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Keine Gentechnik durch die Hintertür

Keine Gentechnik
durch die
Hintertür!

Schon
46678
Teilnehmer

Abgeschlossene Aktion: Keine Gentechnik durch die Hintertür!

Damit uns gentechnisch veränderter Raps und auch andere genmanipulierte Pflanzen vom Acker bleiben, wurden 46.676 Mails an unseren Bundeslandwirtschaftsminister, Herrn Christian Schmidt, gesandt.

Denn im Herbst 2015 drohte der Anbau von genmanipuliertem Raps in Deutschland. Der Grund: Der Raps wurde mit einer neuen Technik hergestellt, bei der das Gentechnik-Gesetz bisher nicht zur Anwendung gebracht wird. Weitere Gen-Pflanzen könnten bald folgen.

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!

Unser Bündnis, bestehend aus 27 Verbänden aus der konventionellen und ökologischen landwirtschaft, Pflanzenzüchtern, Lebensmittelhandwerk, Umwelt- und Verbraucherschutz, hat am 17. März 2016 insgesamt rund 67.000 Unterschriften an den Staatssekretär Robert Kloos übergeben. Mit anwesend waren auch Herr Dr. Klaus Heider, zuständig für Produktsicherheit, und Herr Dr. Christoph von Heydebrand, zuständig für neue Technologien am Ministerium.

Diese Aktion wurde unterstützt von:
 
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Manipuliertes Leben
Gentechnik - Heute jedoch droht die gesamte landwirtschaftliche Erzeugung in die Hände weniger Großkonzerne zu geraten.

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Alles manipuliert!
Die Lügen der Genlobby -
Lügen und Tatsachen auf einen Blick!

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Genpflanzen außer Kontrolle
Kontaminationen von Umwelt, Saatgut, Futter- und Lebensmitteln durch genmani-pulierte Pflanzen sind längst weltweit Realität.

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Genmanipulierte Bäume
Ohne großes Aufsehen hat es die Gentechnik-Industrie geschafft, Gen-Bäume in die Natur einzuschleusen.

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Terminator-Technologie
Saatgut im Fokus der Konzerne

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Verbraucher im Dunkeln
Gensoja in Fleisch und Milch - Kennzeichnung mit großen Lücken

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Genmanipulierte Tiere
Gentechnik bei Tieren ist auch aus ethischen Gründen nicht zu verantworten.

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Wir wissen nicht was wir tun
...aber wir fangen schon mal damit an.

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Riskantes Versteckspiel
Neue Methoden der Genmanipulation

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Gentechnik durch die Hintertür?
Unser Video erklärt wie's geht und was wir dagegen tun können

Aktiv werden und Gentechnik durch die Hintertür stoppen:

Jetzt mithelfen, den Skandal bekannt zu machen:

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Riskantes Versteckspiel
Neue Methoden der Genmanipulation

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+++ Update: Aussaat vorerst verhindert +++

+++Update vom 29.07.2015+++

Gegen den Bescheid, dass der Raps kein genveränderter Organismus sei, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zusammen mit zwei Unternehmen aus der Bio-Branche Klage eingereicht. Unterstützt wurde die Klage durch das Umweltinstitut München und weitere Umwelt- und Anbauverbände.

Nun schreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf Anfrage, dass die Klage aufschiebende Wirkung und der Bescheid des BVL damit erst einmal keinen Bestand hat. Der Gentechnik-Raps darf also vorerst nicht ausgesät werden.

+++Update vom 26.06.2015+++

Die EU-Kommission hat die voreilige Zulassung von neuen Gentech-Methoden unterbunden. Die Aussaat des Gen-Raps, der mit der neuen Oligonukleotid-Technologie hergestellt wurde, ist damit wohl vorerst verhindert.

Die Kommission stellt klar, dass die deutschen Behörden zu voreilig gehandelt haben und pfeift diese in einem Schreiben zurück. Sie verweist darauf, dass es illegal sei, gentechnisch veränderte Pflanzen ohne vorherige Genehmigung freizusetzen. Zudem führt sie an, dass die EU-Kommission gerade mit der Bewertung dieser neuen Methode und einiger anderer neuen Biotechnologie-Methoden zugange sei und die Behörden der Mitgliedsländer doch auf den Ausgang der Analyse warten sollten.

