

Erhebliche Sicherheitsmängel
  • Die Meiler sind russische Druckwasserreaktoren älteren Typs (WWER-440/V213) mit nicht nachrüstbaren Schwachstellen. So fehlt bei diesem Reaktortyp ein stabiles Containment und auch die Wandstärken sind gering. Damit sind sie extrem verwundbar gegen Einwirkungen von außen, wie Flugzeugabsturz oder Terroranschläge, aber auch gegen Erdbeben.

  • In diesen Reaktoren wurden bereits Leistungserhöhungen durchgeführt, weitere sind geplant. Diese würden das bestehende Risiko noch einmal deutlich erhöhen und die wenigen vorhandenen Sicherheitsreserven dezimieren. Außerdem steigt durch die Abbranderhöhung der Brennelemente das Inventar der längerlebigen Radionuklide, die bei einem Unfall grenzüberschreitend zu höheren Kontaminationen führen würden.

  • Weiter befindet sich das Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente – wie in Fukushima – außerhalb des Sicherheitsbehälters und ist damit extrem gefährdet. Bei Beschädigung und Verlust des Kühlwassers sind hohe radioaktive Freisetzungen zu erwarten. Ebenso wie in Fukushima sind hier vier Blöcke dicht beieinander.

  • Damit nicht genug: Auf dem Gelände befindet sich ein Endlager für gering und mittelaktive Abfälle nicht nur aus Dukovany, sondern auch aus Temelín, dazu ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente – was das Freisetzungspotenzial weiter erhöht.

  • Die Kühltürme weisen erhebliche Mängel auf und werden derzeit erneuert. Sie würden extremen Wetterlagen nicht mehr standhalten. Bei den Bauarbeiten wurde letzte Woche eine Kühlleitung zerstört, so dass zwei Blöcke unverzüglich abgeschaltet werden mussten.

Eine Laufzeitverlängerung, zumal gepaart mit Leistungserhöhung, bedeutet immer auch ein höheres Risiko durch die Alterungsprozesse des Materials, wie z.B. Versprödung und Rissbildung, die damit beschleunigt werden. Die Unfallwahrscheinlichkeit steigt enorm.

Radioaktivität kennt keine Grenzen

Tschernobyl hat eindrücklich gezeigt, dass Radioaktivität keine Grenzen kennt. Heute, 28 Jahre nach der Katastrophe, sind Pilze und Wild vor allem in Süddeutschland zum Teil noch extrem belastet, obwohl Tschernobyl 1500 km entfernt ist. Dukovany liegt gerade einmal 175 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Bei einem Unfall mit radioaktiver Freisetzung wäre Deutschland voraussichtlich noch stärker betroffen als bei der Tschernobyl-Katastrophe.

Umweltverträglichkeitsprüfung zwingend notwendig

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist nicht nur für Neubauten, sondern seit Juni 2014 auch für Laufzeitverlängerungen gemäß der Espoo-Konvention vorzunehmen. Im Rahmen einer grenzüberschreitenden UVP hätten auch Bürgerinnen und Bürger der Nachbarländer die Möglichkeit, ihre Einwände gegen das gefährliche Projekt vorzubringen.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist nicht nur für Neubauten, sondern seit Juni 2014 auch für Laufzeitverlängerungen gemäß der Espoo-Konvention vorzunehmen. Im Rahmen einer grenzüberschreitenden UVP hätten auch Bürgerinnen und Bürger der Nachbarländer die Möglichkeit, ihre Einwände gegen das gefährliche Projekt vorzubringen.

Des Weiteren fordern wir, dass auch für alle anderen europäischen AKW, deren Laufzeiten verlängert werden sollen, eine grenzüberschreitende UVP durchgeführt wird.

Dukovany liegt nur etwa 175 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die Entfernung zwischen Dukovany und Nürnberg ist kleiner als die zwischen Nürnberg und Berlin. Bei einem Unfall mit radioaktiver Freisetzung wäre auch Deutschland massivst betroffen, weit mehr als bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, das über 1000 Kilometer weiter entfernt liegt als Dukovany.

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Protest auch in Österreich
Global 2000

Die österreichische Umweltorganisation Global 2000 führt derzeit in unserem Nachbarland die gleiche Aktion durch und fordert für Österreich die Umweltverträglichkeitsprüfung ein. Grenzüberschreitend wollen wir zeigen, dass Radioaktivität keine Grenzen kennt und wir im Katastrophenfall alle betroffen sind.

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