Agrarminister Schmidt und seine Behörde öffnen Hintertür für die Gentechnik

Schon diesen Herbst könnte genmanipulierter Raps in Deutschland angebaut werden. Grund dafür ist ein Bescheid des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 5. Februar. Darin teilt das BVL der amerikanischen Firma Cibus mit, dass deren herbizidresistente Rapslinien, die mit einem neuen gentechnischen Verfahren hergestellt wurden, nach den Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes nicht als genmanipulierte Organismen anzusehen seien. Auf Nachfrage bestätigte das Ministerium von Agrarminister Christian Schmidt diese Auffassung. Wird diese Entscheidung nicht revidiert, kann die Firma Cibus ihren Gen-Raps wie ganz normalen Raps ohne weitere Auflagen in Deutschland anbauen und vermarkten.

Gen-Raps: unkontrollierbar und nicht rückholbar

Raps kreuzt in der Natur sehr schnell aus und wird oft selbst zum Unkraut. Über die Bestäubung werden die Gene von manipuliertem Raps an konventionellen Raps und verwandte Wildpflanzen weitergegeben. Gentechnisch manipulierter Raps ist also weder kontrollierbar noch rückholbar. Die Aussaat von Gen-Raps muss daher unbedingt verhindert werden.

Hintergrund: Neue Methoden der Genmanipulation
Gentechnik, neue Manipulations-Methoden

© KB3 / Fotolia.de

Der Gentechnik-Industrie ist es in den letzten Jahren gelungen eine Vielzahl neuer Manipulations-Techniken hervorzubringen, um in das Erbgut von Tieren und Pflanzen einzugreifen. Die neuen Technologien haben teils zungenbrecherische Namen wie „Zinkfingernukleasen“ oder „RNA-abhängige DNA-Methylierung“. Dahinter stecken hoch komplexe Vorgänge, die dazu dienen Gene im Zielorganismus zu verändern, neue Gene darin einzuschleusen oder abzuschalten, oder die Züchtung zu beschleunigen.

Mehr zu den neuen Methoden der Genmanipulation erfahren Sie auf unserer Themenseite.

Risiken und Nebenwirkungen

Genauso wie ältere Gentechnologien bergen auch die neuen gentechnologischen Verfahren unvorhersehbare Risiken. Die Folgen des Inverkehrbringens von Saatgut, Lebens- und Futtermitteln, die mit Hilfe dieser Technologien hergestellt wurden, sind unabsehbar. Zudem bieten einige dieser Methoden die Möglichkeit, noch gravierender in das Pflanzengenom einzugreifen, als es die bisherigen Gentechnik-Methoden können. Dabei sind die komplexen Zusammenhänge in der Pflanze bis heute unverstanden.

Rechtliche Einordnung unklar

Bisher gibt es noch keine eindeutige rechtliche Einordnung von derart hergestellten Tieren und Pflanzen. Damit ergeben sich juristische Interpretationsspielräume, die Agrarmultis wie Monsanto und Co. dazu nutzen wollen, um genmanipulierte Pflanzen ohne Zulassungs- und Kennzeichnungspflichten zu vermarkten.

Zuständig für die rechtliche Einordnung der neuen Manipulationsmethoden ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die EFSA beschäftigt sich momentan auch mit der Einordnung des von Cibus angewandten Verfahrens, der Oligonukleotid-Technologie. Doch statt die Einschätzung der zuständigen EFSA abzuwarten, hat das BVL deren Entscheidung vorweggenommen.

Das BVL und Agrarminister Schmidt schaffen damit faktisch eine Hintertür für Agrarkonzerne, um genmanipulierte Pflanzen in Deutschland anbauen zu können, und zwar ohne sich an die Vorgaben des Gentechnik-Gesetzes halten zu müssen.

Wir sagen „Nein!“ zu Gentechnik durch die Hintertür. Ob neu oder alt: Alle Methoden der Gentechnik müssen auch als Gentechnik gelten. Das bestehende Gentechnik-Recht muss angewendet und die Aussaat des Gen-Rapses verhindert werden!

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